5. Mai: Europatag und europäischer Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen

5. Mai: Europatag und europäischer Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen

"Es kann kein Zufall sein! Der 05. Mai ist gleichzeitig der Europatag und der europäische Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen", so Martin Schulz, SPD-Spitzenkandidat zur Europawahl, und Karl Finke, Bundesvorsitzender der AG Selbst Aktiv, in einer gemeinsamen Erklärung..

"Als künftiger Präsident der europäischen Union", so Martin Schulz, "werde ich hier mit Bezug auf die Forderungen des europäischen Behindertenforums die Gleichstellung behinderter Menschen gezielt aufgreifen und konkrete Schritte einleiten. Hierzu gehört die Mitentscheidung behinderter Menschen in den europäischen Gremien zu stärken und ein Direktorat als Querschnittsaufgabe zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention mit Menschen mit Behinderungen umsetzungsorientiert zu überprüfen. "

"Brüssel ist weit und häufig doch sehr konkret", erklärte Karl Finke. "So hat das europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen mit seinem Motto ,nichts über uns, ohne uns' das Bewusstsein in Europa im Sinne der Menschen mit Behinderungen verändert. Mit europäischen Richtlinien wie der Antidiskriminierungsrichtlinie wurde das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz auch durch die Initiative von Selbstaktiv für Deutschland umgesetzt. Besondere Förderungen wie z. B. des europäischen Sozialfonds und auch Beschäftigungsprojekte haben die Mitwirkung behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet und das gesellschaftliche und politische Handeln befördert."

Im Rahmen der europäischen Union leben 80 Millionen Menschen mit einer Behinderung, davon 46 Millionen schwerbehinderte Menschen. Sie sind besonders auf einen stabilen Sozialraum Europa angewiesen und auf eine Politik, die dieses Grundverständnis in ihrem Namen trägt. Der 05. Mai mit seinem Doppelbezug Europatag und europäischer Aktionstag zur Gleichstellung behinderter Menschen begründet kooperative Partnerschaft zwischen den Entscheidern in Brüssel und Menschen mit Behinderungen als - Experten in eigener Sache - erklären Martin Schulz und Karl Finke übereinstimmend. "Nichts über uns ohne uns oder kooperative Partnerschaft wie sie die UN-Behindertenrechtskonvention fordert, soll künftig von Europa aus eine Strahlkraft für alle Mitgliedsländer entfalten", so die beiden Politiker.