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Landesparteitag II/2017

Landesparteitag der Berliner SPD am 11. November

SPD-Landesparteitag im InterConti Berlin
 

Am kommenden Samstag, 11. November 2017, kommt die Berliner SPD zu ihrem zweiten Landesparteitag in diesem Jahr zusammen. Als Gast erwarten wir Andrea Nahles, Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Auf der Tagesordnung stehen darüber hinaus u.a. eine Rede unseres Landesvorsitzenden Michael Müller, Impulse von Neumitgliedern für die Arbeit in der SPD, ein Impulspapier Sicherheitspolitik in Berlin und die Beratung von Anträgen.

Der Berliner SPD-Landesparteitag findet ab 10 Uhr (Einlass ab 9 Uhr) im InterContinental Berlin (Budapester Str. 2) statt, er wird auch wieder als Livestream auf unserer Homepage, auf unserer Facebook-Seite und bei Youtube übertragen. Während des Parteitags berichten wir mit dem Hashtag #lpt17 fortlaufend und aktuell auf unserem Twitter-Account

Informationen zum Ablauf und zu den Anträgen:

 

 
Landesparteitag II/2017

Solidarische Sicherheit in Zeiten sozialer und digitaler Spaltung

Knoten mit rotem und blauem Seil

© Adobe Stock / psdesign1

 

Auf dem Landesparteitag am 11. November 2017 wird der Initiativantrag "Solidarische Sicherheit in Zeiten sozialer und digitaler Spaltung" beraten.

Die Sozialdemokratie steht in Europa vor großen Herausforderungen. Nach dem herben Schlag bei der Bundestagswahl wird sich die SPD in einem breiten Erneuerungsprozess neu aufstellen: Wir müssen auf die globalen gesellschaftlichen Entwicklungen eine sozialdemokratische Antwort finden: Wie gehen wir mit dem immer stärkeren Auseinanderdriften von Arm und Reich, dem Erstarken eines Rechtspopulismus, der unsere demokratischen Werte in Frage stellt, einer permanenten Angst vor einem terroristischen Anschlag sowie der Digitalisierung, die viele Arbeitsplätze wegautomatisiert, aber gleichzeitig neue Chancen schafft, um?

Die Berliner SPD steht für soziale und persönliche Sicherheit in unserer Stadt. Nur eine Gesellschaft, die soziale und innere Sicherheit miteinander in Einklang bringt, ist eine solidarische Gesellschaft. Der Initiativantrag beschreibt dieses Zusammenspiel von sozialer und persönlicher Sicherheit.

Unter der Überschrift "Soziale Sicherheit" befasst sich unser Initiativantrag mit den bildungspolitischen Herausforderungen, mit bezahlbarem Wohnraum, Absicherung gegen Armut, der Gesundheitsversorgung und guter Arbeit. Hier wird auch das von Michael Müller vorgeschlagene solidarische Grundeinkommen aufgegriffen.

Das zweite Kapitel zur "inneren Sicherheit" widmet sich unter anderem dem staatlichen Gewaltmonopol, dem Rechtsstaat und individuellen Freiheitsrechten, den Themen Kriminalität, Gewalt und Strafverfolgung sowie Terrorabwehr und Katastrophenschutz.

 
Gastbeitrag von Michael Müller im Tagesspiegel

Wandel und Umbruch - mit Sicherheit

Michael Müller
 

In einem am 29. Oktober 2017 im Tagesspiegel erschienenen Beitrag fordert der Berliner SPD-Landesvorsitzende und Regierende Bürgermeister Michael Müller ein solidarisches Grundeinkommen, um eine solidarische Gemeinschaft zu gestalten, „in der jeder nach seiner Möglichkeit etwas einzahlt – mittels Steuern und einer Bürgerabgabe, oder eben durch seine Solidar-Arbeit, für die er ein Solidar-Grundeinkommen erhält.“ Denn auch zukünfig werde es viele Menschen geben, die aus verschiedenen Gründen nicht fit für den Arbeitsmarkt sind. Das Recht auf soziale und persönliche Sicherheit, gute Bildung für alle und Arbeit als Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe sind für die Sozialdemokratie von zentraler Bedeutung.

Arbeit ist genug da, z.B. Sperrmüllbeseitigung, Säubern von Parks, Bepflanzen von Grünstreifen, Begleit- und Einkaufsdienste für Menschen mit Behinderung, Babysitting für Alleinerziehende, deren Arbeitszeiten nicht durch Kita- Öffnungszeiten abgedeckt werden, vielfältige ehrenamtliche Tätigkeiten wie in der Flüchtlingshilfe, als Lesepatin oder im Sportverein als Übungsleiter und und und. Michael Müller regt an, "das Geld für die bürokratische Verwaltung von Arbeitslosigkeit und Sozialhilfe [...] besser für ein solidarisches Grundeinkommen ein[zusetzen], das fair bezahlte Arbeit für das Individuum und für die Gemeinschaft schafft. Denn Arbeit führe zu Anerkennung und Teilhabe und bei vielen auch zum Wunsch nach weiterem Aufstieg.

Zustimmung zum solidarischen Grundeinkommen gibt es unter anderem vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann sagte zum Tagesspiegel: Der Denkanstoß eines solidarischen Grundeinkommens geht in die richtige Richtung, wenn damit, wie von Müller angedacht, ein sozialer Arbeitsmarkt gefördert wird." Auch der stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Ralf Stegner unterstützt Michael Müllers Vorstoß.

In seinem Beitrag geht der Landesvorsitzende außerdem auf die positive Entwicklung Berlins und Themen Digitalisierung, Arbeit 4.0, innere und soziale Sicherheit und Aufstieg durch Bildung ein.

 

SPD in Bewegung | 200 Neumitglieder im Willy-Brandt-Haus

© SPD Berlin

 

Unsere Neumitglieder haben klare Ideen und Erwartungen für ihr Engagement. Mehr Online-Angebote und digitale Partizipation, ein Mentoringprogramm, Bildungsangebote und eine offene Debattenkultur. Das interaktive Format des Neumitgliedertreffens vergangenen Freitag wurde dabei schon einmal gelobt.

Seit Jahresbeginn zählt die SPD Berlin 2.300 neue Genossinnen und Genossen. Sie machen 13% des Landesverbandes aus. Berlin ist damit bundesweit Spitze! 200 von ihnen kamen zum Treffen „SPD in Bewegung“. Im Willy-Brandt-Haus diskutierten sie mit dem Landesvorsitzenden, Bundestagsabgeordneten, Bezirksbürgermeisterinnen, Kreisvorsitzenden und weiteren Verantwortungsträgern über Zukunftsthemen und Gestaltungsmöglichkeiten in der SPD.

Wichtigste Gründe für den Parteibeitritt sind die Verhinderung der Spaltung der Gesellschaft sowie die Stärkung der Demokratie und des sozialen Friedens. Auch die klare Linie nach der Wahlniederlage und der Gang in die Opposition überzeugte viele, die SPD dabei zu unterstützen, über den Neuanfang Vertrauen und Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung zurückzugewinnen. Unter einer Schwarz-Gelb-Grünen Mehrheit im Bundestag empfehlen sie, insbesondere auf Bildung, gute Arbeit in digitalen Zeiten sowie auf ein soziales Europa zu setzen.

 

Schulbauoffensive nimmt an Fahrt auf

5,5 Milliarden Euro werden innerhalb von zehn Jahren in Berliner Schulen investiert. Das Geld fließt in neue und alte Schulgebäude, in die Sanierung, den Aufbau und die Rekonstruktion von Bildungseinrichtungen. Das Konzept „Schulbau und Finanzierung“ ist eine immense Chance und gleichzeitig ein riesiger Kraftakt für Bildungseinrichtungen und Bezirke.

Mark Rackles, stellvertretender Landesvorsitzender, äußerte sich erfreut über den Durchbruch, den der gestern beschossene 10-Punkte-Plan für die Schulsanierung bedeutet:

„Mit dem 10-Punkte-Plan zeigen die Berliner Bezirke, dass das Thema Schulsanierung auch bei ihnen höchste politische Priorität hat und die Bereitschaft zur notwendigen überbezirklichen Kooperation besteht. Mit den geplanten drei Regionalverbünden kann die Effizienz der bisherigen Sanierungstätigkeit deutlich gesteigert werden. Damit kommt die gemeinsame Schulbauoffensive des Senats einen deutlichen Schritt voran“

Befürchtungen, dass die Schulen durch die noch neu zu gründende Tochtergesellschaft der Howoge an Dritte weiterverkauft werden könnten, entkräftet der Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen:

„Wir untersuchen zwei Modelle. Das erste Modell mit einem Erbbaurecht schließt automatisch die Rückführung ein, weil das Erbbaurecht (z.B. auf 30 Jahre) befristet ist. Das zweite Modell basiert auf einem beidseitigem langfristigem Mietvertrag, der aber auch von Anfang an ein Ende kennt (z.B. nach 30 Jahren, wenn die Sanierungsmaßnahme abgeschrieben und die Immobilie dann wieder klassisch vom Bezirk betrieben wird).“

 

Senat beschließt höhere Mietzuschüsse

Auf seiner heutigen Sitzung hat der Senat beschlossen, die Mietzuschüsse für einkommensschwache Haushalte ab 2018 zu erhöhen. Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen dazu: „Möglichst viele Menschen sollen in ihrem bisherigen Wohnumfeld verbleiben können. Deshalb hat sich der Senat auf die Einführung eines sogenannten Umzugsvermeidungszuschlags verständigt. Konkret geht es um die Mieten von Betroffenen, die den aktuellen Richtwert nicht um mehr als zehn Prozent übersteigen. In solchen Fällen ist unter wirtschaftlichen Aspekten von kostensenkenden Maßnahmen abzusehen. Mithilfe dieser Vorschrift leistet der Senat einen großen Beitrag zum Erhalt der sozialen Mischung in den Kiezen.“ Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Die sozialpolitischen Sprecherinnen der SPD-Fraktion Ülker Radziwill ergänzt: „Die heute beschlossene Neufassung der Ausführungsvorschrift für die Übernahme von Wohnkosten (AV Wohnen) ist ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen die soziale Spaltung der Stadt. Durch die Einbeziehung der in der Single-Hauptstadt Berlin besonders begehrten kleinen Wohnungen unter 40 Quadratmeter sowie der mittleren Wohnlagen sind die Richtsätze der AV-Wohnen spürbar angestiegen und entsprechen jetzt eher den Realitäten in Berlin. Durch die neuen Richtsätze sind die Mieten von 86.000 Bedarfsgemeinschaften wieder angemessen. Insbesondere für 18.000 Familien und ca. 16.000 Alleinerziehende mit einem oder mehreren Kindern bedeutet das, dass sie ihre Miete nicht mehr aus dem Kühlschrank bezahlen müssen.Die neue AV Wohnen ist ein gemeinsamer Erfolg dieser Koalition und ein großer Schritt auf dem Weg hin zu einer sozialen Stadt für alle.“

 

Bundesrat für eine neue Liegenschaftspolitik

Am vergangenen Freitag brachte der Bundesrat einen Gesetzesantrag zu einer neuen Liegenschaftspolitik des Bundes auf den Weg. Ziel des Antrages ist es, dass Länder und Kommunen auch in Zukunft Grundstücke für den sozialen Wohnungsbau erwerben können. So soll der Bund künftig seine eigenen Flächen günstig zur Verfügung stellen, statt sie – wie bisher – an den Meistbietenden zu verkaufen. Der Bundesrat folgte damit einem Initiative der Länder Berlin, Brandenburg und Bremen.

 

10. November: Historische Kommission: Gedenkstunde für Helga Grebing

Die am 25. September 2017 im Alter von 87 Jahren verstorbene Helga Grebing zählt zu den bedeutendsten Historikern der deutschen Arbeiterbewegung; sie war zugleich eine sozialdemokratische Intellektuelle. Seit 1948 Mitglied der SPD begleitete sie kritisch deren Arbeit über fast 70 Jahre. Sie gehörte der Historischen Kommission beim Parteivorstand seit der Gründung im Jahre 1982 an und war eine ihrer wesentlichen Stützen.

Die Historische Kommission lädt zu einer Stunde der Erinnerung an Helga Grebing und die Würdigung ihres Lebenswerkes ein.

Freitag, 10.November 2017, Beginn 13 Uhr (Einlass 12.30 Uhr)

Willy-Brandt-Haus, HJV Saal, Wilhelmstraße 141,10963 Berlin

Die Einladung als PDF zum Download (PDF-Dokument), Anmeldung unter http://spdlink.de/HiKo

 

14. November: August Bebel Institut: Erinnern an die Revolution. 1848–1918–2018

Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Welche Revolution(en) werden wir erlebt haben werden?“ des Instituts für Widerstand im Postfordismus

2018 ist ein Jahr revolutionärer Erinnerungen: 100 Jahre Revolution in Deutschland, 200 Jahre Marx und 170 Jahre Revolution von 1848. Daten deutscher und europäischer Demokratiegeschichte. Sie stehen für den epochenübergreifenden Kampf um Freiheit, politische Partizipation und soziale Gerechtigkeit. Berlin war neben anderen Städten in Europa ein Zentrum emanzipatorischer Bewegungen. Wie wollen wir erinnern? Welche Bezüge wollen wir herstellen? Welche Kraft können wir aus der Erinnerung für die aktuellen Kämpfe gegen postfaktische Erzählungen und autoritär-nationalistische Bewegungen in Europa gewinnen?

Mit: Meik Woyke (Archiv der sozialen Demokratie – Friedrich-Ebert-Stiftung),

Susanne Kitschun (Leiterin des Friedhofs der Märzgefallenen)

Erinnern an die Revolution. 1848–1918–2018

Dienstag,  14. November 2017, 19–21 Uhr

Anmeldung erbeten unter anmeldung@august-bebel-institut.de

 

16. November: Friedrich-Ebert-Stiftung: Herausforderungen für eine Politik des demokratischen Zusammenhalts

Demokratie steht für Selbstbestimmung, Freiheit und Teilhabe – allesamt Errungenschaften, die in Deutschland seit 1949 selbstverständlich geworden sind. Vielleicht etwas zu selbstverständlich? Demokratie bedarf der Zustimmung und der aktiven Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Sie ist kein Selbstläufer, sie muss immer wieder erkämpft und mit konkretem Leben gefüllt werden.  Das  zeigt  aktuell  nicht  nur  ein  Blick  ins  Ausland.  Auch hierzulande scheint unser demokratisches Gemeinwesen aus unterschiedlichen Gründen unter Druck zu geraten.

Rechtspopulistische  Bewegungen  stellen  demokratische  Grundwerte wie Toleranz, Offenheit und Vielfalt öffentlich in Frage und demonstrieren eine teils vehemente Ablehnung gegenüber den demokratischen Institutionen. Darüber hinaus schlägt  sich  die  soziale  und  kulturelle  Ungleichheit  in der  Bevölkerung in ungleicher demokratischer Teilhabe nieder und befördert so eine Spaltung der Gesellschaft.

Die Demokratie ist gefordert, sich immer wieder neuen gesellschaftlichen  Entwicklungen  anzupassen  und  die Teilhabe  aller zu gewährleisten. Dies gilt insbesondere für Deutschland als  Einwanderungsland, in dem Migrantinnen und Migranten politisch noch nicht ausreichend partizipieren. Gerade in einer vielfältigen  Gesellschaft  ist  die  demokratische  Beteiligung  aller eine Voraussetzung für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Welchen Herausforderungen, welchen Fliehkräften steht unsere Demokratie aktuell gegenüber? Wie können wir ihnen begegnen, um den demokratischen Zusammenhalt langfristig zu sichern und unsere Demokratie zukunftsfest zu machen.

Herausforderungen für eine Politik des demokratischen Zusammenhalts

Donnerstag, 16. November 2017, ab 14 Uhr

Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin, Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin

Anmeldung und weitere Informationen unter diesem Link (PDF-Dokument).

 

17. November: Friedrich-Ebert-Stiftung: Nach der Wahl ist vor der Wahl. Wahlanalyse 2017. Projekte Pitch.

Die Bundestagswahl ist vorbei und die Ergebnisse stehen fest. In den vergangenen Monaten haben viele Projekte, Workshops und Veranstaltungen stattgefunden, die insbesondere auch auf das junge Wählerklientel konzentriert war. Ziel war es, möglichst viele junge WählerInnen an die Wahlurnen zu bekommen, die dann auch demokratisch wählen.

Die FES möchte AnbieterInnen politischer Jugendbildung und Interessierten im Rahmen der Veranstaltung "Nach der Wahl ist vor der Wahl ..." die Möglichkeit bieten, sich zu vernetzen und auszutauschen.

Welche Formate wurden angeboten, was ist gut gelungen, wo gab es Fallstricke, wie steht es um die Nachhaltigkeit der Projekte und wie bewerten wir die Wahlergebnisse mit dem Blick auf die jungen WählerInnen? So soll über die Erfahrungen der letzten Monate gesprochen werden, um gemeinsam neue Ideen, Projekte und Formate zu entwickeln, ganz nach dem Motto: nach der Wahl ist vor der Wahl.

 

Für MultiplikatorInnen und AnbieterInnen der politischen Jugendbildung

Freitag, 17. November 2017, 9 bis 16.30 Uhr

Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 17 (Haus 1), 10785 Berlin

Informationen zur Anmeldung gibt es in der Einladung (PDF-Dokument, 129.1 KB).

 

18. November: August Bebel Institut: Anders Wohnen – aber wie?

Viele Menschen möchten gerne „anders wohnen“ – in einem gemeinschaftlichen Umfeld mit Menschen, die ihren Alltag teilen und sich gegenseitig unterstützen. Wer die finanziellen Möglichkeiten hat, findet leicht eine Baugruppe. Doch welche Möglichkeiten gibt es darüber hinaus für Menschen mit wenig Geld? Wie funktionieren selbstverwaltete Hausprojekte in Berlin und anderen großen oder kleineren Städten oder auf dem Land?

Leitung: Elisabeth Voß (Betriebswirtin und Publizistin, Schwerpunkt Solidarische Ökonomien, NETZ für Selbstverwaltung und Kooperation Berlin-Brandenburg e.V.)

Samstag, 18. November, 10–17 Uhr

Anmeldung bis 13. November unter anmeldung@august-bebel-institut.de

 

22. November: August Bebel Institut: Warten auf die Revolution – Arbeiterbewegung und Sozialismus

Im vierten Teil unserer „theorie.org“-Reihe stellt Ralf Hofrogge seinen Band über die Arbeiterbewegung vor dem Ersten Weltkrieg in Deutschland und Österreich vor. Im Zentrum des Vortrags steht die Herausbildung einer "Protestidentität" der Arbeiter*innen nach der 1848er Revolution. Fokussiert werden die Revolutionshoffnungen und Erwartungen in der sozialistischen Bewegung. Dabei wird auch die These »von der Unmöglichkeit, eine Revolution zu machen, weil sie sich selber macht«, erörtert, die nicht zuletzt bei Karl Kautsky ins „Revolutionäre Abwarten“ gipfelte (Attentismus).

Mit: Ralf Hofrogge (Historiker und Autor)

Mittwoch, 22. November 2017, 19–21 Uhr

Anmeldung erbeten unter anmeldung@august-bebel-institut.de

 

24. und 25. November: BARCAMP VIELFALT

Am 24. (ab 18 Uhr) / 25. (ab 10 Uhr) November findet die jährliche Klausur der AG Migration und Vielfalt findet statt.  Jeder und jede Interessierte ist herzlich eingeladen! Ob AG-Mitglied, SPD Mitglied oder auch nicht – uns verbindet Vielfalt.

Diesmal soll etwas Neues erprobt werden: Das BARCAMP VIELFALT. Das Selbstverständnis der AG Migration und Vielfalt Berlin ist es, progressive Ideen für unser Zusammenleben zu entwickeln und in die SPD Berlin hineinzutragen. Wir wollen Impulse geben und die Vernetzung untereinander unterstützen. Mit unserem BARCAMP VIELFALT soll ein Raum für Ideen und Visionen geschaffen werden. Keine großen Podien, keine steifen Reden, sondern viele kleine Workshops bieten den Rahmen für eine kreative Atmosphäre. Alle gestalten gemeinsam das Programm und entscheiden über die Themen.

 So geht's:

1) Anmelden unter: zielgruppen.berlin@spd.de  und unbedingt angeben, ob du Kinderbetreuung brauchst (und falls du nur zeitweise teilnimmst, bitte die ungefähre Zeitspanne).

2) Komm am 24./ 25. ins Kurt-Schumacher-Haus und bestimm mit, über welche Themen wir diskutieren. Direkt zu Beginn des zweiten Tages, am 25. 11. werden alle Sessions vorgestellt.

3) Gestalte deine eigene Session - melde sie im Vorfeld an oder bring – gerne auch spontan – deine Themenvorschläge ein. Eine Session dauert ca. eine halbe Stunde. In der Gestaltung bist du frei, es kann eine Diskussion mit einer Eingangsfrage sein, ein Vortrag, oder eben ein ganz anderes kreatives Format.

 4) Diskutier mit, tausch dich aus und starte neue spannende Projekte. Vernetz dich, nicht nur bei den Sessions sondern auch beim entspannten Mittagssnack.

 

27. November: Historische Kommission Berlin: "Never Ending Story" der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung

In der Reihe der "Never Ending Story" der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung um hundert Jahre zeitversetzt beschäftigen wir uns dieses Mal vor allem mit den Ereignissen des Jahres 1917 – dabei werden uns die Februarrevolution in Russland sowie der Oktoberputsch Lenins in St. Petersburg und ihre Wirkung auf die Diskussion in der deutschen Sozialdemokratie beschäftigen, die geprägt wurde von der Gründung der USPD im April 1917, der Rolle der Spartakusgruppe, den Versuchen der MSPD und der bürgerlichen Parteien für einen "Verständigungsfriedens" bis zu den Januarstreiks 1918.

Diskussionspartner/innen: Ingrid Fricke (Biografin von Franz Künstler 1988-1942, vor 1933 Vorsitzender der Berliner SPD und Mitglied des Reichstages), Siegfried Heimann (Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, hervorzuheben die Bände zur politischen Geschichte des ehemaligen Preußische Landtages, Sitz des Abgeordnetenhauses von Berlin), Jürgen Hofmann (Vorsitzender der Historischen Kommission der Linkspartei, zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung und zum Friedhof der Sozialisten), Ottokar Luban (Sekretär der Luxemburg-Gesellschaft, zahlreiche Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung darunter "Rosa Luxemburgs Demokratiekonzept. Ihre Kritik an Lenin und ihr politisches Wirken 1913 - 1919."), Manfred Scharrer (Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung, darunter das Buch "Die Legende von Rosa & Karl"), Moderation:  Heinrich-W. Wörmann.    

Montag, 27. November 2017,  19 Uhr

Erika-Heß-Saal, Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstraße 163, Berlin-Wedding

 

29. November: Ehe im Wandel - Podiumsdiskussion der SPDqueer Berlin

In der vergangenen Legislaturperiode konnte die queere Community eine Reihe großer Erfolge feiern. Besonders stolz sind wir auf die Einführung der Ehe für Alle und die Rehabilitierung und Entschädigung der Opfer des § 175, die über Jahrzehnte hinweg von unzähligen Engagierten, innerhalb und außerhalb der politischen Parteien, erkämpft wurde. Unser Ziel ist die völlige Gleichberechtigung queerer Menschen und auf dem Weg dorthin sind beide Punkte ganz wesentliche Etappensiege.

Als SPDqueer Berlin hört die Debatte um die Rahmensetzung zur freien und individuellen Lebensgestaltung an diesem Punkt aber nicht auf. Deshalb laden wir anlässlich des 500. Reformationsjubiläums zu einer Diskussion unter der Überschrift „Ehe im Wandel“ ein. Karl-Heinz Brunner, SPD - Mitglied des Bundestages, Rechtsanwältin Dr. Sissy Brucker und Religions- und Gemeindepädagoge Kevin Jessa werden aus politischer, juristischer und kirchlicher Perspektive hinterfragen, ob und wie die Ehe als Institution im Jahr 2017 an die Lebenswirklichkeiten angepasst werden kann.

Mittwoch, 29. November 2017, 19 Uhr

12-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin

 

1. Dezember: August Bebel Institut: Sing und Tanz die Revolution – Mit Sesede Terziyan & Daniel Kahn

Politische Umbrüche und emanzipatorische Bewegungen haben ihre Lieder – ihren Sound. Es hilft, ab und zu mal reinzuhören, sich zu erinnern und zu genießen. Mit einem großartigen Konzert der Sängerin und Schauspielerin Sesede Terziyan und des Musikers Daniel Kahn in unserer Galerie wollen wir mit Ihnen/Euch das Jahr beenden und uns auf ein revolutionäres 2018 freuen.

 Mit Musik von Sesede Terziyan & Daniel Kahn

Freitag, 1. Dezember 2017, 20–22 Uhr

Anmeldung erbeten unter anmeldung@august-bebel-institut.de

 

Der Newsletter erscheint in Kooperation mit dem Dienstagsbrief

Der Newsletter der SPD Berlin erscheint immer dienstags in Kooperation mit dem „Dienstagsbrief“, dem Newsletter für Mitglieder der Berliner SPD.

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