12 11 29 Bozkurt und Lasic: „Egoismus bei der Schulwahl bremsen!“

Bozkurt und Lasic: „Egoismus bei der Schulwahl bremsen!“

Bozkurt und Lasic: „Egoismus bei der Schulwahl bremsen!“

Die elterliche Schulwahl verschärft die Segregation der Schüler deutscher und nicht-deutscher Herkunft an den Grundschulen. Das ist das Ergebnis einer Analyse von 108 Grundschulen aus vier Innenstadtbezirken, die der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen durchführte.

 

Zu den Konsequenzen erklären die Bildungsexpertin im Landesvorstand der AG Migration und Vielfalt, Maja Lasic, und der Landesvorsitzende, Aziz Bozkurt:

 

„Es kann für keinen Stadtteil gut sein, wenn aufgrund der elterlichen Schulwahl die Zusammensetzung der Gesellschaft nicht mehr repräsentiert wird. Kinder müssen die Vielfalt der Gesellschaft früh erleben und diese Vielfalt als eine Selbstverständlichkeit wahrnehmen.

 

Der Berliner Senat muss sich verstärkt Gedanken machen, wie der elterliche ‚Egoismus‘ beschränkt werden kann. Notfalls auch mit harten Maßnahmen, wie der Einführung von Quoten anhand des Sprachstands der Schüler oder einer härteren Regulierung der Schulwahl. Das Beispiel der Rütli Schule zeigt, dass man es mit genügend Mitteln und Engagement schaffen kann, Schulen ins Positive zu kippen und das Image der Schulen zu verbessern. Die besten Schulen Berlins müssen in unseren Brennpunktkiezen liegen.“