Gedenktage der Berliner SPD 2011

Gedenktage der Berliner SPD 2011

Eine Übersicht über Jubiläen und Gedenktage in Zusammenhang mit der Berliner SPD.

 

 

1.1.1931

 

Vor 80 Jahren:  Willy Schneider in Berlin gestorben (*Berlin 9.8.1907). Der junge Sozialdemokrat und Reichsbannerangehörige wurde vor seinem Elternhaus in Prenzlauer Berg, Hufelandstraße 39, von einem SA-Mann ermordet. Beigesetzt ist er auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde, Gudrunstraße. Gedenktafel am Wohnhaus.

6.1.1986

 

Vor 25 Jahren: Kurt Mattick in Berlin gestorben (*Berlin 27.6.1908); Vorsitzender der Berliner SPD 1963-68

7.1.1896

 

Vor 115 Jahren: Willi Eichler in Berlin geboren (+Bonn 17.10.1971); Leitung des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) 1927-45; 1933 Emigration. Mitglied des SPD-Parteivorstands 1946-68, ab 1952 für Kultur und Programmatik zuständig; MdB 1949-53. Wesentliche Beiträge zum Godesberger Programm. Beigesetzt wurde er auf dem Bonner Südfriedhof.

8. Januar 1911   Vor 100 Jahren: Emma Ihrer verstorben. Sie wurde am 3. Januar 1857 geboren und starb im Alter von nur 54 Jahren. Emma Ihrer war eine der hervorragendsten Gestalten der Arbeiterinnenbewegung Deutschlands. Ihr politisches Engagement begann 1885 im „Verein zur Vertretung der Interessen der Arbeiterinnen“, dem Emma Ihrer zusammen mit drei anderen Frauen vorstand. Zu den Forderungen des Vereins gehörte die Notwendigkeit eines Normalarbeitstages, die Einführung der Sonntagsruhe und das politische Stimmrecht für Frauen. Emma Ihrer hatte während ihrer politischen Arbeit festgestellt, dass es einer Zeitung bedurfte, die den speziellen Fraueninteressen genügend Aufmerksamkeit widmete. Anfang 1891 erschien die erste Nummer der Zeitung „Arbeiterin“, deren Redaktion sie übernahm hatte. Hieraus entstand später die sozialdemokratische Zeitung „Die Gleichheit“, deren Redakteurin Clara Zetkin wurde.
Gewerkschaftlich engagierte sich Emma Ihrer in der Organisation der Blumen-, Blätter- und Putzfederarbeiter und –Arbeiterinnen und redigierte deren Verbandsorgan „Der Blumen-Arbeiter“.
Louise Zietz, Mitglied des SPD-Parteivorstandes, trauerte um Emma Ihrer, eine der Pionierinnen der proletarischen Frauenbewegung, mit den Worten „Der besten eine ist von uns gegangen“. Emma Ihrer scharte, so Louise Zietz „die Mühseligsten und Beladensten, die Frauen, um das Banner des Sozialismus“. Nach Inkrafttreten des Vereinsgesetzes 1908 hat Emma Ihrer „zahlreiche Proletarierinnen der Partei zugeführt“. Sie half, die Grundsteine für die proletarische Frauenbewegung in Deutschland zu legen. Louise Zietz würdigte Emma Ihrer als kraftvolle, charakterfeste Persönlichkeit, die große Willensstärke mit persönlicher Liebenswürdigkeit verband. Beigesetzt ist Emma Ihrer in der heutigen Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde. Der SPD-Parteivorstand gedenkt Emma Ihrer, die eine außerordentliche Bedeutung für die Partei- und Frauenbewegung wie für die proletarische Frauenbewegung hatte, an ihrem 100. Todestag.
Die Kranzniederlegung mit der Historikerin Prof. Dr. Helga Grebing findet am Samstag, dem 8. Januar 2011 um 12.00 Uhr statt.
Städtischer Zentralfriedhof Friedrichsfelde
Gedenkstätte der Sozialisten, Gudrunstr. 20
10365 Berlin

11.1.1991

 

 vor 20 Jahren: Konstituierende Sitzung des Abgeordnetenhauses in der Nikolaikirche; erstmals seit 1948 hat ganz Berlin wieder ein Parlament.

     

11.1.1976

 

 

Vor 35 Jahren:  Fritz Hoffmann in Berlin gestorben (*Rixdorf [heute Berlin-Neukölln] 5.7.1898); Schulreformer, Gründer der Fritz-Karsen-Gesamtschule. Gedenktafel an der Schule.

23.1.1981

 

 Vor 30 Jahren: Hans-Jochen Vogel zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt (Amtszeit bis 11.6.1981)

24.1.2001   vor 10 Jahren: Alexander Voelker in Berlin gestorben. Geboren am 1.8.1913, 1958-73 Vors. der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus,

31.1.1911

 

vor 100 Jahren: Paul Singer verstorben, SPD-Vorsitzender (gemeinsam mit August Bebel) ab 1890, Vorsitzender der Reichstagsfraktion, ab 1883 Berliner Stadtverordneter. Hunderttausende gaben ihm bei der Beisetzung am 5.2.1911 das letzte Geleit. Grab auf dem Friedhof der Sozialisten (Zentralfriedhof Friedrichsfelde)

 4.2.1946   Vor 65 Jahren: Erich Flatau in Berlin gestorben (*Görlitz 9.8.1879); Vorsitzender der Berliner SPD-Stadtverordnetenfraktion bis 1933.

17.2.1881

 

Vor 130 Jahren: Hermann Clajus in Leisnig/Sachsen geboren (+Berlin 18.3.1933, Selbstmord). USPD/SPD-Stadtverordneter 1920-21/25-33. Seinem Engagement verdankt Berlin das Strandbad Wannsee in seiner heutigen Form. Er wurde auch dessen erster Direktor. Er nahm sich das Leben, als er „von seiner drohenden Verschleppung erfuhr“.

22.2.1866

 

Vor 145 Jahren: Curt Grottewitz, eigtl. Max Curt Pfütze, in Grottewitz bei Grimma geboren (+Berlin 16.7.1905). Grottewitz war Mitglied der SPD und Mitbegründer der Arbei­ter­wanderbe­wegung „Die Natur­freunde" und unterhielt enge Beziehungen zum Fried­richs­hagener Dichter­kreis. Bei­gesetzt ist er auf dem Friedhof Müggel­heim, Krampenbur­ger Weg 13. Gedenktafel am Wohnhaus Alt-Müggel­heim 15 Ecke Odernheimer Straße.

24.2.2001

 

Vor 10 Jahren: Alexander Voelker in Berlin gestorben (*Neukölln 1.8.1913); Vorsitzender der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin 1958-73, Mitglied des Abgeordnetenhauses 1949-79.

27.2.1846

 

Vor 165 Jahren: Franz Mehring in Schlawe (Pommern) geboren (+Berlin 29.1.1919); Journalist und Historiker der Sozialdemokratie; Grabstätte in der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zen­tralfriedhof Friedrichsfelde, Gudrunstraße.

1.3.1946

 

Vor 65 Jahren: SPD-Funktionärsversammlung im Admiralspalast, Beschluss über Durchführung einer Urabstimmung über Vereinigung mit der KPD

8.3.1881

 

Vor 125 Jahren:  Eduard Zachert in Berlin geboren (hingerichtet am 22.7.1943 in Berlin-Plötzensee); SPD-Stadtverordneter 1923-25

14.3.1906

 

Vor 105 Jahren:Franz Meyer in Friedrichshain geboren (+Berlin 21.7.1983); Der Buchdrucker und Gewerkschafter trat jung der SPD bei, war auch Mitglied im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. Er wurde Ende 1933 ver­haf­tet und zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. 1943 kam er in ein "Bewäh­rungsbatail­lon". Nach schwerer Kriegsverletzung kam er 1945 erneut zur Wehrmacht, versuchte zu desertieren und ent­kam nur knapp seiner Hinrich­tung, weil die Alliierten schneller waren. In Berlin beteiligte er sich in der SPD am Wiederaufbau demokratischer Strukturen, war Abgeordneter und Volksbildungsstadtrat. Gedenktafel am Wohnhaus in Kreuzberg, Dieffenbachstraße 55.

20.3.1931

 

Vor 80 Jahren:Hermann Müller (Müller-Franken) in Berlin gestorben (*Mannheim 18.5.1876); seit 1906 Mitglied des Parteivorstands der SPD, seit 1916 des Reichstags. 1919 unterzeichnete er als Reichsaußenminister den Versailler Vertrag. Nach dem Kapp-Putsch war er für gut zwei Monate Reichskanzler, dann Vor­sitzender der SPD-Reichstagsfraktion und ein zweites Mal Reichskanzler mit einer Großen Koalition von Mitte 1928 bis zu seiner Demission im März 1930. Grabstätte in der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zen­tralfriedhof Friedrichsfelde, Gudrunstraße. Gedenktafel in Tempelhof, Wenckebachstraße 3 (Wohnort 1919-1928).

29.3.1826

 

Vor 185 Jahren: Wilhelm Liebknecht in Gießen geboren (+Charlottenburg 7.8.1900); Mitbegründer der Sächsischen Volkspartei mit August Bebel 1866, der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei 1869; Chefredakteur des "Vorwärts" ab 1891; erster sozialdemokratischer Reichstags-abgeordneter neben Bebel; Grabstätte in der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zen­tralfriedhof Friedrichsfelde, Gudrunstraße.

31.3.1946

 

Vor 65 Jahren: Urabstimmung der Berliner SPD über den Zusammenschluss mit der KPD nur in den damaligen Westsektoren, im Ostteil war sie verboten worden. Klare Ablehnung einer Verschmelzung (82,2 %).

7.4.1946

 

Vor 65 Jahren: Erster Landesparteitag der SPD nach der Urabstimmung und dem Beschluss des Zentralausschusses über eine Verschmelzung in der Zinnowwaldschule, Zehlendorf, Wilskistraße 78. Formale Neukonstituierung der SPD in Berlin. Franz Neumann zum Vorsitzenden gewählt. Gedenktafel. Die Genehmigung zur freien Betätigung in ganz Berlin durch die Alliierte Kommandantur erfolgte am 31.5., war aber im Ostteil nur bis kurz nach dem Mauerbau mit Behinderungen möglich.

13.4.1881

 

Vor 130 Jahren:Ernst Heilmann in Berlin geboren (+KZ Buchenwald 3.4.1940); Vorsitzender der SPD-Fraktion im Preußischen Landtag und Mitglied des Reichs­tags bis 1933. Begraben ist Heilmann auf dem Waldfriedhof Wilmersdorf in Stahnsdorf, H III UW 72. Gedenktafel an seinem Wohnhaus von 1921-1933 in Kreuzberg, Brachvogelstraße 5

16.4.1936

 

Vor 75 Jahren: Georg Oppel in Berlin gestorben (*Schlochau 10.2.1875); SPD-Stadtverordneter 1925-26

17.4.1911   Vor 100 Jahren: Erwin Beck geboren, Widerstandskämpfer, ehem. Stadtrat für Jugend in Kreuzberg, Ehrenvors. der SPD-Kreuzberg, gest. 26.4.1988

19.4.1846

 

Vor 165 Jahren: Ignaz Auer in Dommelstadl bei Passau geboren (+Berlin 10.4.1907); Organisator der sozialdemokratischen Partei unter dem Sozialistengesetz; Grabstätte in der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zen­tralfriedhof Friedrichsfelde, Gudrunstraße.

21./22.4.1946

 

Vor 65 Jahren: Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED im Admiralspalast in der Friedrichstraße.

6.5.1936

 

Vor 75 Jahren:Clara Bohm-Schuch in Berlin an den Folgen der Haft im Frauengefängnis Barnimstraße gestorben (*Stechow 5.12.1879). 1919 Mitglied der Nationalversammlung, von 1920 bis zum Verbot der SPD 1933 Mitglied des Reichstags. Redakteurin bei „Die Gleichheit“. Bei der Trauerfeier im Krematorium Baumschulenweg sprach Franz Künstler in Anwesenheit von 5-6.000 Menschen.

18.5.1876

 

Vor 135 Jahren: Hermann Müller (Müller-Franken) in Mannheim geboren (+Berlin 20.3.1931). 

19.5.1976

 

Vor 35 Jahren:Jeanette Wolff in Berlin gestorben (*Bocholt 22.6.1888); überlebte während des Nationalsozialismus verschiedene KZ, MdB 1952-61, Gründungsmitglied und langjährige Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin

 30.5.1986

 

Vor 25 Jahren: Erika Heß in Berlin gestorben (*Hachen/Sauerland 16.5.1934); Bezirks-stadträtin in Zehlendorf, Bezirksbürgermeisterin von Wedding, „Mutter vom Wedding“ genannt. Beigesetzt ist sie auf dem Urnen­fried­hof Wedding, See­straße 92-93. Gedenktafel in der nach ihr benannten Eissporthalle, Müllerstraße 185.

16.6.2001

 

 Vor 10 Jahren: Klaus Wowereit zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt

2.7.1981

 

Vor 30 Jahren: Horst Korber in Berlin gestorben (*Stadtroda bei Jena 16.3.1927); führte ab 1963 für die West-Berliner Seite Passierscheingespräche und weitere Verhandlungen, Senator in Berlin für Familie, Jugend und Sport (1967-71), für Justiz (1971-75) und für Arbeit und Soziales (1975-79); Präsident des  Landessportbundes 1977-1981. Be­graben ist er auf dem Wald­friedhof Dahlem, Hütten­weg 47, Abt. 30 B - 56. Gedenktafel an der nach ihm benannten Sporthalle, Glockenturmstraße.

2.7.1886

 

Vor 125 Jahren: Dr. Julius Moses in Posen geboren (+KZ Theresienstadt 24.9.1942); Arzt und Gesundheitspolitiker, Stadtverordneter für USPD/SPD 1921-25,

23.7.1946

 

Vor 65 Jahren. Maria Jankowski in Berlin-Köpenick gestorben (*Ottmachau/Oberschlesien 11.5.1887); Mitglied der SPD-Fraktion in der BVV Köpenick 1921-1933, 1920-24 unbesoldete Stadträtin, vor allem engagiert in der Wohlfahrts- und Jugendpflege, aber auch für die Rechte von Frauen. Im März 1933 wurde sie bekannte und populäre Kommunalpolitikerin von SA im Sturmlokal Demuth in Köpenick schwer misshandelt. Sie ging an die Öffentlichkeit und ließ die Spuren der erlittenen Torturen fotografieren. Damit erzielte sie internationales Aufsehen, musste aber untertauchen. Sie überlebte das „Dritte Reich“ und war nach dessen Ende wieder in der SPD in Treptow aktiv (sie wohnte inzwischen in Niederschöneweide), wechselte aber ein Vierteljahr vor ihrem Tod mit hinüber in die neugeschaffene SED. Gedenkstein auf der nach ihr benannten Grünanlage in Köpenick, Lindenstraße.

28.7.1981

 

Vor 30 Jahren: Otto Bach in Berlin gestorben (*Stuttgart 22.12.1899); Senator für Sozialwesen 1951-53, Präsident des Abgeordnetenhauses 1961-67; Beigesetzt ist er auf dem Waldfriedhof Zehlendorf, Potsdamer Chaussee 75, Abt. VI W 118.

8.8.1916

 

Vor 95 Jahren: Lily Braun in Berlin gestorben (*Halberstadt 2.7.1865; Geburtsname: Amalie von Kretschmann); führend in der sozialistischen Frauenbewegung; bekannt durch ihre Autobiographie "Memoiren einer Sozialistin"

 9.8.1991

 

 Vor 20 Jahren: Richard Löwenthal in Berlin gestorben (*Berlin 15.4.1908); der Politologe war stellvertretender Vorsitzender der Grundwertekommission der SPD 1975-88, Mitglied der Programmkommission 1984-89

26.8.1936

 

Vor 75 Jahren:Heinrich Cunow in Berlin gestorben (*Schwerin 11.4.1862); 1917-23 herausgebender Redakteur der "Neuen Zeit", wissenschaftliches Zentralorgan der deutschen Sozialdemokraten

7.9.1946

 

Vor 65 Jahren: Paul Zech in Buenos Aires gestorben (*Briesen/Westpreußen [Wabrzeź no/ Polen] 19.2.1881). Der Ar­beiterdichter und Dramatiker lebte seit 1912 in Berlin. 1933 wurde er sehr schnell inhaftiert und bis August des Jahres festgehalten. Er emigrierte dann über Prag und Paris nach Buenos Aires. Noch in Deutschland begann er seinen Tatsachenroman "Deutsch­land, dein Tänzer ist der Tod", in dem er sehr genau über die Verfolgungen von Nazigegnern und die Folterungen in den sog. "wilden" KZ der SA berichtet, und der erst 1984 erschien. Gedenktafel am einstigen Wohnhaus, Schöneberg, Naumannstraße 78. Grab­stätte auf dem Friedhof Friedenau, Stubenrauch­straße 43-45 Ecke Südwestkorso, Abt. 12, 49-51.

15.9.1896

 

Vor 115 Jahren:Theodor Haubach in Frankfurt am Main geboren (hingerichtet am 23.1.1945 in Berlin-Plötzensee); führendes Mitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold; Widerstands-kämpfer gegen den Nationalsozialismus.

2.10.1896

 

Vor 115 Jahren:Fritz Eberhard in Dresden geboren (+Berlin 29.3.1982, eigentlich Hellmut von Rauschenplat, F. E. legte er sich als Tarnnamen im Kampf gegen den Nationalsozialismus zu); Mitglied des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK); Mitglied des Parlamentarischen Rates, maßgeblich an der Formulierung der völkerrechtlichen und sozialpolitischen Artikel des Grundgesetzes beteiligt; erster Intendant des Süddeutschen Rundfunks (1949-58); Beigesetzt ist er auf dem Waldfriedhof Zehlendorf, Potsdamer Chaussee 75, I W 265a/b.

20.10.1946

 

Vor 65 Jahren:Erste und bis 1990 einzige freie Wahlen in ganz Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg: SPD 48,7 %, CDU 22,2 %, SED 19,8 %, LDP 9,3 %.

23.10. 1916

 

Vor 95 Jahren:Philip Rosenthal in Berlin geboren (+Selb 26.9.2001); SPD-MdB 1969-83, im Vorstand der SPD-Bundestagsfraktion 1974-76 und 1980-83; Beauftragter des SPD-Parteivorstandes für Kommunikation seit 1982; politisches und unternehmerisches Engagement für mehr Wirtschaftsdemokratie durch Mitbestimmung und Vermögensbeteiligung, führte in seinem Unternehmen 1963 ein Beteiligungssystem für die Mitarbeiter ein.

16.10.1886

 

 Vor 125 Jahren: Armin T. Wegner in Elberfeld geboren (+Rom 17.5.1978). Bedeutender Schriftsteller, Lyriker und Journalist, der vor 1933 auch viel im „Vorwärts“ schrieb. Als Augenzeuge berichtete er über den Völkermord an den Armeniern im Ersten Weltkrieg und forderte US-Präsident Wilson 1919 zur Schaffung eines armenischen Staates auf. Er war verheiratet mit der Schriftstellerin Lola Landau und protestierte angesichts des „Judenboykotts“ vom 1. April 1933 zehn Tage später in einem offenen Brief bei Hitler: „Herr Reichskanzler! Ich fordere Sie auf, der beginnenden Judenverfolgung Einhalt zu gebieten.“ Dies führte zu seiner Verhaftung und Verschleppung in mehrere Konzentrationslager. Seine Bücher wurden verbrannt. 1934 floh er nach England. In den Jahren 1941-43 lehrte er unter falschem Namen deutsche Sprache und Literatur in Positano (Italien). Nach dem Krieg glückte ihm ein Anknüpfen an seine literarischen Erfolge nicht mehr. Gedenktafel an seinem früheren Wohnhaus (1925-1933) Kaiserdamm 16. In Armenien und in Israel wird er als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt. Beigesetzt ist er in Rom.

15.11.1906

 

Vor 105 Jahren:Parteischule der SPD in Berlin eröffnet

18.11.1966

 

Vor 45 Jahren:Ida Wolff in Berlin gestorben (*Brieg/Schlesien 28.10.1893); Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt in Berlin 1946-64

22.11.1986

 

Vor 25 Jahren: Walter Momper zum Vorsitzenden der Berliner SPD gewählt (Amtszeit bis August 1992)

26.11.2001

 

 vor 10 Jahren:Regine Hildebrandt in Woltersdorf gestorben (*Berlin 26.4.1941); 1990 Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer, Arbeits- und Sozialministerin der letzten DDR-Regierung; Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen in Brandenburg 1990-99; MdL 1990-99; Mitglied des SPD-Parteivorstandes seit 1990; Vorstandsmitglied des Forums Ostdeutschland; "Mutter Courage" des Ostens.

14.12. 1966

 

Vor 45 Jahren:Heinrich Albertz (*Breslau 22.1.1915 - +Bremen 18.5.1993) zum Regierenden Bürgermeister gewählt (Amtszeit bis 19.10.1967).

16./17.12.1936

 

Vor 75 Jahren:Siegfried Kawerau in Pustchow gestorben (*Berlin 8.12.1886); Pädagoge und SPD-Stadtverordneter 1925-30 / +17. Dezember 1936. Er wohnte u.a. am (heutigen) Bonhoefferufer 18.

23.12.1931

 

Vor 80 Jahren:„Eiserne Front“ von SPD, Gewerkschaftsbund (ADGB), Arbeitersport-verbänden und Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold zur Abwehr der NS-Gefahr ins Leben gerufen.

 28. Dezember 1996

 

 Vor 15 Jahren: Dr. Peter Mitzscherling in Berlin verstorben. Geb. am 4.12.1928  in Löbau/Sachsen, 1989-91 Wirtschaftssenator in Berlin

     

 

 

Recherche: Holger Hübner, U. Horb