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"Eine gemeinsame Überschrift für die Stadt formulieren"

Koalitionsverhandlungen, dritte Runde, 10.10.2016
 

In der dritten Runde der Koalitionsverhandlungen sei deutlich geworden, dass es bereits jetzt eine andere Qualität der Zusammenarbeit gebe und auch künftig geben solle, erklärte der SPD-Landesvorsitzende und Regierende Bürgermeister Michael Müller. In bisherigen Koalitionsverhandlungen habe er es noch nicht erlebt, „dass wir uns erstens die Zeit nehmen, um diese Gemeinsamkeiten auch auszuloten und zweitens gemeinsam sagen: Es geht nicht nur darum, in einem Koalitionsvertrag zehn Punkte oder acht oder zehn Ressorts abzuhandeln", sagte Müller. Vielmehr gehe es darum,  "einen gemeinsamen Anspruch, eine gemeinsame Überschrift für die Stadt zu formulieren".

Im Mittelpunkt der dritten Verhandlungsrunde am 10. Oktober standen unter anderem Fragen der künftigen Regierungszusammenarbeit. In seinem Statement nach den Gesprächen erklärte Michael Müller: „Rot-rot-grün will einen neuen Weg in Berlin gehen, aber auch darüber hinaus. Wir haben einen gemeinsamen Anspruch, auch bundespolitisch und international sichtbar zu sein.“ Dazu habe es entsprechende Verabredungen gegeben. Es gehe darum, die Stadtpolitik ernst zu nehmen, aber auch darüber hinaus zu denken.

Als mögliche Themen mit bundespolitischen Auswirkungen wurden das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern im Bildungsbereich angesprochen, das CETA-Abkommen oder Verbesserungen bei der Bürgerbeteiligung. Formate wie die von ihm eingeführten Bezirksbesuche des Senats könnten ausgebaut werden, so Michael Müller, neue Formate könnten dazukommen. Die konkreten Maßnahmen dazu sollen in den Fach-Arbeitsgruppen besprochen werden.

Bei den Fragen der sozialen Gerechtigkeit, des Weiterentwickelns der Stadt in den unterschiedlichsten Bereichen, gebe es ressortübergreifend Themen, die man nicht nur fachlich beantworten kann, sagte Müller.  In der Verhandlungsrunde sei man sich einig gewesen: "Hier muss es eine Politik aus einem Guss geben, die zum Schluss zu mehr sozialer Gerechtigkeit und mehr Gemeinsamkeit in dieser Stadt führt."

 

SPD Neukölln nimmt Zählgemeinschaftsverhandlungen mit den Grünen auf

Franziska Giffey

© Foto: Joachim Gern

 

Die Sondierungsgespräche in Neukölln sind beendet. Die Sondierungskommissionen der SPD und der Grünen einigten sich darauf, mit Verhandlungen für die Bildung einer Zählgemeinschaft in der Bezirksverordnetenversammlung von Neukölln zu beginnen. Die Zählgemeinschaftsvereinbarung soll noch an diesem Wochenende von den Verhandlungspartnern im Rathaus Neukölln erarbeitet und in der nächsten Woche im jeweiligen Kreis- bzw. Bezirksverband endabgestimmt werden. Die Kreisdelegiertenversammlung der SPD Neukölln könnte  die Vereinbarung dann am 14. Oktober beschließen. Die Konstituierung der neuen Bezirksverordnetenversammlung von Neukölln ist am 27. Oktober 2016 vorgesehen.
„Wir haben gute und intensive Gespräche hinter uns", erklärte Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey, Kreisvorsitzende der Neuköllner SPD. "Es kommt jetzt darauf an, eine Zählgemeinschaft zu bilden, die die Arbeit an einem sozial gerechten und lebenswerten Bezirk konstruktiv fortsetzen kann. Mit den Grünen sehen wir die größten Schnittmengen, sozialdemokratische Politik in Neukölln umzusetzen und die begonnenen Projekte in den Bereichen Bildung, Integration, Wohnen, soziale Stadtentwicklung, Arbeit und Wirtschaft nachhaltig zu weiteren Erfolgen zu bringen. Am Wochenende werden wir nun mit den Grünen Vereinbarungen über die Bezirksamtsbildung und die politischen Schwerpunktsetzungen der nächsten Jahre treffen.“

 

Dilek Kolat: "Die Arbeitsplätze der Kaiser's-Beschäftigten sichern"

 

Erst am 17. Oktober wird Klarheit herrschen. Kurz vor Ablauf eines Ultimatums zur Zerschlagung der Lebensmittelkette Kaiser's-Tengelmann hatten sich die Vertreter der verschiedenen Supermarktketten  und der Gewerkschaft bei einem Treffen in Frankfurt darauf geeinigt, die Ministererlaubnis umzusetzen, also die Übernahme der Kaiser's-Märkte durch Edeka. Damit besteht für die Beschäftigten wieder Hoffnung, allerdings sind die Bedingungen, unter denen die Supermärkte Rewe, Markant und Norma bereit sind, ihre Beschwerden zurückzuziehen, noch nicht klar.

Anlässlich der Betriebsversammlung der Berliner Beschäftigten von Kaisers Tengelmann hatte Berlins Bürgermeisterin und Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen Dilek Kolat an die Eigentümer der Supermarktkette, aber auch an deren Mitbewerber appelliert, die Arbeitsplätze bei Kaisers zu erhalten und ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden.

Kolat: „Es kann nicht sein, dass wirtschaftliche Einzelinteressen und juristische Streitigkeiten auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Denn es waren und sind die vielen engagierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die den Laden bei Kaiser‘s überhaupt am Laufen gehalten haben. Die Beschäftigten müssen jetzt im Mittelpunkt zu stehen, und die Verantwortlichen müssen alles tun, um deren Arbeitsplätze zu sichern.“

Kolat erinnert in diesem Zusammenhang an Artikel 14 des Grundgesetzes: „Dort heißt es: Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Es liegt in der Hand der Verantwortlichen sich dieser Verantwortung zu stellen – im Sinne der sozialen Marktwirtschaft und des sozialen Zusammenhalts in Berlin und ganz Deutschland. Von daher ist es jetzt dringend geboten, im Interesse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei Kaiser‘s an vernünftigen und tragfähigen Lösungen zu arbeiten. Das haben die Beschäftigten verdient und das können sie von den Verantwortlichen erwarten. Und auch ich erwarte, dass dies jetzt zügig geschieht.“

Der Eigentümer von Kaisers Tengelmann hatte die Supermarktkette vor zwei Jahren an Edeka verkauft. Die Umsetzung des Kaufvertrags wird derzeit von Klagen der Konkurrenten blockiert. Tengelmann, Edeka, Rewe und der Handelsverbund Markant hatten im September in einem von der Gewerkschaft Verdi vermittelten Spitzen-Treffen vereinbart, eine für alle Beteiligten und die Beschäftigten von Kaiser’s Tengelmann “tragfähige, gemeinsame Lösung zu finden”. 

 

Felgentreu begrüßt geplante Anhebung des Kinderzuschlags

Dr. Fritz Felgentreu BTW 2013
 

In der vergangenen Wochen haben sich Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble darauf verständigt, den Kinderzuschlag ab 2017 um zehn Euro zu erhöhen. Der Neuköllner Bundestagsabgeordnete Fritz Felgentreu (SPD) begrüßt diesen Beschluss: „Die geplante Anhebung des Kinderzuschlags auf bis zu 170 Euro im Monat ist eine gute Entscheidung. Denn damit helfen wir Eltern mit geringem Einkommen, auf eigenen Füßen zu stehen und für sich und ihre Kinder zu sorgen.“

Ziel des Kinderzuschlags ist, dass Eltern nicht ihrer Kinder wegen auf Arbeitslosengeld II angewiesen sind. Er wird an Eltern gezahlt, die mit ihrem Einkommen zwar den eigenen Bedarf decken können, nicht aber den ihrer Kinder. Der Kinderzuschlag ist eine Sozialleistung, die abhängig vom Einkommen gezahlt wird. Die erneute Anhebung hilft also Familien mit geringem Einkommen zusätzlich. Der Kinderzuschlag wird künftig bis zu 170 Euro pro Kind und Monat betragen, zusätzlich zum Kindergeld.

Felgentreu weiter: „Mir ist es wichtig, dass wir bei allen Änderungen immer auch die Situation von Familien mit geringem Einkommen und von Alleinerziehenden im Blick haben. Neben Verbesserungen bei Leistungen wie dem Kinderzuschlag setze ich mich deswegen auch weiterhin vor allem für die Stärkung der Infrastruktur ein. Denn Kinder und Familien fördern wir am besten durch erstklassige Kitas und Schulen. Und die härtesten Kieze brauchen die besten Schulen!“

 

Cansel Kiziltepe: Fortschritte bei der Finanztransaktionssteuer

Cansel Kiziltepe Direktkandidatin 2013
 

Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt die zwischen zehn Mitgliedstaaten der Europäischen Union erzielten Fortschritte bei den Verhandlungen über die Einführung der Finanztransaktionssteuer. Es kommt jetzt darauf an, dass sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble konstruktiv bei der anstehenden Ausformulierung eines europäischen Richtlinienvorschlages einbringt.

Die Bundestagsabgeordnete Cansel Kiziltepe: „Sicherlich wäre eine Finanztransaktionssteuer mit einer noch breiteren Bemessungsgrundlage, die den Handel mit Aktien, Derivaten, Anleihen und Devisen erfasst hätte, wünschenswert gewesen. Mit der Einführung der sich nunmehr abzeichnenden Finanztransaktionssteuer unternehmen die zehn Mitgliedstaaten der Europäischen Union aber einen wichtigen Schritt zu einer angemesseneren Besteuerung des Finanzsektors. Diese Finanztransaktionssteuer wird zeigen, dass eine Besteuerung ohne spürbare negative Auswirkungen auf die Finanzmärkte möglich ist und wird somit Vorbildcharakter für andere Staatengemeinschaften haben."

Nun komme es darauf an, "dass sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bei der anstehenden Ausformulierung des Richtlinienvorschlages konstruktiv einbringt," so Kiziltepe weiter.

"Die Finanzminister haben sich auf ihrem gestrigen Treffen auf die Kernpunkte der Besteuerung geeinigt. Bis Dezember soll ein Richtlinienvorschlag ausgearbeitet werden, der die gesetzgeberische Grundlage für die Einführung der Finanztransaktionssteuer durch die zehn Mitgliedsstaaten bildet.

Die Besteuerung wird im ersten Schritt den Handel von Aktien, die in den zehn Mitgliedstaaten ausgegebenen wurden, und den Großteil der Derivatetransaktionen umfassen. In einem weiteren Schritt soll der Anwendungsbereich der Finanztransaktionssteuer auf sämtliche Aktien und weitere Derivate ausgeweitet werden.“

 

Fachausschuss Internationales wählt Vorstand

In der vergangenen Woche hat der Fachausschuss für Internationale Politik, Frieden und Entwicklung der SPD Berlin einen neuen Vorstand gewählt. Sprecher ist nach wie vor Karl-Heinz Niedermeyer. Stellvertretende  Vorsitzende sind Andrea Despot, Daniel Krahl und Peter Lehrmann und Schriftführerin ist Claudia Schmidt.

 

Forum Netzpolitik: Algorithmen entscheiden, die Politik schaut zu?

Algorithmen spielen in unseren Leben eine immer entscheidendere Rolle. Algorithmen bestimmen zunehmend Debatten über Technologie und Gesellschaft. Dabei ist vielen Akteuren gar nicht klar was Sie eigentlich mit Algorithmen meinen. Deswegen wird es Zeit, dass wir uns auch politisch mit dem Thema Algorithmen befassen.

Das Forum Netzpolitik hat Ben Wagner vom Center for Internet and Human Rights eingeladen. Er ist gerade dabei für den Europarat einen Bericht über Menschenrechte und Algorithmen zu schreiben anhand dessen das Thema diskutiert werden wird.

Wo erlangen wir durch Algorithmen eine höhere Autonomie und wo müssen wir auch politisch aktiv werden. Die Diskussion mündet am Ende in einem Papier zu sozialdemokratischer Datenpolitik.

Mittwoch, 19. Oktober 2016, um  19.00 Uhr  
Cafe Aufsturz, hinterer Raum, Oranienburger Straße 67,  10117 Berlin

 

SPD Fraktion im Deutschen Bundestag: Wie verhindern wir Terrorismus?

„Wie und warum wird ein junger Mensch aus Europa zum Terroristen?“ Von der Antwort auf diese Frage hängt ab, wie die Politik der terroristischen Bedrohung präventiv begegnen kann. Sie steht im Mittelpunkt des neuen Buches „Der Terror ist unter uns“ von Peter R. Neumann, das am 14. Oktober erscheint. Der Professor für Sicherheitsstudien am King´s College London ist einer der weltweit profiliertesten Experten für Terrorismus und Radikalisierung.

Für Neumann sind die ganz einfachen Antworten fast immer falsch. Radikalisierungsverläufe haben komplexe Ursachen, die wir verstehen müssen, um sie verhindern zu können. Aus seiner Analyse leitet Neumann konkrete Handlungsempfehlungen für den Umgang mit dem Terror in Politik, Medien und Zivilgesellschaft ab.

Darüber spricht der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Thomas Oppermann, MdB mit Peter R. Neumann sowie mit Ahmad Mansour, Programmdirektor der European Foundation for Democracy, bei der Diskussionsveranstaltung zu der die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag einlädt.

Bitte beachtet, dass für die Teilnahme eine Anmeldung bis zum 17. Oktober erforderlich ist.

Mittwoch, 19. Oktober 2016, um 17.00 Uhr, Einlaß ab 16.30 Uhr
Deutscher Bundestag Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Veranstaltungsfoyer
Eingang: Adele-Schreiber-Krieger-Straße, 10117 Berlin

 

DL21: Arbeitszeitverkürzung – der Weg zu mehr Gleichberechtigung?

„Soll die partnerschaftliche Teilung der häuslichen Arbeit gelingen, muß die tägliche Arbeitszeit verringert werden.“ So stand es im Berliner Programm der SPD von 1989. Die SozialdemokratInnen forderten die Einführung einer 30-Stunden-Woche bei einer nach Einkommensgruppen differenzierten Lohnerhöhung.
Davon sind wir noch immer weit entfernt. Nach wie vor verbringen Väter deutlich mehr Zeit im Büro als Mütter – obwohl beide es sich oft anders wünschen. Frauen leisten mehr unbezahlte Sorge- und Haushaltsarbeit. Um diesen Missständen entgegen zu wirken, hat die SPD verschiedene Vorschläge gemacht. Neben Entgeltgleichheitsgesetz und Frauenquote ist die Familienarbeitszeit, die eine Verringerung der Arbeitsstunden vorsieht, ein zentrales Anliegen.
Über diese Ansätze diskutieren:
Mechthild Rawert, MdB,  Vorstandsmitglied im Forum DL21
Elisa Gutsche,  Mitorganisatorin des Barcamps Frauen
Jonathan Menge, Friedrich-Ebert-Stiftung

Mittwoch, 19. Oktober 2016, um 19.00 Uhr
Kurt-Schumacher-Haus, Galerie, Müllerstraße 163, 13353 Berlin

Anmeldung erbeten per E-Mail

 

Kulturforum zeigt Porträts von Hans Scheib

Egon Bahr, Radierung von Hans Scheib
 

Bekannt ist Hans Scheib als Bildhauer. Eindrucksvolle, oft farbige und vielfach großformatige Plastiken von ihm sind in der Nationalgalerie, im Dresdener Albertinum,  dem Leipziger Grassimuseum oder der Berlinischen Galerie zu finden. Eine Ausstellung des Kulturforums Stadt Berlin der Sozialdemokratie zeigt jetzt eine weitere Seite seiner künstlerischen Arbeit.
„Viele kennen und lieben bereits die Kraft und die Originalität der Holzskulpturen von Hans Scheib“, so Winfried Sühlo vom Vorstand des Kulturforums. „Unsere Ausstellung will mit einem anderen Genre des Berliner Künstlers vertraut machen: seinen mit kalter Nadel radierten Porträts von Zeitgenossen - Politikern, Künstlern, Dichtern, Freunden. Es entstand über die Jahre eine Folge faszinierender Blätter, die persönliche Sicht des Künstlers, seinen Weg durch die Zeit beschreibend, ein Panorama unserer Tage.“
Hans Scheib wurde 1949 in Potsdam geboren, er lernte Schriftsetzer und studierte von 1971 bis 1976  an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Im Prenzlauer Berg begann er seine freiberufliche Tätigkeit. Holz, damals in Bildhauerwerkstätten eher selten im Einsatz, wurde aus Kostengründen zu seinem bevorzugten Material.  Die Auseinandersetzung mit der DDR-Obrigkeit führte den Sohn eines Kommunisten 1985 nach West-Berlin.  In Charlottenburg setzte er seine künstlerische  Arbeit fort. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland folgten.  In seinen unverwechselbaren Porträts gibt er Politikern wie Egon Bahr (Foto oben) oder Künstlern wie Heiner Müller mit seinen Strichen Kontur.                          

Ausstellung Hans Scheib
vom 12. Oktober bis  10. November 2016

Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstr. 163, 13353 Berlin
Öffnungszeiten der Galerie: Mi, Do, Fr 16 - 18 Uhr und  nach tel. Absprache 030 883 7914 + 4692 150
Vernissage: Mittwoch, 12. Oktober 2016, 19.00 Uhr, Begrüßung Erdmute Carlini, Einführung Winfried Sühlo
Finissage: 10. November 2016

 

Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung: Militanter Humanismus: Thomas Mann und Willy Brandt - Vortrag

Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung lädt ein zu einem Vortrag von Prof. Dr. Hans Rudolf Vaget mit dem Titel Militanter Humanismus: Thomas Mann und Willy Brandt.

Der Germanist und ausgewiesene Thomas Mann-Kenner Vaget wird den Werdegang der beiden ungleichen Söhne der Hansestadt Lübeck vergleichen. Die jeweilige Exilerfahrung - Mann in der Schweiz und den USA, Brandt in Norwegen und Schweden - bildete die Grundlage für beider Vorstellungen von Europa, die eine wenig beachtete Kontinuität der politischen Kutlur Deutschlands in der Nachkriegszeit erkennen lassen.

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 17.10. unter info[at]willy-brandt.de oder 030/  787 707-0.

Dienstag, 18. Oktober 2016, um 18.00 Uhr
Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung - Forum Willy Brandt Berlin,
Unter den Linden 62-68, 10117 Berlin

 

August Bebel Institut: Gedenkstättenfahrt verschoben

Aus terminlichen Gründen muss die für diesen Herbst geplante Gedenkstättenfahrt des August Bebel Instituts verschoben werden. Die Fahrt, die vom 17. bis 20. November nach Dachau und München führen sollte, wird nun im zweiten Vierteljahr 2017 stattfinden. Interessentinnen und Interessenten können sich unter anmeldung@august-bebel-institut.de  für die Fahrt vormerken lassen.  Der genaue Termin wird ihnen dann mitgeteilt.                                            

 

 

August Bebel Institut: Soziale Bewegungen oder Politik!?

Ob Hausbesetzungen, Anti-AKW oder Occupy: ohne soziale Bewegungen wären viele Entwicklungen nicht möglich gewesen. Sie sind gewissermaßen der Entwicklungsmotor unserer Gesellschaft. Welche Rolle spielt die Zivilgesellschaft für die Politik? Welche Bedeutung haben soziale Bewegungen für Parteien und umgekehrt? Wie werden soziale Bewegungen in der Zukunft aussehen?

Mit: Johano Strasser, 1970 – 1975 Stellv. Juso-Bundesvorsitzender, 2002-2013 Präsident des PEN-Zentrums Deutschland
Annika Klose, Landesvorsitzende der Berliner Jusos

Donnerstag, 13. Oktober 2016, von 19.00 bis 21.00 Uhr
August Bebel Institut, Müllerstraße 163, 13353 Berlin

Anmeldung erbeten per E-Mail.

 

August Bebel Institut: WohnenStadtRechte - Diskussion der Ergebnisse der Konferenz von Quito

Die in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito durchgeführte III. Weltkonferenz zu Wohnungsfragen und nachhaltiger Stadtentwicklung (Habitat III) sollte ein Meilenstein sein für die Konkretisierung nachhaltiger Entwicklungsziele. Welche Bedeutung kommt der »Neuen Städtischen Agenda« zu, die im Vorfeld weltweit diskutiert und in Quito verabschiedet wurde? Was folgt daraus für Berlin?
Mit Marie-Luise Abshagen, Forum Umwelt und Entwicklung
Klaus Teschner, Fachreferent für städtische Entwicklung, MISEREOR
Donnerstag, 27. Oktober 2016, von 19.00 bis 21.00 Uhr
August Bebel Institut, Müllerstraße 163, 13353 Berlin

Anmeldung erbeten per E-Mail.

 

August Bebel Institut: USA vor der Wahl: Freiheit oder Ausgrenzung?

Die USA ist gespaltener denn je: Am 8. November entscheidet sich, in welche Richtung die Amerikaner*innen gehen werden. Warum verlieren die etablierten Parteivertreter*innen an Glaubwürdigkeit? Was macht Donald Trump vor allem bei männlichen weißen Arbeitern so erfolgreich? Welche Chancen hat die linke Bewegung unter Hillary Clinton?
Mit: Michael Steltzer, American Voices Abroad und Democrats Abroad
Celina Drum, Amerikanistik-Studentin
Moderation: Sabine Schneller, Historikerin

Mittwoch,  2. November 2016, von 19.00 bis 21.00 Uhr
August Bebel Institut, Müllerstraße 163, 13353 Berlin

Anmeldung erbeten per E-Mail

 

August Bebel Institut: Motiviert in die Politik einsteigen – Anregungen für ein erfolgreiches Engagement

Was brauche ich, wenn ich politisch etwas gestalten möchte? Worauf kommt es an, wenn ich mit meinem Anliegen Gehör finden will? Für Viele, die sich politisch engagieren wollen, stellen sich die Fragen des Wo und Wie. Unser Workshop gibt Anregungen dazu, wie wir motiviert und realistisch »Politik machen« können. Als Gesprächspartner ist ein Politiker eingeladen und kann zu seinen Motiven und Erfahrungen im politischen Werdegang befragt werden.

Leitung: Enrico Troebst, Soziologe
Mit: Matthias Kollatz-Ahnen, Senator für Finanzen
Samstag, 5. November 2016, von 10.00 bis 17.00 Uhr
August Bebel Institut, Müllerstraße 163, 13353 Berlin

Beitrag 10 € inkl. Verpflegung | Anmeldung bitte bis 28. Oktober per E-Mail

 

Lesung aus dem Roman "Blutsbrüder"

Anlässlich des 70. Jahrestages der Schließung des KZ Columbia lädt der Förderverein zum Gedenken an Naziverbrechen um und auf dem Tempelhofer Flugfeld e.V. ein zur Lesung am Sonnabend, dem 29. Oktober, aus dem Buch von Ernst Haffner "Blutsbrüder":

„Anfang der 1930er Jahre lebten in Berlin und anderen deutschen Großstädten infolge der prekären wirtschaftlichen Verhältnisse tausende Jugendliche auf der Straße. Sie verdingten sich als Tagelöhner und Laufburschen, aber häufig führte ihr Weg sie auch in die Kriminalität oder Prostitution.
Zuflucht und ein wenig Sicherheit und soziale Wärme fanden sie in selbstorganisierten Cliquen. Sie boten aber nicht nur Schutz, sondern waren auch Ausdruck einer proletarischen Jugend-Subkultur. In stillgelegten Fabrikbaracken traf man sich, trank, tanzte und pflegte einen Lebensstil, der durch den Hass auf die bürgerliche Gesellschaft und die Welt der Erwachsenen geprägt war.
In diesem heute vergessenen, aber gut dokumentierten Milieu ist dieser von Ernst Haffner geschriebene und unter den Nazis verbotene und bei den Bücherverbrennungen öffentlich zerstörte Roman angesiedelt.
Im Mittelpunkt stehen zwei aus Erziehungseinrichtungen geflüchtete Jugendliche und die Clique der "Blutsbrüder", der sie sich nach ihrer Ankunft in Berlin anschließen. Erst glücklich, dort aufgenommen worden zu sein, realisieren sie bald, dass sich die "Blutsbrüder" unter der Leitung ihres Anführers immer mehr zu einer professionellen Bande entwickeln, die mit Einbrüchen, Laden- und Trickdiebstählen ihre Existenz sichern.
Beide probieren sich mit aller Kraft gegen ihr Schicksal zu stemmen und sich eine bescheidene, aber unabhängige Existenz aufzubauen.“

Ab November 1934 erweiterte sich das KZ Columbia vom Ort des frühen Terrors, einer Haft- und Folterstelle für politische Gegner überwiegend aus der organisierten Arbeiterbewegung und ihrem Umfeld, zum KZ für Pfadfinder, Stricher, Diebe, katholische Priester und andere Menschen, die vorher gar nicht im Fokus der SS und der Geheimen Staatspolizei waren. Viele von ihnen wurden noch ein Jahr zuvor in die Arbeitshäuser verwiesen. Es waren minderjährige Jungen, die, aus der Fürsorge entflohen, der Prostitution oder des Diebstahls verdächtig waren. Sie waren mit dem Vorwurf der „homosexuellen Betätigung“ konfrontiert. Das KZ Columbia bestand bis zum 5. November 1936.

Das Buch „Blutsbrüder“ führt in die Welt eben dieser ausgestoßenen Jugendlichen. Renata Brcan liest ausgewählte Texte. Isabel Neuenfeldt spielt dazu Lieder von Tom Waits.

Sonnabend, 29. Oktober 2016, Beginn 20.00 Uhr - Einlass 18.00 Uhr
Dodo, Großbeerenstr. 32, 12107 Berlin

 

Friedrich-Ebert-Stiftung: Workshop "Inter...was?"

Wer profitiert von bestehenden gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen und wer nicht? Wer ist in Öffentlichkeit und in den Medien sichtbar? Und wer wird unsichtbar gemacht? Wer hat Zugang zu wichtigen Institutionen und wer nicht? Der Praxisworkshop "Inter...was?" am 26. und 27. November 2016 in der Kurt-Tucholsky-Bibliothek in Berlin Moabit nimmt das Phänomen Intersektionalität in den Blick und eröffnet den TeilnehmerInnen einen Raum zur Reflexion der eigenen Identität und der Strukturen, die Diskriminierung befördern bzw. abbauen. Der Workshop richtet sich an Personen, die ihr (Arbeits-)Umfeld aktiv mitgestalten und dazu beitragen möchten, Diskriminierung abzubauen.

Samstag + Sonntag, 26. bis 27. Nobember 2016
Kurt-Tucholsky-Bibliothek, Rostocker Str. 32b, 10553 Berlin
Weitere Informationen und das Anmeldeformular findet Ihr hier.
 

 

Du bekommst den Dienstagsbrief als Mitglied der Berliner SPD automatisch per Mail zugesandt. Wenn Du den Dienstagsbrief abbestellen möchtest, sende bitte eine E-Mail an dienstagsbrief@spd.de.

Termine, Fragen und Anregungen zum Dienstagsbrief bitte an roswitha.dybiona@spd.de.

Die Hotline der Berliner SPD 030 – 4692 222 oder spd@spd-berlin.de.

 

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