Gedenktage der Berliner SPD 2009

Geschichte

Gedenktage der Berliner SPD 2009

Eine Übersicht über Jubiläen und Gedenktage, die im Zusammenhang mit der Berliner SPD stehen - ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Weitere Hinweise nehmen wir gerne auf: ulrich.horb<at>spd.de

 

15.1.

1919   - vor 90 Jahren Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ermordet
16.1. 1924  -   85. Todestag: Hans Adolf Ritter, geboren in Breslau am 31.1.1871, gestorben in Berlin am 16.1.1924, Bürgermeister der Stadt Berlin seit der Bildung der Einheitsgemeinde Groß-Berlin im Oktober 1920. Beigesetzt auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde, Grabstein bewahrt in der Gedenkstätte der Sozialisten.
16.1. 1934    vor 75 Jahren: Anton Schmaus (München 19.4.1910 - Berlin 16.1.1934) Anton Schmaus, konnte sich zu Beginn der „Köpenicker Blutwoche“ zunächst der Verhaftung durch Flucht entziehen. Dabei erschoß er drei SA-Männer. Er stellte sich später der Polizei und wurde bei „seinem Eintreffen im Berliner Polizeipräsidium von SA-Leuten angeschossen. Obwohl mit einer Lähmung beider Beine bettlägerig, holten ihn die SA-Schläger aus dem Krankenhaus zur Vernehmung. Er starb an den Folgen der Misshandlungen.“
17.1. 1944     vor 65 Jahren: Max Sievers, Vorsitzender des Deutschen Freidenkerverbandes und sozialdemokratischer Abgeordneter,  von den Nazis hingerichtet . Geboren am 11. Juli 1887.
21.1 1934    vor 75 Jahren: Georg Stolt (Hamburg 22. November 1879 – Gefängnis Berlin-Moabit 21.1.1934), USPD/SPD, Stadtrat 1920-24 / Stadtverordneter 1920-21 und 1924-25
29.1. 1974    vor 35 Jahren: Dr. Klaus-Dieter Arndt gestorben. 1963-65 MdA. 1965-74 MdB als Vertreter Berlins (1966-70 parl. Staatssekretär, ab 1973 stellv. SPD-Fraktionsvorsitzender).Geb. 9. März 1927 in Berlin.
8.2. 1884    vor 125 Jahren: Wilhelm Blume (Wolfenbüttel 8.2.1884 - Berlin 17.11.1970) geboren. Der reformpädagoge war Gründer der Schulfarm Insel Scharfenberg und Gründungsdirektor der Pädagogischen Hochschule Berlin Sein Grab ist auf dem Städtischen Friedhof Tegel, Wilhelm-Blume-Allee (Eingang Ziekowstraße).
13.2. 1974    vor 35 Jahren: Prof. Dr. Adolf Arndt gestorben. 1963-64 Senator für Kunst und Wissenschaften in Berlin. Geb. 12. März 1904 in Königsberg. (Vor 100 Jahren)
21.2. 1964    vor 45 Jahren: Kurt Wegner gestorben. Reichsvorsitzender der Jusos. 1928-33 Chefredakteur der Märkischen Volksstimme. 1931-33 MdL Preußen. 1932 MdR. 1945-49 Bürgermeister in Eichwalde. 1954-59 Bezirksstadtrat, 1959-64 Bezirksbürgermeister von Berlin-Charlottenburg. Geb. 2. Juli 1898 in Berlin. Ehrengrab.
22.2. 1904    vor 105 Jahren: Arno Scholz geboren. Verleger, Herausgeber u. Chefredakteur des "Telegraf". Gestorben am 30. Juli 1971.
28.2. 1964     vor 45 Jahren: Prof. Dr. Kurt Landsberg gestorben. Bis 1933 Vorstandsmitglied im Reichsbanner Schwarz-Rot Gold. 1946-50 CDU-Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung. 1950 Eintritt in die SPD. 1950-58 MdA (Präs. d. Abgeordnetenhauses 1957-58). Geb. 20. März 1892 in Berlin.
1.3. 1954    vor 55 Jahren: Carl Schott gestorben. 1946-51 Bezirksbürgermeister von Berlin-Zehlendorf. Geb. 18. Februar 1879.
4.3. 1864    vor 145 Jahren: Waldeck Manasse in Lübben geboren, gestorben in Berlin am 13.5.1923.  Schriftsteller, Stadtverordneter, Mitglied des Preußischen Landtags, Freireligiöser. Einäscherung im Krematorium Gerichtstraße am 21.5.1924 (Pfingstsonntag). Beigesetzt wurde die Urne auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde. Das Grab ist in der Gedenkstätte der Sozialisten erhalten.
6.3. 1984    vor 25 Jahren: Martin Niemöller (Lippstadt 14.1.1892 - Wiesbaden 6.3.1984) gestorben. Pfarrer der Bekennenden Kirche, Widerstandskämpfer, und Kämpfer für den Frieden, gegen Aufrüstung und Krieg. Beigesetzt in Wersen bei Osnabrück.
12.3. 1904 vor 105 Jahren: Dr. Helmuth Schwenn geboren. 1947 Bezirksbürgermeister von Berlin-Lichtenberg. Gestorben am 6. August 1961
13.3. 1984    Im Alter von 88 Jahren stirbt der Stadtälteste Friedrich Krüger (SPD). Krüger war von 1945 bis 1961 Hauptschulrat im Bezirk Wedding und von 1955 bis 1977 Mitglied des Abgeordnetenhauses.
14.3. 1979    vor 30 Jahren: Dr. Karl König gestorben. 1965-75 Senator für Wirtschaft. 1965-68 SPD-Kreisvorsitzender Berlin-Schöneberg. 1975-79 Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftforschung DIW. Geb. 9. Mai 1910 in Alsenz/Rheinhessen.
15.3. 1879    vor 130 Jahren: Marie Juchacz vor 130 Jahren geboren. Eine der ersten 37 Parlamentarierinnnen (Dt. Nationalversammlung) nach der Einführung des Frauenwahlrechts. MdR bis 1933. Gestorben am 28. Januar 1956. dazu: Gründung der Arbeiterwohlfahrt durch Marie Juchaz in Berlin am 13. Dezember 1919 (vor 85 Jahren).
16.3. 1989  1. Rot-grüne Koalition in Berlin (West) Walter Momper und der Frauensenat.
18.3. 1904    vor 105 Jahren: Annedore Leber geboren. 1946-51 sowie 1963-67 MdA. Gestorben am 28. Oktober 1968
25.3. 1909    vor 100 Jahren: Maria Gräfin von Maltzan (Militsch/Schlesien (Milice/Polen) 25.3.1909 - Berlin 12.11.1997) geboren. Die Tierärztin versteckte in ihrer Wohnung in der Detmolder Straße zwischen 1942 und 1945 verfolgte Jüdinnen und Juden. Zusammen mit der schwedischen Victoriagemeinde und Widerstandsgruppen konnte sie einigen zur Flucht aus Deutschland verhelfen. Ihr Grab befindet sich auf Friedhof Charlottenburg, Trakehner Allee.
25.3. 1914    vor 95 Jahren: Rolf Schwedler geboren. 1955-72 Senator für Bau- und Wohnungswesen. 1958-75 MdA. 1972-76 MdB (Vertreter Berlins). Gestorben am 13. Februar 1981. Ehrengrab.
15.4. 1859    vor 150 Jahren: Hugo Heimann (Konitz/Westpreußen [Choinice/Polen]) 15.4.1859 - New York 23.2.1951) geboren. Verleger, SPD-Stadtverordneter, Mitglied des Preußischen Landtags und der Weimarer Nationalversammlung, engagierte sich besonders für Fragen der Volksbildung, stiftete und finanzierte eine erste öffentliche Bücherei und Lesehalle in Berlin. Ehrenbürger.
23.4. 1984    vor 25 Jahren Mehr als 10 000 Personen sind Teilnehmer des von rund 80 Organisationen getragenen Ostermarsches '84 »Gegen Nachrüstung in Ost und West, gegen Sozialabbau und gegen Ausbeutung der Dritten Welt«. Ein Sternmarsch führte zum Steinplatz in Charlottenburg.
1.5. 1884    vor 125 Jahren: Siegfried Aufhäuser (Augsburg 1.5.1884 - Berlin 6.12.1969) geboren. Aufhäuser war Vorsitzender des Vorsitzender des Allgemeinen freien Angestelltenbundes und USPD-/SPD-Reichstagsabgeordneter von 1921-1933. Er verließ Deutschland 1933, seine Exilstationen waren Paris, Prag, London, schließlich die USA. Nach seiner Rückkehr 1951 leitete er den DAG-Landesverband Berlin von 1952 bis 1959. Sein Grab und das seiner Frau Anna ist auf dem jüdischen Friedhof in Freiburg im Breisgau.
1.5. 1929    vor 80 Jahren: „Blutmai“. Nach einem Demonstrationsverbot durch den sozialdemokratischen Polizeipräsidenten Zörgiebel errichten KPD-Anhänger Barrikaden, es kommt zu heftigen Auseinandersetzungen, in deren Verlauf 30 Menschen zu Tode kommen und 200 verletzt werden. Ergebnis auch des "verschärften Kampfes gegen die Sozialdemokratie", zu dem die Kommunistische Internationale im Sommer 1928 aufgerufen hatte.
6.5. 1974    vor 35 Jahren: Willy Brandt tritt als Bundeskanzler zurück
8.5. 1939    vor 70 Jahren: Kurt Löwenstein im Exil gestorben. Vorsitzender der Kinderfreunde. Geboren am 18. Mai 1895.
15.5. 1884    vor 125 Jahren: Max Taut (Königsberg/Ostpreußen [Kalingrad/Rußland] 15.5.1884 - Berlin 26.2.1967) geboren. Der Architekt schuf u.a. das ADGB-Haus, Mitte, Wallstraße Ecke  Inselstraße, das Haus des Verbands Deutscher Buchdrucker, Kreuzberg, Dudenstraße, das Reichsknappschaftshaus am Breitenbachplatz , verschiedene Schulbauten (u.a. am Nöldnerplatz), Wohnbauten in Britz-Süd. Grab auf dem Friedhof des Klosters Chorin.
16.5. 1934    vor 75 Jahren: Erika Heß geboren. 1981-86 Bezirksbürgermeiste-rin von Berlin-Wedding. Langjährige AsF-Landesvorsitzende. Gestorben am 30. Mai 1986. Ehrengrab.
17.5. 1884    vor 125 Jahren: Emil Buchholz (Driewcen 17. Mai 1884 - 30. April 1945 auf dem Todesmarsch vom KZ Sachsenhausen) geboren. Der gelernte Maurer war SPD-Stadtverordneter von 1929 bis 1933.
19.5. 1879   vor 130 Jahren Friedrich Küter in Stralau geboren. ­(Tempelhofer Kommunalpoliti­ker der USPD bzw. SPD / Erster Vorsteher der Tempelhofer Bezirksver­samm­lung (1920) / Verwirklichte als Bezirksstadtrat / den Volks­park Mariendorf (1931) / 1933 entlassen, seit Mai 1944 im KZ Sachsen­hausen / 1945 verschollen) Er wohnte seit 1912 Alt-Mariendorf 53 Ecke Forddamm in Mariendorf.
28.5. 1834    vor 175 Jahren: Eduard Solger (28.5.1834 - 31.10.1920) geboren. Arbeitete über 50 Jahre als Armenarzt im Wedding.
2.6. 1909 Karl Liebknecht wird nach der am Vortag erfolgten Haftentlassung von den Mitgliedern des SPD-Parteivorstandes, Vertretern der Wahlvereine und der Berliner Stadtverordnetenversammlung sowie von »tausenden Berlinern« in den Pharus-Sälen herzlich empfangen.
4.6. 1924    vor 85 Jahren: Heinz Westphal in Berlin geboren. Mitbegründer der Berliner SJD-Die Falken. 1965-90 MdB (Vizepräsident des Dt. Bundestages ab 1983). Gestorben am 30. Oktober 1998.
6.6. 1984    vor 25 Jahren: Prof. Dr. Ernst Schellenberg gestorben. 1952-76 MdB (Vertreter Berlins), ab 1969 stellv. Fraktionsvorsitzender. Geb. 20. Februar 1907 in Berlin.
6.6. 1984    vor 25 Jahren Der Sozialpolitiker Ernst Schellenberg stirbt in Berlin. Er war 1946 bis 1948 Professor für Sozial- und Versicherungswesen an der Humboldt-Universität, 1952 bis 1976 Mitglied des Bundestages und maßgebender Gestalter der Sozial- und Rentengesetzgebung.
9.6. 1979    vor 30 Jahren: Das ehemalige - etwa 7 000 Quadratmeter große - Ufa-Gelände an der Viktoriastraße (Tempelhof) wird von drei Kreuzberger Wohn- und Arbeitsgemeinschaften besetzt. Dies war die erste friedliche Besetzung eines derart großen Komplexes.
22.6. 1959    vor 50 Jahren: Hermann Brill (Gräfenroda/Thüringen 9.2.1895 - Wiesbaden 22.6.1959) gestorben. Brill trat 1918 der USPD bei, gehörte ab 1992 der SPD an. Dem thüringischen Landtag gehörte er von 1920 bis 1933, dem Reichstag seit 1932 an. Nach 1933 gehörte er zur Widerstandsgruppe "Neu Beginnen". Am 28.7.1939 wurde er wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt, kam zunächst ins Zuchthaus Brandenburg, dann ins KZ Buchenwald. Von ihm stammt das "Buchenwalder Manifest". Von Eugen Kogon vorgeschlagen, machten ihn die Amerikaner am 9.6.1945 zum Regierungspräsidenten der Provinz Thüringen. Das Amt verlor er nach dem Abzug der Amerikaner, war dann ab Juli 1946 Chef der hessischen Staatskanzlei, arbeitete mit an den ersten Entwürfen für das Grundgesetz und wurde Mitglied des ersten Deutschen Bundestags. Brill wohnte von 1934 bis zu seiner Verhaftung 1939 in Halensee, Karlsruher Straße 13.
6.7. 1959    vor 50 Jahren: George Grosz (eigentlich Georg Ehrenfried Groß, (Berlin 26.7.1893 - Berlin 6.7.1959) gestorben. Begraben ist der Maler auf dem Friedhof Charlottenburg, Trakehner Allee.
10.7. 1934    vor 75 Jahren: Erich Mühsam (Berlin 6.4.1878 - KZ Oranienburg 10.7.1934) ermordet. Der Schriftsteller und menschenliebende Anarchist war kein ausgesprochener Freund der Sozialdemokratie, wurde aber von seinen Zeitgenossen als herzensguter Mensch geschildert. Wegen seiner Teilnahme an der Münchener Räterepublik 1919 wurde er zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Bereits 1933 wurde er in KZs verschleppt. Sein Grab ist auf dem Waldfriedhof Dahlem, Hüttenweg 47.
21.7. 1999    vor 10 Jahren: Das Bundeskabinett beschließt, dass Berlin ab dem 1. September 1999 offiziell Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland ist.
22.7. 1904    vor 105 Jahren: Walter G. Oschilewski , Journalist, Autor und Herausgeber, in Berlin geboren, gestorben am 1.5.1987 in Berlin
25.7. 1999    vor 10 Jahren; Die Bundeszentrale der SPD zieht ins Willy-Brandt-Haus an der Wilhelmstraße 141 (Kreuzberg). Nach 66 Jahren kehrte die Parteizentrale der SPD wieder nach Berlin-Kreuzberg zurück.
31.7. 1884    vor 125 Jahren: Carl Friedrich Goerdeler (31.7.1884 – Berlin-Plötzensee 2.2.1945) geboren.  Goerdeler sollte nach einem geglückten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 Regierungschef werden.
11.8. 1914    vor 95 Jahren: Gerhard Schmidt geboren. 1959-63 Bezirksstadtrat, 1965-71 Bezirksbürgermeister von Berlin-Wilmersdorf. Gestorben am 28. März 1990
14.8. 1904    vor 105 Jahren: Franz Neumann, von 1946 bis 1958 Berliner SPD-Landesvorsitzender,  in Berlin geboren.
24.8. 1944    vor 65 Jahren: Rudolf Breitscheid stirbt im KZ Buchenwald; am 28.8.1984 wird auf dem Breitscheidplatz an der Gedächtniskirche (Charlottenburg) eine von dem Bildhauer Joachim Schmettau entworfene Gedenkplatte anlässlich seines 40. Todestages enthüllt.
30.8. 1894    vor 115 Jahren: Otto Suhr geboren. 1948/49 Mitglied d. Parlamen-tarischen Rates (Vertreter Berlins). 1949-1952 MdB (Vertreter Berlins). 1951-54 Präsident des Abgeordnetenhauses. 1955-57 Regierender Bür-germeister. Präsident des Deutschen Städtetages. Gestorben am 30. August 1957. Ehrengrab.
2.9. 1909    vor 100 Jahren: Harro Schulze-Boysen (Kiel 2.9.1909 - Berlin-Plötzensee 22.12.1942 geboren. Schulze-Boysen stand zusammen mit Arvid Harnack an der Spitze einer großen Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus (von der Gestapo “Rote Kapelle” genannt).
8.9. 1874    vor 135 Jahren: Friedrich Stampfer geboren. Ab 1916 Chefredakteur des "Vorwärts" und in der Emigration des "Neuen Vorwärts". Gestorben am 1. Dezember 1957.
16.9. 1939    vor 70 Jahren: Otto Wels, letzter SPD-Fraktionsvorsitzender im Reichstag, stirbt im Exil in Paris. In seiner letzten Reichstagsrede begründete Wels am 23. März 1933 die Ablehnung des nationalsozialistischen Ermächtigungsgesetzes durch die SPD.
5.10. 1964    vor 45 Jahren: Walter Röber gestorben. Vor 1933 führendes Mitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold. 1945 Stadtrat für Sozialwesen. 1946-56 Bezirksbürgermeister von Berlin-Wedding. Geb. 16. September 1894 in Magdeburg (vor 110 Jahren).
6.10. 1989    vor 20 Jahren: Am Rande der Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der Gründung der DDR mahnt der sowjetische Partei- und Staatschef Michail S. Gorbatschow in Ost-Berlin Reformen mit den Worten an: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“.
7.10. 1989    vor 20 Jahren: Gründung der Sozialdemokratische Partei in der DDR (SDP) (vereinigte sich am 26. September 1990 in Berlin mit der SPD). Geschäftsführer wurde Ibrahim Böhme, der später aber als Stasi-IM enttarnt wurde.
7.10. 1989    vor 20 Jahren: Edith Lowka in Walsrode gestorben. 1954-77 MdA (stv. Präs. d. Abgeordnetenhauses 1959-63). Zuvor Bezirksverordnete in Tiergarten. Geb. 13. Aug. 1916 in Berlin.
8.10. 1989    vor 20 Jahren: Walter Nicklitz in Berlin gestorben. 1949-51 Stadtrat für Bau- und Wohnungswesen beim Magistrat von Groß-Berlin. 1952-71 Bezirksstadtrat für Bau- und Wohnungswesen im BA Berlin-Wedding. Geb. 28. Nov. 1911 in Berlin. Ehrengrab.
9.10. 1974    vor 35 Jahren: Franz Neumann gestorben. 1946-58 Berliner SPD-Landesvorsitzender. 1946-1960 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung bzw. MdA (1949-58 SPD-Fraktonsvorsitzender). 1970-74 Berliner AWO-Vorsitzender. Geb. 14. August 1904 in Berlin (vor 100 Jahren). Ehrengrab.
10.10. 1904    Gründung der ersten deutschen Arbeiter­jugend­organisa­tion “Verein der Lehrlinge und jugendlichen Arbei­ter Berlins”, Vorläufer der SJD-Die Falken Berolinastraße (Grünfläche neben Nr. 11) Die 1990 entfernte Bronzetafel auf einer Klinkerstele trug die Inschrift: Die erste deutsche / Arbeiterjugendorganisation / Verein der Lehrlinge / und / jugendlichen Arbeiter / Berlins / wurde am 10. Oktober 1904 / an diesem Ort gegründet. 
16.10. 1854    vor 155 Jahren: Karl Kautsky in Prag geboren. Kautsky war führender Theoretiker der Sozialdemokratie. Er lebte Anfang des vorigen Jahrhunderts u.a. in der Friedenauer Saarstraße 14, wo eine  Gedenktafel seit 1980 an ihn erinnert.
16.10. 1959    Vor 50 Jahren: George C(atlett) Marshall (Uniontown/Pennsylvania/USA 31.12.1880 - Washington 16.10.1959) gestorben. Generalstabschef der US-Armee 1939-1945, Außenminister der Vereinigten Staaten 1947-1949, Schöpfer des nach ihm benannten “European Recovery Program” (Marshallplan), Friedensnobelpreisträger 1953
17.10. 1894    vor 100 Jahren: Willi Meseck geboren. 1953-60 Bezirksbürgermeister von Berlin-Tiergarten. Langjähriger Kreisvorsitzender der SPD-Tiergarten. Gestorben am 10. Oktober 1974 in Berlin (vor 30 Jahren).
21.10. 1969    vor 35 Jahren: Willy Brandt zum Bundeskanzler gewählt.
4.11. 1989 Rund eine Million Menschen demonstrieren in Ost-Berlin für Demokratie. Sie bilden damit die größte Demonstration der gesamten DDR-Geschichte.
7.11. 1919    vor 85 Jahren: Hugo Haase an den Folgen eines Attentats in Berlin gestorben. 1911-16 SPD-Vorsitzender. Geboren am 29. September 1863.
9.11. 1989    vor 20 Jahren Mauerfall
13.11. 1884    vor 125 Jahren: Karl Schröder (Polzin/Pommern [Połczyn Zdrój/Polen]) 13.11.1884 - Berlin 6.4.1950) geboren. Der Neuköllner Sozialdemokrat war politischer Schriftsteller und bis 1933 Leiter des Buchgemeinschaft“Bücherkreises", 1945 Direktor am Pädagogischen Institut der Stadt Berlin und von 1945-1949 Direktor der Volkshochschule Neukölln.

 13.11.

 1999    Das »Haus der Demokratie und Menschenrechte« in der Greifswalder Straße 4 (Prenzlauer Berg) wird nach dem Umzug aus der Friedrichstraße mit einem Fest eröffnet. 38 Bürger-, Menschenrechts- und Umweltgruppen hatten im dem ehemaligen Gewerbehof ihre Büros.

13.11.

 1989 Entlang der Berliner Mauer und an der innerdeutschen Grenze wird die Sperrzone aufgehoben.

 19.11.

 1884    vor 125 Jahren: Franz Stimmi(n)g geboren. 1922-1933 (gemaßregelt) Bezirksrat und stellv. Bürgermeister in Lichtenberg. 1945 Bezirksbürgermeister von Lichtenberg (durch sowj. Kommandantur abgelöst). Gestorben am 3. Mai 1952.

26.11. 1919    vor 90 Jahren: Marie Schlei geboren in Reetz/Pommern. 1969-81 MdB (Vertreterin Berlins). 1976-78 Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Gestorben am 21. Mai 1983.
27.11. 1984    vor 25 Jahren: Dr. Josef Grunner gestorben. 1955-64 Bezirksstadtrat, 1964-69 Bezirksbürgermeister von Berlin-Schöneberg. Geb. 10. Juni 1904 in Atzelsdorf, bei Wien (vor 100 Jahren).
 4.12. 1989    Im Roten Rathaus (Mitte) trifft sich erstmals - und damit noch vor Konstituierung des Zentralen Runden Tisches - der Berliner Runde Tisch.
5.12. 1879    vor 130 Jahren: Friedrich Ludwig Urban in Berlin geboren, Barrikadenheld vom Alexanderplatz, Gründer und Laienprediger der Freien Berliner Gemeinde des Urchristenbundes, Grabstein auf dem Friedhofspark Pappelallee (ehem. Freireligiöse Gemeinde)
5.12. 1879    vor 130 Jahren: Johann Schmaus in München geboren (Sozialdemokrat, ermordet in der “Köpenicker Blutwoche” am 21.6.1933) Johann Schmaus war Mitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Vertreter der SPD im Reichswirtschaftsrat und Vorstandsmitglied des Deutschen Landarbeiterverbandes. Er wohnte in der Alten Dahlwitzer Straße 2 (heute Schmausstraße).
13.12. 1919    vor 90 Jahren: Gründung der Arbeiterwohlfahrt durch Marie Juchaz in Berlin am 13. Dezember 1919
16.12. 1909    vor 100 Jahren: Lina Morgenstern (Breslau 25.11.1830 - Berlin 16.12.1909) gestorben. Die “Suppenlina” eröffnete 1868 in der Linienstraße 47 eine Volksküche. “In dem Bestreben, die große soziale Not zu lindern, aber kein Almosen zu verteilen, wurden erstmalig nahrhafte Speisen zum Selbstkostenpreis abgegeben. Lina Morgenstern wirkte als Publizistin, als Mitbegründerin des ersten Arbeiterinnen-Bildungsvereins und der ersten Krankenkasse für Arbeiterinnen sowie als Vorstandsmitglied / der Deutschen Friedensgesellschaft.”, steht auf einer dort angebrachten Gedenktafel. Ihr Grab befindet sich auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee.
19.12. 1954    vor 55 Jahren: Dr. Fritz Schloß gestorben. 1919-23 Mitbegründer und Vorsitzender der Jusos von Groß-Berlin. 1946-52 Bezirksbürgermeister von Berlin-Tiergarten. 1946-47 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. Geb. 23. März 1895 in Berlin. Ehrengrab.
24.12. 1979    vor 30 Jahren: Rudi Dutschke , führender Kopf der „68er“-Studentenbewegung, stirbt an den Spätfolgen des Attentats von Ostern 1968 auf ihn in Aarhus/Dänemark
26.12. 1994    vor 15 Jahren: Prof. Dr. Karl Schiller gestorben. 1961-65 Berliner Senator für Wirtschaft und Kredit. Geb. 24. Apr. 1911 in Breslau.
30.12. 1889    vor 120 Jahren: erste Arbeiterversammlung im Roten Rathaus
   
   

 

Recherche: Daniela Honigmann, Ulrich Horb, Holger Hübner, Ingo Siebert, Veronika Thanner