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Michael Müller im Interview: Nicht nur bis zur eigenen Grenze denken

Michael Müller
 

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat im Interview mit dem Tagesspiegel am Rande des Weltsiedlungsgipfel Habitat III erklärt, man dürfe "nicht mehr nur bis zur eigenen Grenze denken". Man müsse vielmehr schauen, "wie ist die internationale Situation und wie kann man Themen gemeinsam angehen?" Müller: " Der internationale Prozess spielt nicht nur bei Migration und Flüchtlingsaufnahme eine große Rolle sondern auch bei der Umweltpolitik und der Verkehrspolitik, aber auch ganz besonders bei Bildungs- und Gesundheitsfragen. International gibt es die gleichen Themen, Probleme und Konflikte und gemeinsam können wir sie besser lösen als allein oder nur auf eine Stadt bezogen."

Besonders interessant, so Müller, seien die auf der Konferenz angesprochenen Partizipationsfragen und -formate. "Da sehen wir in Berlin ja, was die Bürgerinnen und Bürger von uns erwarten. Wir sind aber nicht die einzigen, die sich damit auseinandersetzen, wie man große Infrastrukturprojekte gemeinsam mit der Bevölkerung umsetzen kann. Da gibt es viele Erfahrungen."

 

AWO verlieh Heinrich-Albertz-Friedenspreis an Martin Schulz

Mit der Verleihung des Heinrich-Albertz-Friedenspreises hat der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt  das Wirken und Handeln von Martin Schulz gewürdigt. Der AWO Präsident Wilhelm Schmidt erklärte zu Beginn der Preisverleihung im Wappensaal des Roten Rathauses: „Diese Auszeichnung bedeutet die höchste Anerkennung der AWO für einen großen Einsatz für die europäische Idee, die Schaffung einer europäischen Identität und die Stärkung gemeinsamer Interessen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Martin Schulz zeichnet sein kraftvoller, energischer und manchmal auch unbequemer Einsatz gegen die Betonung von Partikularinteressen, gegen Rassismus, rücksichtslosen Populismus und Rechtsextremismus in Politik und Gesellschaft in besonderem Maße aus.“

Nach der Begrüßung der Gäste durch die Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration des Landes Berlin Dilek Kolat, hielt der Altkanzler und Heinrich-Albertz-Friedenspreisträger von 2005 Gerhard Schröder die Laudatio auf Martin Schulz. Das langjährige AWO Mitglied Schröder ehrte Schulz u.a. mit den Worten: „Martin Schulz ist ein großer Europäer. Er gehört zu denen, die in der Öffentlichkeit mit ganzer Kraft für das europäische Projekt eintreten. Unbeirrt trotzt er den Anfeindungen, denen sich die Europäische Union und das Europäische Parlament ausgesetzt sehen – und natürlich auch der Parlamentspräsident und der Mensch Martin Schulz. Er ist der Fels in der Brandung, wenn es darum geht, Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Freiheit im europäischen Rahmen zu verteidigen. Er agiert dabei leidenschaftlich, scharfzüngig und selbstbewusst. Bei seinem Antritt als Präsident des Europäischen Parlaments im Jahr 2012 hat Martin Schulz sehr deutlich gemacht, dass er die demokratische Legitimität der politischen Entscheidungen stärken will. Letztlich steht damit die Frage im Raum, wann wir auf europäischer Ebene endlich eine Gleichberechtigung der drei Institutionen Parlament, Kommission und Rat erreichen. Der Anspruch von Martin Schulz ist eine Europäische Union, die demokratisch verfasst ist und dadurch verloren gegangenes Vertrauen wieder zurückerlangt.“

Der AWO Präsident Schmidt erklärte: „Martin Schulz lebt in seinem politischen und persönlichen Einsatz die Werte der AWO: Gerechtigkeit, Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Solidarität. Die Werte, die wir demnächst hier in Berlin in einem Denkmal für unsere Gründerin Marie Juchacz auch „in Stahl gemeißelt“ für alle Zeiten öffentlich sichtbar machen werden.“

Mit dem Heinrich-Albertz-Friedenspreis ehrt die AWO seit 1999 Persönlichkeiten, die Solidarität und soziale Verantwortung in den Mittelpunkt ihres Lebens stellen und die sich um die Ausgestaltung der Grundwerte Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit und um den inneren und äußeren Frieden in besonderer Weise verdient gemacht haben.
Bisherige Preisträger waren1999 Johannes Rau, 2001 Paul Spiegel, 2005 Gerhard Schröder, 2008 Hans-Jochen Vogel, 2011 Jutta Limbach, 2013 Egon Bahr und 2015 Franz Müntefering.

 

Felgentreu: Durchbrechung des Kooperationsverbotes ist wichtig

Dr. Fritz Felgentreu BTW 2013
 

In der vergangenen Woche haben sich Bund und Länder auf eine Neuordnung ihrer Finanzbeziehungen geeinigt. Dabei wurde eine wichtige, langjährige Forderung der SPD durchgesetzt: der Einstieg in das Ende des Kooperationsverbotes. 2006 wurde mit der Föderalismusreform das sogenannte Kooperationsverbot eingeführt und im Grundgesetz verankert. Demnach ist dem Bund eine Kooperation mit den Ländern im Schulbereich bisher nicht möglich. Künftig kann der Bund Geld für die Sanierung und Erneuerung von Schulen in finanzschwachen Kommunen zur Verfügung stellen.

"Es ist ein großer Erfolg, dass das unsinnige Kooperationsverbot durchbrochen wurde", so der Neuköllner SPD-Bundestagsabgeordneter Fritz Felgentreu. "Der Bund kann nun endlich in gute Schulen investieren." Jetzt sei der Weg frei, eine nationale Bildungsallianz zu schmieden und Deutschlands Schulen mit einem umfassenden Modernisierungsprogramm nach vorne zu bringen. Das Investitionsprogramm des Bundes für Schulsanierungen, IT-Ausstattung und Bildungsinfrastruktur werde aufgestockt. Fritz Felgentreu weiter: "Alle staatlichen Ebenen müssen sich engagieren, um Schulen bestmöglich auszustatten. Es ist absurd, dass der Bund keinen Cent für Schulen ausgeben darf, während den Ländern dafür das Geld fehlt. Allein in Neukölln besteht im Schulbereich ein festgestellter Sanierungsbedarf inklusive einer umfassenden energetischen Ertüchtigung sowie Maßnahme zur Barrierefreiheit von rund 450 Millionen Euro".

Jan-Christopher Rämer, Bildungsstadtrat für Neukölln, zeigt sich ebenfalls sehr erfreut: "Endlich ist es soweit: Die Schule wird zu einer echten Gemeinschaftsaufgabe aller Ebenen in unserem Land! Der Bund kann nun seine Beschlüsse mit schulischem Bezug auch direkt mit Geld unterlegen. Ein gutes Beispiel ist die geforderte Barrierefreiheit in unseren Schulgebäuden: Die Bundesebene hat die entsprechende UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert, konnte bisher die Kommunen bei den notwendigen Umbauten aber nicht unterstützen. Das ändert sich nun hoffentlich! Eine starke Schule gelingt nur gemeinsam: Schüler, Eltern, Lehrer und eben Bund, Land und Bezirk."

"Damit alle Kinder und Jugendlichen gerechte Lebenschancen haben, müssen Bund, Länder und Kommunen gezielt und gemeinsam in schulische Bildung investieren", so Felgentreu.

 

Petra Nowacki neue Bundesvorsitzende der AG Lesben und Schwule in der SPD

Bundesvorstand der Schwusos 2016
 

Die Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos) hat die Berliner Sozialdemokratin Petra Nowacki zur neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Für die Berliner SPD gratulierte der Landesvorsitzende der SPD Berlin, Michael Müller, Petra Nowacki zu ihrem neuen Amt: "Sie wird das unermüdliche Engagement ihres Vorgängers Ansgar Dittmar fortführen. Gerade in diesen Zeiten, in denen Rechtspopulismus und Hass immer mehr Zulauf erfahren, ist es umso wichtiger, jeden Tag aufs Neue gegen Homophobie und für die Gleichstellung von Menschen unabhängig vom Geschlecht, Herkunft und ihrer sexuellen Orientierung zu kämpfen. Wir freuen uns, dass mit Petra Nowacki nun eine Sozialdemokratin aus Berlin die Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD anführt."

Petra Nowacki war zuvor bereits vier Jahre lang stellvertretende Bundesvorsitzende der Schwusos. Mit ihrer Wahl zur neuen Bundesvorsitzenden tritt sie die Nachfolge von Ansgar Dittmar an, der nach acht Jahren im Amt nicht erneut angetreten war.

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley dankte Ansgar Dittmar für seine Arbeit und gratulierte Petra Nowacki zu ihrer Wahl mit folgendem Schreiben:

"Zu Deiner Wahl zur Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen gratuliere ich Dir, liebe Petra, sehr herzlich! Die Schwusos sind – auch dank Dir als bisherige stellvertretende Vorsitzende – auf dem richtigen Kurs. Wir müssen jedoch weiter dafür kämpfen, dass alle Menschen unabhängig ihres Geschlechts und ihrer sexuellen Orientierung die gleichen Rechte haben. Der Kampf gegen Homophobie im Alltag gehört sicherlich zu den größten Herausforderungen. Ich freue mich, diesen Kampf mit Dir als zuverlässiger Partnerin gemeinsam zu führen.
Auf diesem Wege möchte ich Dir, lieber Ansgar, ganz herzlich für Dein unermüdliches Engagement und Deinen Einsatz als langjähriger Bundesvorsitzender der Schwusos danken. Dir ist es in erster Linie zu verdanken, dass die Schwusos so aktiv sind und sich immer entschlossen in die aktuelle politische Debatte einmischen. Mit Deiner Arbeit hast Du maßgeblich dazu beigetragen, dass die Schwusos eine SPD-Arbeitsgemeinschaft geworden sind. Auch Dein Einsatz für die Rehabilitierung homosexueller Männer führte zum Gesetzesentwurf zur Entschädigung der Opfer des §175, den Heiko Maas in Kürze vorstellen wird. Du warst und bist ein wichtiger Vorkämpfer und wirst der Sozialdemokratie an anderer Position erhalten bleiben. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit."


Petra Nowacki, geboren 1965, war fast vier Jahre lang stellvertretende Bundesvorsitzende der Schwusos. In ihrer Bewerbung schrieb sie, sie wolle mit ihrer Kandidatur auch einen Beitrag dazu leisten, dass die Schwusos wahrnehmbare weibliche Gesichter haben.
Nach ihrer Wahl zur Bundesvorsitzenden sagte sie: „Ich freue mich, von der Bundeskonferenz mit dieser wichtigen Aufgabe betraut worden zu sein. Jetzt geht es darum, dass wir uns klar gegen Rechtspopulismus und Hass positionieren. Wir müssen das Vertrauen der Community in die Queerpolitik der SPD stärken und gemeinsam für die Eheöffnung, für die Rehabilitierung der Opfer des §175 und für bessere Rahmenbedingungen für Regenbogenfamilien kämpfen.“

 

Feiger Brandschlag auf Neuköllner Falken

Anschlag auf Falken-Auto
 

Auf das Fahrzeug der Geschäftsführerin des Anton-Schmaus-Hauses der Falken Neukölln wurde in der Nacht vom 14. zum 15. Oktober 2016 in Berlin-Rudow ein Brandanschlag verübt. Das Landeskriminalamt Berlin hat das Fahrzeug zu Spurensicherung sichergestellt und die Ermittlungen übernommen.

Der Landesvorsitzende der SPD Berlin, Michael Müller, verurteilte den Anschlag: "Diesen feigen Brandanschlag verurteile ich zutiefst. Die Neuköllner Falken leisten eine wichtige und wertvolle demokratische Kinder- und Jugendarbeit. Umso mehr erschüttert es, dass diese Arbeit immer wieder mit Angriffen torpediert wird. Die Neuköllner Falken haben bereits mehrfach zeigen müssen, dass sie sich von solchen Angriffen nicht einschüchtern lassen, sondern im Gegenteil rechte Hetze und Gewalt gegen die Falken zum Ansporn ihrer Arbeit nehmen. Die Berliner SPD steht solidarisch an der Seite der Falken."

Die Neuköllner Falken waren in den letzten Jahren immer wieder Ziel von Anschlägen aus der rechtsextremistischen Szene. Im Jahr 2011 wurde das Kinder- und Jugendzentrum Anton-Schmaus-Haus in Britz zweimal von Neonazis in Brand gesteckt. Zuvor wurde es mehrfach mit Hakenkreuzen und Drohungen beschmiert. Seitdem muss das Haus mit massiven Zäunen, Sicherheitsanlagen und Überwachungstechnik sowie der Polizei geschützt werden.

Auf rechten Internetseiten werden die Falken bzw. das Anton-Schmaus-Haus immer wieder von Neonazis bedroht und, neben anderen linken Einrichtungen, als Anschlagsziel benannt.

„Wir gehen davon aus, dass auch dieser feige Brandanschlag von Neonazis verübt wurde", erklärte Tim Haverland (21), Vorsitzender der Neuköllner Falken. "Wir wissen, dass wir mit unserer demokratischen Kinder- und Jugendarbeit immer noch im Fadenkreuz von Rechtsextremisten sind. Hetze, Hass und Gewalt werden auf unseren entschiedenen Widerstand treffen. Verbrechen wie diese sind uns ein Ansporn, unsere Arbeit noch zu verstärken. Wir sind das Bollwerk gegen Nazis!“

 

Berliner Verein gehört zu den Preisträgern beim Regine-Hildebrandt-Preis 2016

Der Berliner Verein „KIDS & CO“  erhält in diesem Jahr gemeinsam mit dem Verein „Afghanische Frauen in München“ und dem Verein „Arbeit und Dritte Welt“ aus Hildesheim den „Regine-Hildebrandt-Preis“. Die SPD verleiht den Preis an gesellschaftliche Gruppen und Personen, die für die innere Einheit Deutschlands, gegen Rechtsextremismus und Gewalt wirken und für Frieden, Freiheit und soziale Gerechtigkeit eintreten. Zur Preisverleihung lädt die SPD gemeinsam mit dem Forum Ostdeutschland der Sozialdemokratie am 26. November 2016, dem 15. Todestag von Regine Hildebrandt, um 16 Uhr ins Willy-Brandt-Haus nach Berlin ein. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert und geht in diesem Jahr zu drei gleichen Teilen an die Preisträger.

Schirmherrin des „Regine-Hildebrandt-Preises“ und Vorsitzende der Jury ist die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig.

Der Verein „KIDS & CO“ aus Berlin-Hellersdorf ergriff im Jahr 2013 mit dem Projekt „neverending community table“ die Initiative, um einen Dialogprozess zwischen Einheimischen und Geflüchteten in einem sozialen Brennpunktkiez in Gang zu setzen. Unter dem Motto „Wir bauen keine höheren Zäune, sondern eine lange Tafel, an der alle Platz nehmen können" entstand mit Hilfe der Anwohner und Geflüchteten der mit 173 Metern längste Tisch der Welt. Hunderte Menschen nahmen daran Platz und sprachen miteinander. Der Verein engagiert sich gegen rechtes Gedankengut und betreibt Kinder- und Jugendtreffs, ein familienfreundliches Café und eine Werkstatt für Anwohner und Geflüchtete.

Die Schirmherrin des Preises Manuela Schwesig sagte zum „neverending community table“: „Miteinander ins Gespräch kommen und Vorurteile abbauen sind wichtige Schritte, um erfolgreiche Integration zu organisieren. Mich überzeugt der pragmatische Ansatz, der in einer aufgeheizten Atmosphäre die scheinbar simple Tugend des miteinander statt des übereinander Redens in die Tat umsetzt."

Der Verein „Afghanische Frauen in München“ besteht seit 2013. Er fördert internationale Gesinnung, Toleranz und Völkerverständigung. Besonders soll das Selbstwertgefühl von Frauen gestärkt und ihr Bestreben nach Gleichberechtigung unterstützt werden.  Der Verein „Arbeit und Dritte Welt“ aus Hildesheim besteht schon seit 1995. Der Verein sammelt Werkzeuge und Maschinen und arbeitet diese in vereinseigenen Werkstätten auf. Über Selbsthilfeinitiativen werden sie dann in Entwicklungsländern verteilt. Seit der Gründung des Vereins haben über 1.000 Menschen in den Werkstätten des Vereins befristete Beschäftigung gefunden und sich so wieder besser in die Arbeitswelt integriert.

 

 

 
Stellenausschreibungen

Stellenausschreibungen der SPD Berlin

Der SPD-Landesverband Berlin schreibt zwei Vollzeitstellen im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit aus:

Bewerbungsschluss ist der 4. November 2016.

 
Stellenausschreibungen

Stellenausschreibungen der AWO Berlin

Die Arbeiterwohlfahrt Berlin hat zwei Stellen im Assistenzbereich Vorstand/LGF und Presse-/Öffentlichkeitsarbeit ausgeschrieben.


Die Bewerbungsfrist endet am 28. bzw. am 31. Oktober 2016

 

 

Mitte: Bündnis 90/Die Grünen und SPD einigen sich auf Bezirksamtsbildung

Bündnis 90/Die Grünen und SPD haben sich in MItte auf eine Zusammenarbeit bei der Bildung des Bezirksamts und in der BVV geeinigt und werden die Ergebnisse ihren jeweiligen Gremien zur Zustimmung empfehlen. Neuer Bezirksbürgermeister soll Stephan von Dassel von Bündnis 90/Die Grünen mit den Ressorts Personal und Finanzen werden. Der SPD steht das Vorschlagsrecht für die Abteilung Stadtentwicklung, Gesundheit und Soziales zu. Da beide Fraktionen mit 14 Mitgliedern in der Bezirksverordnetenversammlung gleich stark sind, einigten sich die Parteien auf eine zeitliche Aufteilung des Vorsteherpostens. Beginnen wird Sascha Schug von der SPD, der sein Amt nach 2,5 Jahren mit dem jetzigen und zukünftigen stellvertretenden Vorsteher Frank Bertermann tauschen wird. Die genaue Ressortaufteilung aller fünf Abteilungen steht noch nicht fest, da sowohl der Linken als auch der CDU die Gelegenheit zur Festlegung einer passenden Abteilung gegeben werden soll. Die Vereinbarung zur Wahl des Bezirksamts und des BVV-Vorstandes wird ergänzt durch organisatorische und inhaltliche Festlegungen zur Zusammenarbeit von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD.

Ziel beider Parteien ist es, durch eine kooperative Zusammenarbeit aller Parteien für die Probleme im Bezirk Mitte praktikable Lösungen im Sinne seiner Bewohner und Bewohnerinnen zu finden.

 

Neukölln: Unterzeichnung der Zählgemeinschaftsvereinbarung

Auf ihrer Kreisdelegiertenversammlung am vergangenen Freitag votierte die SPD Neukölln einstimmig für die ausverhandelte Zählgemeinschaftsvereinbarung mit den Grünen Neukölln. Die Unterzeichnung der Zählgemeinschaftsvereinbarung findet am Montag, dem 24.10. um 19 Uhr im Rathaus Neukölln statt. Die Kreisvorsitzenden und Fraktionsvorsitzenden werden dort die Vereinbarung gemeinsam unterschreiben.  „Unter dem Titel: ‚SOZIAL. WELTOFFEN. INNOVATIV.‘ haben wir mit den Grünen 150 Vorhaben für Neukölln für 2016 - 2021 in 14 Kapiteln vereinbart. Ich freue mich, dass wir in konstruktiven Verhandlungen zu guten Ergebnissen für Neukölln gekommen sind und es jetzt losgehen kann, erklärte Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey, die zugleich Kreisvorsitzende der Neuköllner SPD ist.

Die Konstituierung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) erfolgt am 27. Oktober.

 

 

Reinickendorf: SPD und CDU vereinbaren Ressortzuschnitt im Bezirksamt

Die SPD Reinickendorf und die CDU Reinickendorf haben sich über die Aufgabenverteilung zwischen dem Bezirksbürgermeister und den Stadträten für die Amtsperiode 2016 bis 2021 verständigt. Demnach werden bei Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) die Abteilung Finanzen, Personal, Stadtentwicklung und Umwelt angesiedelt. Der stellvertretende Bürgermeister Uwe Brockhausen (SPD) leitet die Abteilung Wirtschaft, Gesundheit, Integration und Soziales. Katrin Schultze-Berndt (CDU) übernimmt das Ressort Bauen, Weiterbildung und Kultur und Tobias Dollase (parteilos, für CDU) verantwortet die Bereiche Familie, Schule, Jugend und Sport.

Jörg Stroedter, Kreisvorsitzender der SPD-Reinickendorf: “Wir setzen die gute Zusammenarbeit der letzten Jahre im Bezirksamt fort. Das gemeinsame Ziel ist, das Leben für alle Menschen in Reinickendorf sozial gerecht zu gestalten.”

Die AfD, der nach dem Wahlergebnis ein Stadtrat zusteht, erhält das Ressort Bürgerdienste und Ordnungsamt.

 

Spenden für die Berliner SPD

Danke für Deine Spende
 

Die politische Arbeit der Berliner SPD finanziert sich zu einem großen Teil aus den Mitgliedsbeiträgen und Spenden der 17.000 Mitglieder. Sie können diese Arbeit mit Ihrer Spende unterstützen.

 

Hurrikan Matthew: AWO International ruft zur Hilfe für Haiti auf

Hurrikan Matthew hat am Dienstag vergangener Woche weite Teile Haitis verwüstet. Das Ausmaß der Zerstörung wird Tage nach dem Hurrikan immer deutlicher: Nach Angaben der Vereinten Nationen benötigen 1,4 Millionen Menschen dringend humanitäre Hilfe. Mehr als 1.000 Menschen sind ums Leben gekommen. Zahlreiche Häuser wurden zerstört, die Überschwemmungen haben große Teile der Ernte vernichtet. Helfer*innen vor Ort befürchten eine Cholera-Epidemie. Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt und hat die Folgen des schweren Erdbebens von 2010 noch nicht verkraftet.
AWO International hat umgehend 10.000 Euro aus dem Nothilfefonds für Hilfsmaßnahmen in Haiti zur Verfügung gestellt und ruft gemeinsam mit dem Bündnis Aktion Deutschland Hilft zu Spenden für die betroffenen Menschen auf.

Hier online spenden

Spendenkonto AWO International
Stichwort "Hurrikan Matthew Haiti"
IBAN: DE83 1002 0500 0003 2211 00         
BIC: BFSWDE33BER

 

 

Tempelhof: Aufruf zur Beteiligung an der Bürgerwahl zur Feldkoordination

Nachdem im Juni dieses Jahres der Entwicklungs- und Pflegeplan (EPP) für das Tempelhofer Feld vom Abgeordnetenhaus zur Kenntnis genommen wurde, beginnt nun die Umsetzung der im EPP beschriebenen Maßnahmen. Der EPP definiert, auf Basis des im Mai 2014 per Volksentscheid verabschiedeten Gesetzes zum Erhalt des Tempelhofer Feldes, den Rahmen und die Leitlinien für die weitere Entwicklung des ehemaligen Flugfeldes. Zunächst soll das sogenannte Beteiligungsmodell die künftige Zusammenarbeit zwischen Bürgerschaft, Politik und Verwaltung regeln. In diesem Rahmen findet am 14.11.2016 von 18:00 bis 21:00 Uhr in der Zollgarage des ehemaligen Flughafens Tempelhof die selbstorganisierte Bürgerwahl zur Feldkoordination statt.
Die Aufgabe der Feldkoordination ist es, die Umsetzung des Entwicklungs- und Pflegeplans gemeinsam und auf Augenhöhe mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und der Grün Berlin GmbH koordinierend und vernetzend zu gestalten. Die Feldkoordination unterstützt das Feldforum bei der Umsetzung des EPP für das Tempelhofer Feld.
Auf dem Feldforum werden alle Themen zum Tempelhofer Feld vorgestellt, diskutiert und Empfehlungen für das weitere Vorgehen erarbeitet. Das Feldforum führt die konsensorientierte Zusammenarbeit fort und steht allen offen. 
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind dazu aufgerufen sich an der Bürgerwahl zu beteiligen. Weitere Informationen sowie das Formular zur Aufnahme in die Kandidatenliste (bis zum 30.10.2016) sind auf der Onlinebeteiligungsplattform www.tempelhofer-feld.berlin.de bereitgestellt.

 
25. Oktober

Buchvorstellung "Die Zukunft der Eurozone"

Im Gespräch mit den beiden Herausgebern Dr. Philipp Steinberg, Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, und Dr. Alexander Schellinger, Persönlicher Referent des Vorstandsvorsitzenden der Techniker Krankenkasse, stellt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel am 25. Oktober das Buch "Die Zukunft der Eurozone" vor.

Auch wenn das Thema "Euro" zuletzt aus den Schlagzeilen verschwunden ist, bleibt die Zukunft der europäischen Einheitswährung mit gravierenden Herausforderungen konfrontiert. Vor welchen Problemen stehen die Eurozone und damit auch die EU? Welche Reformen sind notwendig und wie können sie durchgeführt werden? Wer entscheidet in der Europapolitik und wie können gegensätzliche Interessen überbrückt werden?

Diesen Fragen widmen sich renommierte Ökonomen, Politologen und Rechtswissenschaftler. Sie analysieren die politischen und sozialen Herausforderungen der EU und machen Reformvorschläge für einen Neuanfang. Dazu gehören detaillierte Vorschläge für ein Eurozonenbudget, einen demokratisch legitimierten Euro-Finanzminister und ein europäisches Kurzarbeitergeld zur Stärkung der sozialen Dimension. Mit Beiträgen u.a. von Daniela Schwarzer, Henrik Enderlein, Jeromin Zettelmeyer und Franz C. Mayer.

 

Buchvorstellung "Die Zukunft der Eurozone", Dienstag, 25.10.16, 17:00 Uhr - Friedich-Ebert-Stiftung, Haus 1, Hiroshimastr. 17, 10785 Berlin

Anmeldung bei der Friedich-Ebert-Stiftung

 

 
27.Oktober

Fachtagung „Humanistische Werte in der Einwanderungsgesellschaft“

Der Humanistische Verband und die Friedrich-Ebert-Stiftung laden am 27. Oktober zu einer Fachtagung über „Humanistische Werte in der Einwanderungsgesellschaft“.

Brauchen die Mitglieder pluralistischer Gesellschaften ein gemeinsames ethisches Leitbild? Erschwert die Betonung der einzelnen kulturellen und religiösen Identitäten unser Zusammenleben oder öffnet sie neue Wege des Miteinanders? Eignet sich angesichts diverser religiöser Identitäten ein weltlicher Humanismus als eine allen gemeinsame Orientierung, die sowohl Verbindendes schafft als auch ausreichend Raum lässt für Eigenes und Besonderes? Was hält die von Pluralität einerseits und Individualismus andererseits geprägte Gesellschaft zusammen? Diese und weitere Fragen werden auf der Fachtagung „Humanistische Werte in der Einwanderungsgesellschaft“ von renommierten Experten aus Wissenschaft, Politik und Praxis diskutiert.

Die Frage, was eine Gesellschaft zusammenhält, stellte sich wahrlich nicht zum ersten Mal, als im Herbst 2015 viele Menschen in Deutschland Schutz und Zuflucht suchten. Nun steht verstärkt die konkrete Ausgestaltung eines guten und respektvollen Zusammenlebens in einer Einwanderungsgesellschaft auf der politischen Tagesordnung. Die Pluralität von Religionen und Weltanschauungen ist dabei nicht die einzige, aber auch nicht die unwichtigste Herausforderung, denn sie spielt eine wichtige Rolle in der Auseinandersetzung um normative Gemeinsamkeiten, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern können.

16.15-17.45 Uhr

Panel 1: Wie viele gemeinsame Werte braucht die Einwanderungsgesellschaft

Welche Rolle spielen Fragen von religiöser oder weltanschaulicher Identität im Alltag? Brauchen multikulturelle und multireligiöse Einwanderungsgesellschaften in Deutschland und Europa von allen geteilte Grundwerte? Diese Fragen diskutieren Dr. Dr. J. Olaf Kleist, Prof. Dr. Riem Spielhaus und Dr. Ralf Schöppner. Moderation: Dr. Dietmar Molthagen

Der Sozialwissenschaftler Dr. J. Olaf Kleist forscht am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. zur Flüchtlings- und Asylpolitik in Deutschland und Europa, zur Migrations- und Erinnerungspolitik, zu Zwangsmigration und politischer Zugehörigkeit. Er ist Projektkoordinator eines Verbundprojektes zur Flüchtlingsforschung in der Bundesrepublik Deutschland, Ko-Koordinator des Netzwerks Grundlagen der Flüchtlingsforschung der Deutschen Forschungsgesellschaft und leitet gemeinsam mit Serhat Karakayali das Projekt Volunteering for Refugees in Europe.

Prof. Dr. Riem Spielhaus ist seit April 2016 Professorin für Islamwissenschaft mit dem Schwerpunkt Bildung und Wissenskulturen an der Georg-August-Universität Göttingen und Leiterin der Abteilung Schulbuch und Gesellschaft. Sie studierte Islamwissenschaften und Afrikawissenschaften und promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin zu Islamdebatten und Selbstpositionierungen von Muslimen in Deutschland. Riem Spielhaus ist Vorstandsmitglied des Rats für Migration.

Dr. Ralf Schöppner ist geschäftsführender Direktor der Humanistischen Akademien Berlin-Brandenburg und Deutschland. Für den Humanistischen Verband Deutschlands e.V. ist der praktische Philosoph als Bundesbeauftragter „Humanismus und Bundeswehr“ aktiv. In seinen Forschungen hat er sich mit der Philosophie von Emmanuel Levinas auseinandergesetzt.

 

18.15-19.45 Uhr

Panel 2: Interkulturalität in Europa und die Suche nach gemeinsamen Werten

Welche Impulse können humanistische und/oder religiöse Organisationen in eine Debatte über die Gestaltung des friedlichen und respektvollen Zusammenlebens einbringen? Und wie können die Bürger_innen, unter Berücksichtigung ihrer jeweils individuellen Migrationserfahrung, bestmöglich in einen solchen Diskurs einbezogen werden? Darüber diskutieren Dr. Nicole Immler, Dr. René Cuperus und Arne Lietz, Moderation: Dr. Ralf Schöppner

Die Historikerin und Kulturwissenschaftlerin Dr. Nicole Immler forscht an der Universität für Humanistische Studien in Utrecht zu Erinnerungskultur, Historiographie und „Oral History“ und Europäischer Zeitgeschichte. In ihren Publikationen und Studien geht sie außerdem intensiv der Identitäts- und Biografieforschung nach und untersucht die Zusammenwirkungen von kulturellem und Familiengedächtnis.

Dr. René Cuperus ist Senior Research Fellow und Direktor für Internationale Beziehungen der Wiardi Beckman Stiftung, einem Think Tank der niederländischen Arbeitspartei (PvdA). Der Politikwissenschaftler ist einer der anerkanntesten Wissenschaftler im Umfeld der europäischen Sozialdemokratie.

Arne Lietz ist seit 2014 Mitglied der Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament. Er ist ordentliches Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und im Entwicklungsausschuss sowie stellvertretendes Mitglied im Unterausschuss für Menschenrechte. Er unterstützt den Verein „SOS Mediterranée“, der seit dem Ende der italienischen Hilfsaktion „Mare Nostrum“ mit dem Schiff MS Aquarius bislang 3.800 Flüchtlinge aus akuter Seenot gerettet und dafür den Europäischen Bürgerpreis erhalten hat.

 

Die Tagung wird von der Humanistischen Akademie Deutschlands e.V. in Kooperation mit der Akademie der Politischen Bildung der Friedrich-Ebert-Stiftung durchführt.

„Humanistische Werte in der Einwanderungsgesellschaft“
Do, 27. Oktober 2016, 16-20 Uhr
Friedrich-Ebert-Stiftung, 10785 Berlin, Hiroshimastraße 17, FES-Haus 1
Anmeldungen bitte per E-Mail an forum.kc@fes.de. Bei Fragen können Sie sich auch an info@humanistische-akademie-deutschland.de wenden.

 
2. November:

Friedrich-Ebert-Stiftung: "Werte und Politik"

Wachsende Ungleichheit und eine fortdauernde Wirtschafts- und Finanzkrise fordern Werte und Programmatik der sozialen Demokratie heraus: Wie beständig und funktionsfähig ist die gegenwärtige Kombination aus Kapitalismus und Demokratie? Welche institutionellen Alternativen hat die Idee einer sozialen Demokratie dem Anschein von Unregulierbarkeit und Alternativlosigkeit entgegenzusetzen? Wie lässt sich aus den Grundwerten der Sozialdemokratie eine zeitgemäße Gesellschaftsidee formulieren? Und was ist die politische Philosophie der Sozialdemokratie? Ein aktualisierter Sozialismus, ein moderater Liberalismus oder ein abgeklärter Pragmatismus?

Politische Praxis kommt ohne politische Philosophie nicht aus. Werte wie Freiheit und Gerechtigkeit bieten grundlegende Orientierung und Maßstab für politische Programme und Vorhaben. Aber auch die Herausforderungen der Tagespolitik werfen Fragen des moralisch richtigen Handelns auf, wobei die Notwendigkeit unter Zeitdruck und unübersichtlichen Umständen Entscheidungen zu treffen nur selten Zeit für längeres Nachdenken und philosophische Reflektion lässt.

Diese Veranstaltung dient dem Dialog zwischen politischer Philosophie und politischer Praxis, zu der wir Sie herzlich am 02. November 2016 hier in die Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastr. 17 in 10785 Berlin einladen.

 

Programm:

18.00 Uhr - Begrüßung / Dr. Manuela Erhart - Abteilungsleiterin Politischer Dialog, FES

Diskussion mit:
Prof. Dr. Rahel Jaeggi - HU Berlin
Prof. Dr. Christoph Möllers - HU Berlin
Dr. Ralf Stegner - stv. Vorsitzender SPD

Moderation: Ute Welty - Journalistin
19.30 Uhr - Ausklang bei kleinem Imbiss

Bitte melden Sie sich bis zum 28. Oktober 2016 per Mail an: forumpug@fes.de

 
Neuer Termin: Finissage am 8. November:

Kulturforum zeigt Porträts von Hans Scheib

Hans Scheib
 

Bekannt ist Hans Scheib als Bildhauer. Eindrucksvolle, oft farbige und vielfach großformatige Plastiken von ihm sind in der Nationalgalerie, im Dresdener Albertinum,  dem Leipziger Grassimuseum oder der Berlinischen Galerie zu finden. Eine Ausstellung des Kulturforums Stadt Berlin der Sozialdemokratie zeigt jetzt eine weitere Seite seiner künstlerischen Arbeit.
„Viele kennen und lieben bereits die Kraft und die Originalität der Holzskulpturen von Hans Scheib“, so Winfried Sühlo vom Vorstand des Kulturforums. „Unsere Ausstellung will mit einem anderen Genre des Berliner Künstlers vertraut machen: seinen mit kalter Nadel radierten Porträts von Zeitgenossen - Politikern, Künstlern, Dichtern, Freunden. Es entstand über die Jahre eine Folge faszinierender Blätter, die persönliche Sicht des Künstlers, seinen Weg durch die Zeit beschreibend, ein Panorama unserer Tage.“
Hans Scheib wurde 1949 in Potsdam geboren, er lernte Schriftsetzer und studierte von 1971 bis 1976  an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Im Prenzlauer Berg begann er seine freiberufliche Tätigkeit. Holz, damals in Bildhauerwerkstätten eher selten im Einsatz, wurde aus Kostengründen zu seinem bevorzugten Material.  Die Auseinandersetzung mit der DDR-Obrigkeit führte den Sohn eines Kommunisten 1985 nach West-Berlin.  In Charlottenburg setzte er seine künstlerische  Arbeit fort. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland folgten.  In seinen unverwechselbaren Porträts gibt er Politikern wie Egon Bahr (Foto oben) oder Künstlern wie Heiner Müller mit seinen Strichen Kontur.                          

Ausstellung Hans Scheib,  bis  4. November 2016, Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstr. 163, 13353 Berlin,  Öffnungszeiten der Galerie: Mi, Do, Fr 16 - 18  h und  nach tel. Absprache 030 883 7914 + 4692 150
Finissage (neuer Termin!): Dienstag, 8. November 2016, 19 Uhr

 
Ausstellung: 11. November bis 2. Dezember 2016

Ist das Barock oder kann das weg?

Das August Bebel Institut zeigt in der Galerie, Müllerstr. 163, ab 11. November eine Ausstellung des Kuratorenteams »Neudeuter« und Musenkuss e.V. Ira von Kunhardt, Annette Paul, Holger Plickert, Thomas Schubert.

Ende Mai 2016 wurde in Potsdam eine Ausstellung mit der Frage: »Ist das Stadt oder kann das weg?« gezeigt.  Das Kuratorenteam »Neudeuter« regte eine Neudiskussion der Gestaltung Potsdams an. Nachdem die DDR wenig für die Erhaltung alter Bausubstanz getan hatte, beschlossen die Stadtverordneten 1990 eine »behutsame Wiederannäherung an das charakteristische, historisch gewachsene Stadtbild«. Diskutiert wird jetzt die Gefahr, dass wichtige Gebäude aus der DDR-Zeit aufgrund des Beschlusses weichen müssen.

Ist die Orientierung einer lebendigen Innenstadt im 21. Jahrhundert an barocken Maßstäben noch sinnvoll? Was bedeutet das für die Diskussion über die Berliner Innenstadt? Wie bezieht sich diese Frage auf das Humboldt-Forum und andere Projekte?

Das August Bebel Institut zeigt Ergebnisse einer Stadtwerkstatt in Potsdam vom März 2016, bei der Bürger*innen eingeladen wurden, gemeinsam neue Sichtweisen auf das Bestehende zu entwickeln und nach alternativen Lösungen zur Weiterentwicklung der Potsdamer Mitte zu suchen.

Vier Filme mit dem Titel »Der Stein der Weisen – Videos der Potsdamer Alchimisten« zeigen Ansätze, wie in Potsdam aus Beton Gold gemacht werden könnte.  Tom Korn hat Architektur in Teppichkunstwerken zu einem »flauschigen Realismus« verarbeitet. Die Künstlerin Kathrin Ollroge stellt einen »Raum für Gedanken« in die Galerie. In ihm können Gedanken über die Stadt entwickelt werden. Daneben hängen Porträtfotos von Bewohner*innen des »Staudenhofs« – ein dem Abriss geweihtes Wohnprojekt.

Öffnungszeiten: Mo–Fr, 14–18 Uhr
Weitere Informationen:
facebook.com/neudeuter
www.musenkuss-potsdam.jimdo.com

 

Fr 11. November, 19–21 Uhr Vernissage

Mit: Joachim Günther [Vorsitzender Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie e.V.] und dem Kuratorenteam »Neudeuter« Ira von Kunhardt, Annette Paul, Holger Plickert und Thomas Schubert

Anmeldung erbeten unter anmeldung@august-bebel-institut.de

 

Heute zum Download: Berliner Stimme Nummer 21/22-2016

Die Ausgabe 21/22-2016 der Abonnementszeitung Berliner Stimme ist erschienen (zum Download der Ausgabe (PDF-Dokument, 542.8 KB)). Mit einem Abonnement der Berliner Stimme erhalten Sie jede Ausgabe regelmäßig per Post oder Mail. Zum  Abonnement (PDF-Dokument, 113.5 KB) (PDF-Bestellformular).  In der aktuellen Ausgabe lesen Sie unter anderem:  

Neustart nimmt Konturen an: SPD, Linke und Grüne setzen sich in den Koalitionsverhandlungen gemeinsame Ziele.  ----   Schritt zu mehr Lohngerechtigkeit: SPD setzt Gesetzentwurf von Manuela Schwesig durch.  -----    Sylvia-Yvonne Kaufmann: EU-Parlament gegen Folter und Todesstrafe.   -----  „Vielzahl von Faktoren“: SPD-Arbeitsgruppe legt Wahlanalyse vor.  ---- Gute Nachbarschaft organisieren: Ephraim Gothe über Anforderungen an eine  Wohnraumversorgung für Geflüchtete.  -----  Ingo Siebert über die fragmentierte Stadt: Die Berliner Wahlen aus Sicht der Stadtforschung - Beginn einer Debatte.  -----  „Beherzt vorangehen“: Cansel Kiziltepe und Lothar Binding zur Debatte um die europäische Finanztransaktionssteuer.  ----  Kein Burgfrieden im Blatt: Der „Vorwärts“ im Prozess der Parteispaltung 1916.
Weitere Themen u.a.: die Stärkung der Pflegeversorgung,  die Veränderungen in der Arbeitswelt, Buchtipps, Hinweise auf Veranstaltungen, viele Termine. Die nächste Ausgabe erscheint nach den Herbstferien am 12. November 2016. Unsere E-Mail-Ausgabe ist bereits zwei Tage vorher bei den Abonnentinnen und Abonnenten.

Anregungen, Briefe, Hinweise und Beiträge sind uns herzlich willkommen. Und wenn Sie die Berliner Stimme informativ, anregend oder nützlich finden, dann empfehlen Sie sie bitte weiter. Ihre Unterstützung macht aus der Berliner Stimme auch in Zukunft ein lebendiges Diskussionsforum.
Die Redaktion freut sich über Diskussionsbeiträge an berliner.stimme@spd.de und natürlich über Abonnements (PDF-Dokument, 113.5 KB)(PDF-Bestellformular).

 

Vorwärts Berlin - Ausgabe Oktober/November 2016 ist online

Im Berlinteil zieht Michael Müller eine Bilanz der Wahl. Die Koalitionsverhandlungen laufen, SPD-Landesgeschäftsführer Dennis Buchner blickt auf den Wahlkampf zurück. In den Bezirken stehen Veränderungen an. 

 

Termine

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