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Offener Brief der Berliner Kunst zur Abgeordnetenhauswahl 2016

In einem Offenen Brief beziehen Berliner Künstlerinnen und Künstler Position gegen den politischen Rechtspopulismus. Zu den UnterzeichnerInnen gehören u.a. die Mitglieder des Rats für die Künste, Regisseur Jürgen Flimm, Thomas Ostermeier (Schaubühne), Shermin Langhoff (Gorki-Theater), Bernd Scherer (Haus der Kulturen der Welt), viele freie Gruppen und Projekte. Der Brief im Wortlaut:

 

Wir, als Kunstschaffende aus allen Sparten, aus der Freien Szene wie aus den institutionell geförderten Häusern in Berlin, sehen uns einem
aufklärerischen und humanistischen Welt- und Gesellschaftsbild verpflichtet.
Die aktuelle Tendenz, dass Politik und Öffentlichkeit zunehmend durch Rechtspopulist*innen und rechtsextreme Parteien wie die AfD
vereinnahmt werden und diese immer mehr Zustimmung durch die Bevölkerung erfahren, hat vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus in
erschreckendem Maße auch unsere vermeintlich liberale und offene Stadt erreicht. Wir sehen uns daher in der Verpflichtung, ein klares
Statement gegen politischen Rechtspopulismus abzugeben.
In der Kunst- und Kulturszene Berlins verstehen wir uns als international, multi- und interkulturell, feministisch, nicht cis- noch hetero-normativ.
Es entspricht unserem Selbstverständnis, uns künstlerisch wie auch nicht-künstlerisch (selbst-)kritisch mit der nationalsozialistischen
Vergangenheit Deutschlands auseinanderzusetzen, mit offenem wie auch strukturellem Rassismus und den Privilegien, die einige unter uns
gegenüber People of Color, Menschen mit Migrationshintergrund und nicht ‚Biodeutschen' erfahren; mit normativen, konditionierten Gender- und
Geschlechterrollen, mit der Ungleichheit und Diskriminierung, die Menschen aufgrund unterschiedlicher ökonomischer, sozialer oder
weltanschaulicher Hintergründe erfahren. Wir wollen Orte schaffen, die diskriminierungsfrei und sicher sind.
Daher widersprechen wir aufs Schärfste den Programmen rechtspopulistischer Parteien, die auch in Berlin zur Wahl stehen und von denen
einige Vertreter*innen bedauerlicherweise höchstwahrscheinlich auch ins Abgeordnetenhaus gewählt werden.
Wir lehnen die traditionelle Familie als familiäres Leitbild ab, innerhalb dessen konservativ misogyne und homophobe Konzepte Menschen
vorschreiben wollen, in welchen Strukturen sie ihren familiären Kontext gestalten sollen und Frauen einem biologistisch- deterministischen
Rollenbild folgen müssen. Ebenso insistieren wir darauf, dass Frauen die absolute Autonomie über ihre Körper haben.
Wir lehnen die Definition von Gender als zwei determinierte Geschlechter, die alle, die außerhalb dieser Definition stehen pathologisiert und
marginalisiert, ab. Eine wissenschaftlich valide und zeitgemäße Auffassung von Gender definiert dieses auch als sozial-gesellschaftliches
Konstrukt. Wir fordern daher die uneingeschränkte Gleichstellung homosexueller mit heterosexuellen Paaren und ein Ende der Pathologisierung
und behördlicher Diskriminierung von trans*- und inter*-Personen. Wir verwehren uns gegen jegliche Diffamierung von LSBTIQ*.
Wir stellen uns radikal gegen die unterschwellige bis offene Fremdenfeindlichkeit, die sich insbesondere in Form einer anti-islamischen Hysterie
durch die Programme dieser Parteien zieht. Unverhohlener Rassismus wird hinter Slogans wie „Mehr Kinder statt Masseneinwanderung“,
„Ausländerkriminalität“, „ungeregelte Zuwanderung in die Sozialsysteme“ und „Parallelgesellschaften“ versteckt. Für uns ist Asylrecht
uneingeschränktes Menschenrecht und wir befürworten doppelte Staatsbürgerschaften.
Wir verstehen den Sozialstaat als bedingungslose Solidargemeinschaft, in der Sozial- oder Gesundheitsleistungen nicht aufgrund von
Weltanschauung, Nationalität oder Suchterkrankung eingeschränkt werden.

 

mehr auf der Facebook-Seite der Koalition der Freien Szene

 

Berlin ist bunt - Aufruf für die Berliner Kultur

Unter dem Motto "Berlin ist bunt!" haben die ehemalige Bundestagsabgeordnete und Kulturpolitikerin Petra Merkel und Thomas Hennig einen Aufruf für die Berliner Kultur veröffentlicht. Der Aufruf im Wortlaut:

 

Gerade die Kunst- und Kulturschaffenden profitieren von unserem bunten Berlin.
Alle Kulturinstitutionen in Berlin sollten sich deshalb gemeinsam gegen den programmatischen Irrsinn der rechtspopulistischen AfD stark machen. So langsam wird die Katze aus dem Sack gelassen, ein buntes Berlin ist eben auch verknüpft mit der vielfältigen, farbigen und ganz verschiedenartigen Kulturszene unserer Stadt.

Unser Berlin, in dem Menschen aus allen Ländern friedlich miteinander leben können.
Hier gibt es eben (fast) alles, was unser Leben bereichert: Neues erleben, Mitmachen, Gedenken, Reflektieren, Feiern, Tanzen und entspannen. Unterhaltung gibt es ebenso wie intellektuelle Denk-Anstöße und Herausforderungen, sie schließen sich nicht aus oder versuchen sich gegeneinander zu behaupten, ringen aber alle um die Gunst des immer größer werdenden Publikums dieser Stadt.

Unser Berlin, in dem Vergangenheit Gegenwart hat.
Bunt war Berlin immer wieder, einen beispiellosen kulturellen Einbruch erlebte diese Stadt allerdings durch den kulturlosen Kahlschlag der Nazis nach 1933. Unschwer kann man aus verschiedenen Dokumentationen erkennen, welche Folgen sich aus dem Holocaust für die schillernde Metropole abzeichneten.

Unser Berlin, das nie vollkommen ist, aber immer mit Leidenschaft und Gemeinsinn weiterentwickelt wird.
Klar ist, dass die Lebendigkeit unserer Metropole von der farbigen Kultur und den verschiedenen kulturellen Wurzeln der hier lebenden Berlinerinnen und Berliner abhängt. Diese Lebendigkeit ist auch der Motor für wirtschaftlichen Erfolg, das erkennen wir heute – und haben es aus der Geschichte gelernt. Friedrich der Große ist an dem Punkt ein positives Beispiel dafür, was geschieht, wenn man den kulturellen Markt der Möglichkeiten öffnet.

Unser Berlin, das ohne kulturelle Vielfalt keine Zukunft hat.
Deshalb lohnt es sich für alle Berlinerinnen und Berliner, für alle Kulturinstitutionen und Verbände, auch bei den Wahlen in Berlin am 18.9. ein starkes Zeichen zu setzen für eine offene, das Miteinander motivierende Gesellschaft.

Unser Berlin gibt es nicht umsonst!
Wir alle profitieren vom kulturellen Dialog, der schon eine lange Tradition in unserer Stadt hat. Daher ist es wichtig, dass wir Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Ausgrenzung die rote Karte zeigen: Menschen, die an einer offenen Gesellschaft, an einem steten Dialog interessiert sind, sich gegen Gewalt und Diskriminierung jeder Art aussprechen sind hier immer willkommen! Rechtspopulisten und Brandstifter, die ausgrenzen und Gewalt und Unfrieden zwischen Menschen unserer Gesellschaft schüren, gehören nicht in unsere Parlamente.
Berlin soll lebendig bleiben, Berlin ist bunt.
Damit das so bleibt: Keine Stimme für die AfD!
Damit das so bleibt: Wählen gehen!

mehr auf der Facebook-Seite

 

16. September, 17 Uhr, Winterfeldtplatz: Kundgebung zur Wahl

Kundgebung zur Wahl
 

Die Berliner SPD lädt am Freitag ab 17 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Winterfeldtplatz. Es sprechen Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier.. Die Abgeordnetenhauskandidatinnen und -kandidaten von Tempelhof-Schöneberg stellen sich vor.

Mit der Kundgebung zur Wahl startet die Berliner SPD in die letzten 48 Stunden des Wahlkampfs. Für Musik sorgen Glasperlenspiel und Nessi.
16. September, 17 Uhr, Winterfeldtplatz.

Einladungskarte (PDF-Dokument, 2.2 MB)zum Weitermailen

 
21. September:

Forum Netzpolitik: Führt die Datengesellschaft zu einer diskriminierenden Gesellschaft?

Daten spielen in unserem alltäglichen Leben eine immer größere Rolle. Wenn wir einen Kredit beantragen werden wir durch Daten beurteilt. Wenn wir in ein Land einreisen wollen, werden wir durch Daten überprüft. Die Polizei setzt Daten verstärkt ein, um Verbrechen vorherzusagen. Und mittlerweile fangen auch Krankenkassen damit an, uns anhand von Daten zu bewerten. Wir können uns dem Einfluss von Datenbewertungen kaum noch entziehen.
Deswegen will das Forum Netzpolitik der Frage nachgehen, ob Datenbewertungen zu einer neuen Form der Diskriminierung führt oder doch ein faireres System sind? Frau Serena Holm von der Schufa Holding AG als Referentin zur Verfügung steht. Sie wird erläutern wie die Schufa Daten zur Bewertung einsetzt. Das Forum Netzpolitik lädt herzlich ein.

Mittwoch, 21. September 2016, um 19:00 Uhr
Cafe Aufsturz, hinterer Raum, Oranienburger Straße 67, 10117 Berlin

 
28. September:

Buchvorstellung mit Winfried Sühlo und Peter Brandt

Cover Der rote Koffer
 

Wenige Tage vor dem Tag der Deutschen Einheit laden das Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie und die Historische Kommission der Berliner SPD gemeinsam zu einer spannenden deutschlandpolitischen Lesung und Diskussion ein.  Im Gespräch mit dem Historiker Peter Brandt stellt Berlins ehemaliger Kulturstaatssekretär Winfried Sühlo, langjähriger Vorsitzender des Kulturforums,  am Mittwoch, dem 28. September um 19 Uhr sein kürzlich erschienenes Buch „Der rote Koffer“ vor. Winfried Sühlo hat in diesem Buch seine persönliche Sicht auf „ein gespaltenes Land“ beschrieben, er gibt Einblicke in die kulturelle Entwicklung in beiden Teilen des Landes und erzählt von vielen persönlichen Begegnungen.

Der Historiker Peter Brandt, der sich intensiv mit den deutschlandpolitischen Entwicklungen und der Ostpolitik seines Vater Willy Brandt befasst hat, wird in der Einführung und im Gespräch mit Winfried Sühlo und dem Vorsitzenden der Historischen Kommission Kommission der Berliner SPD Heiner Wörmann über verpasste und genutzte politische Chancen sprechen, über deutsch-deutsche Gemeinsamkeiten und  Unterschiede. 

 

Mittwoch, 28. September, 19 Uhr, „Der rote Koffer“, Buchvorstellung mit Winfried Sühlo, Peter Brandt und Heiner Wörmann, Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstr. 163, 13353 Berlin.  Anmeldung erbeten im Formular auf www.spd.berlin/koffer

 

Wahlprüfsteine zum Kulturbereich

Die Berliner SPD hat die von ihr beantworteten Wahlpüfsteine online gestellt. Eine ganze Reihe von Fragen betreffen den Kulturbereich. Hier sind die Antworten:

Deutscher Bibliotheksverband

Sollte es in Berlin ein Bibliotheksgesetz geben? Wie ist unser Konzept für die Digitalisierung von Kultur-Daten und wie sieht unsere Open-Access-Strategie aus? Auf diese Fragen hat der Deutschen Bibliotheksverband Antwort  bekommen.

Forum Stadtbild Berlin

Antworten zu aktuellen Fragen Architektur und Stadtbildpflege der historischen Mitte Berlins finden sich im Wahlprüfstein  des Forums Stadtbild Berlin.

Initiative Medienbildung Jetzt

Die Landesarbeitsgemeinschaft Medienarbeit und die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur haben uns u. a. gefragt, wie wir die frühkindliche Medienkompetenz verbessern wollen und in welcher Form wir uns für freie Lehrmittel einsetzen. Antworten

KinderKulturMonat

Der KinderKulturMonat bietet Kindern zwischen 4 und 12 Jahren jeweils im Oktober einen Monat lang an, gratis Kunst und Kultur zu genießen. Hier finden Sie die Antworten auf die Fragen der Initiatoren zur weiteren Förderung des Projekts.

Koalition der Freien Szene

Fragen zu Raummieten und prekärer Beschäftigung in der Kulturszene oder der Verwendung der Steuereinnahmen aus der City Tax stellte die Koalition der Freien Szene in ihren Wahlprüfsteinen.

Koalition Freies Wissen

Zur Koalition Freies Wissen gehören Vereine wie Wikimedia, die Digitale Gesellschaft oder das Bündnis Freie Bildung. Sie fragten u.a. zu Breitband-Internet, freier Software an Schulen und zur Netzneutralität. Antworten

media.net berlinbrandenburg

media.net berlinbrandenburg ist ein regionales Netzwerk der Medien- und Digitalwirtschaft. Von uns wollte die Initiative u. a. wissen, wie wir die Medien- und Kreativbranche in der kommenden Wahlperiode fördern wollen und wie wir zu den Thema Urheberrecht, Datenschutz und Online-Sicherheit stehen. Die Antworten der SPD finden Sie hier.

Musikschulbündnis

Das Musikschulbündnis wollte u.a. von uns wissen, ob wir uns eine 20 Prozent Festangestelltenquote bei den Musikschulen einsetzen. Hier  sind die Antworten.

Rat für die Künste

In den Wahlprüfsteinendes Rats für die Künste geht um Transparenz und Büroabbau bei den Kulturfördermaßnahmen, die bezirkliche Kulturarbeit und die Diversität bei Publikum, Programm und Personal von Kulturinstitutionen.

Verein Rettet die Ku'damm-Bühnen

Wie geht es weiter mit den Theater-Bühnen am Kurfürstendamm? Hier sind die Antworten  auf die Wahlprüfsteine des Vereins Rettet die Ku'damm-Bühnen.

Zeitgenössischer Tanz

Die Tanzszene Berlin fragt. Die SPD hat geantwortet auf Themen zur Finanzierung, Nachwuchsförderung, Honoraruntergrenzen bzw. der Einrichtung eines Hauses für den Tanz. Antworten

 

 
bis 30. September:

Kaliningrad: Fotos als Zeugnisse des Wandels

Dmitry Vyshemirsky
 

In der Ausstellung "Königsberg-Kaliningrad" des August Bebel Instituts sind noch bis zum 30. September Fotografien von Dmitry Vyshemirsky zu sehen.

Die Arbeiten zeigen den Wechsel von Epochen und Ideologien: Deutschland - Sowjetunion - Russland. Eine Stadt geprägt von Krieg, Umsiedlung und Wiederaufbau. Dmitry Vyshemirskys Fotos sind Zeugnisse dieses Wandels und des visuellen Kampfes um Deutungshoheiten.

Die Beschäftigung mit dem alten Königsberg, jener Stadt, die so dicht unter der Kaliningrader Oberfläche liegt, hatte lange Zeit eine Aura des Oppositionellen, des Widerständigen. Obwohl nur sehr wenige (deutsche) Königsberger*innen nach der letzten Ausweisungswelle 1948 in dem sowjetischen Kaliningrad blieben, blieb die deutsche Stadt in der sowjetischen präsent. Heute drohen sogar die Spuren von 45 Jahren Geschichte der Sowjetunion aus dem Gedächtnis der Stadt zu verschwinden. Die Fotografien von Dmitry Vyshemirsky zeigen Kaliningrad in allen diesen Widersprüchen.
Dmitry Vyshemirsky wurde 1958 in der Ukraine geboren und lebte seit seiner Kindheit bis 2015 in Kaliningrad. Bis Anfang der 1980er Jahre arbeitete er als Pressefotograf  für Kaliningrader Zeitungen.  In den Langzeit-Foto-Dokumentationen „Königsberg, Verzeih“ und „POST“ beschäftigt er sich mit dem post-deutschen und post-sowjetischen Kulturraum der Region Kaliningrad, mit russischer Geschichte und der Demokratie baltischer Staaten. Heute lebt und arbeitet er in Berlin, wo er ein Forum für humanistische Fotografie aufbaut.

Öffnungszeiten: Mo-Fr, 14-18 Uhr; Galerie, Müllerstr. 163, 13353 Berlin.

 
bis 2. Oktober:

Uranium Film Festival mit Fotoausstellung

Am 26. April 1986, kurz nach Mitternacht um 01.24 Uhr ereignete sich die schlimmste Atomkraftwerkskatastrophe der Neuzeit. Der Reaktor Nummer vier des Kernkraftwerks von Tschernobyl in der ehemaligen Sowjetunion explodierte. Die Explosion schleuderte Tonnen von radioaktivem Staub in die Atmosphäre und kontaminierte fast ganz Europa.
Der preisgekrönte italienische Fotograf Pierpaolo Mittica besuchte die Katastrophenregion 30 Jahre danach. Das Internationale Uranium Film Festival Berlin zeigt nun seine Tschernobyl-Fotos im September in Berlin im Kino der KulturBrauerei Prenzlauer Berg -  bis zum 2. Oktober 2016. Unterstützt wird das Festival vom Pankower SPD-Bundestagsabgeordneten Klaus Mindrup.

Pierpaolo Mittica: „Bis heute leben neun Millionen Menschen in Weißrussland, der Ukraine und im westlichen Russland weiterhin in Gebieten mit hoher
Radioaktivität und essen und trinken täglich radioaktiv verstrahlte Lebensmittel und Wasser. Direkt nach dem Reaktorunfall gab es einen großen Anstieg
von strahlungsbedingten Krankheiten, Tumoren und Geburtsschäden. Doch erst jetzt 30 Jahre danach beginnen wir die Auswirkungen der genetischen Schädigung der Bevölkerung auf künftige Generationen in den in den radioaktive kontaminierten Gebieten zu verstehen. 30 Jahre nach dem Reaktorunfall ist Tschernobyl erst am Anfang seiner tragischen Geschichte.“
Pierpaolo Mittica  aus Pordenone bei Venedig ist ein preisgekrönter Fotograf, der seine Arbeit den von Menschenhand gemachten Umweltkatastrophen gewidmet hat. Seine Fotografien wurden bereits in vielen Ländern Europas, in den USA und China ausgestellt und in renommierten Printmedien wie
Vogue Italia, The Telegraph, The Guardian, l’Espresso und Asian Geo veröffentlicht. Auch das Tschernobyl National Museum, Kiew in der Ukraine sowie das J. Paul Getty Museum in Los Angeles zeigt seine eindrucksvollen Fotos.
Die Fotoausstellung „Tschernobyl 30 Jahre danach“ ist Teil des Internationalen Uranium Film Festivals Berlin. "Fünf Jahre Fukushima, 30 Jahre Tschernobyl, 50 Jahre Palomares: Atomare Katastrophen dürfen nicht in Vergessenheit geraten." Das ist das Thema des Filmfests, das nun zum 5. Mal in Berlin vom 28. September bis zum 2. Oktober 2016 im Kino der KulturBrauerei in Prenzlauer Berg mit spannenden atomaren Filmen aus aller
Welt stattfinden wird.
Das ursprünglich 2010 in Rio de Janeiro gegründete Uranium Film Festival ist das weltweit bekannteste Filmfest, das sich der gesamten Atomaren Kette vom Uranbergbau bis zum nuklearen Abfall gewidmet hat und inzwischen in Fachkreisen als das "Atomare Cannes“ gilt.
Hauptförderer des Berliner Uranium Filmfests sind in diesem Jahr das Umweltbundesamt und das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.
Weitere Informationen
International Uranium Film Festival: www.uraniumfilmfestival.org
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"Begegnungen nehmen Ängste"

Filmabend für ein weltoffenes Berlin
 

„Haltung zeigen!“ Diesen Aufruf erneuerte SPD-Spitzenkandidat Michael Müller beim Filmabend „Für ein weltoffenes Berlin" im Kino Babylon. Bevor der Film „Wir sind jung. Wir sind stark.“ anlief, der die ausländerfeindlichen Übergriffe  von Rostock-Lichtenhagen 1992 thematisiert, diskutierten Schauspieler Axel Pape, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller,  die Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Naika Foroutan und Bundesjustizminister Heiko Maas über das aktuelle Erstarken fremdenfeindlicher und rechtsradikaler Tendenzen.  Für Schauspieler Axel Pape war dies ein Grund, gerade jetzt in die SPD einzutreten und sich zu engagieren.  Heiko Maas betonte, ein Rollback zum Nationalstaat sei vollkommen ungeeignet für die Lösung der aktuellen Probleme: „Man kann kein Problem mehr national lösen.“

Integration müsse man wollen und begleiten, so Michael Müller. Das zu erhalten sei ihm wichtig. Er rief dazu auf, gemeinsam „zu bewahren,  was unser Zusammenleben ausmacht“. Prof. Dr. Naika Foroutan wies darauf hin, wie schwierig es sei, mit Fakten heute noch Menschen zu erreichen.  Wo es Flüchtlinge gebe und ein Kennenlernen möglich sei, werde viel genommen von den Ängsten. Die besten Wahlergebnisse erzielten die Rechtsextremen und Populisten dort, wo die wenigsten Probleme sind.  Begegnungen nehmen Ängste,  stellte auch Michael Müller fest.  „Die soziale Durchmischung zu erhalten ist das große Thema.“  Dazu werde das Mietwohnungsangebot in Berlin ausgebaut, es würden kleine, dezentrale Strukturen geschaffen.

Fotos: Christina Bauermeister

 

Kulturempfang mit Michael Müller

Michael Müller, Thorsten Schäfer-Gümbel
 

Im Studio des Künstlers Olafur Eliasson am Pfefferberg kam am 27. August viel Prominenz aus Kunst und Kultur zusammen. Eingeladen zum Kulturempfang mit Michael Müller hatten das Bundeskulturforum, das Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie und die Berliner SPD. Der Vorsitzende des Bundeskulturforums Thorsten Schäfer-Gümbel dankte Olafur Eliasson für die Möglichkeit, in seinen Räumen zusammenzukommen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller, zugleich Kultursenator, machte in seiner Rede die Bedeutung der Kultur für die Stadt deutlich. Die Weltoffenheit und Internationalität Berlins, die die Kulturszene brauche, müsse auch in Zukunft erhalten werden. 

Mehr Eindrücke vom Kulturempfang

 

Ein Angebot der Freien Volksbühne für alle SPD-Mitglieder

© Ulrich Horb

 

Die Freie Volksbühne macht allen SPD-Mitgliedern ein besonderes Angebot: Sie können ein Jahr ohne den üblichen Jahresbeitrag austesten, was eine moderne Besucherorganisation leistet.

Im Berliner Volksblatt vom 23. März 1890 rief der Schriftsteller Dr. Bruno Wille theaterinteressierte Arbeiterinnen und Arbeiter auf, an der Gründung eines Vereins „Freie Volks-Bühne“ mitzuwirken. Gegen einen Vierteljahresbeitrag von 1,50 Mark sollte der Besuch von drei Vorstellungen möglich sein. „Läuft eine genügende Anzahl von Adressen ein, so ist ein Unternehmen gesichert, welches zur geistigen Hebung des Volkes etwas beitragen kann“, schrieb Wille.
Heute ist die Freie Volksbühne Berlin ein gemeinnütziger Kulturverein, der seinen Mitgliedern Beratung und Buchung von Karten für mehr als 10 000 Veranstaltungen pro Jahr anbietet und die gebuchten Karten portofrei nach Hause schickt.  Mitglieder erhalten   bis zu 40% vergünstigte Preise für Theater-, Oper-, Comedy- oder Konzertveranstaltungen in Berlin und Brandenburg, aber auch Tickets für ausgewählte Sportveranstaltungen sowie zusätzlich ermäßigten Eintritt in viele Museen oder Kinos. Weil die Freie Volksbühne über vertraglich festgelegte Kontingente verfügen kann, haben Mitglieder häufig Chancen auf Karten für Veranstaltungen, die woanders bereits ausgebucht sind.
„Wir haben uns vor mehr als 125 Jahren aus der Arbeiterbewegung entwickelt“, sagt Frank Bielka, seit Oktober vergangenen Jahres Vorsitzender der Freien Volksbühne. Auch deshalb gehe das Anliegen über die Buchung von Karten hinaus: „Mit eigenen Veranstaltungen, wie etwa der ,Montagskultur’, wollen wir unseren Mitgliedern das faszinierende kulturelle Geschehen in der Stadt näher bringen und auch den Blick hinter die Kulissen organisieren. Wir helfen dabei Schwellenängste zu überwinden, denn für viele Menschen ist es heute nicht selbstverständlich, ins Theater zu gehen.“
Die SPD Berlin hat mit der Freien Volksbühne Berlin e.V. ein besonderes Angebot für alle Berliner SPD-Mitglieder verabredet. Ab sofort können alle Mitglieder ein Jahr lang - ohne den Beitrag zu zahlen - die Vorteile einer Besucherorganisation testen. Diese Mitgliedschaft endet automatisch nach zwölf Monaten, kann jedoch zu den regulären Bedingungen der Freien Volksbühne Berlin e.V. verlängert werden, wenn Angebot und Service gefallen haben.  „Sie suchen sich ohne jeden Zwang zur Abnahme von Karten aus dem vielfältigen Angebot der Veranstaltungen aus, entscheiden selbst wohin Sie gehen möchten und was Sie interessiert“, erläutert FVB-Geschäftsführerin Alice Ströver. Ihr Versprechen: Die Freie Volksbühne macht Lust auf Kultur.

 

DAS ANGEBOT

Jedes SPD-Mitglied, das noch nicht Mitglied in der Freien Volksbühne Berlin e.V. ist, meldet sich mit seinen Kontaktdaten (E-Mail und Telefonnummer nicht vergessen!) direkt bei der Freien Volksbühne Berlin e.V. unter dem Stichwort  „SPD“ an:  Freie Volksbühne Berlin e.V., Ruhrstraße 6, 10709 Berlin-Wilmersdorf, (030) 86 00 93 -51/-52, Mail service@lustaufkultur.de
oder über die FVB-Website www.lustaufkultur.de.
Jedes angemeldete Mitglied erhält von der Freien Volksbühne Berlin e.V.  eine Kulturkarte als Mitgliedsausweis und das monatliche Mitgliedermagazin Kulturfoyer mit den verfügbaren Veranstaltungen für ein Jahr kostenlos frei Haus zugeschickt.  

 
Partei Wahl 2011 1.HR ARD 1. HR ZDF
SPD 28,3    
CDU 23,3    
Grüne 17,6    
Linke 11,7    
Piraten 8,9    
FDP 1,8    
AfD -    
sonstige 8,3    

 

 

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Kultur in Berlin: Tipps und HInweise der BERLINER STIMME, des vorwärtsBerlin und des Kulturforums Stadt Berlin der Sozialdemokratie.

Mit herzlichen Grüßen
Brigitte Lange; Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie

Ulrich Horb, Berliner Stimme / vorwärts Berlin

 

 

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