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SPD-Landesvorstand für Koalitionsverhandlungen

Michael Müller, KSH
 

Der SPD-Landesvorstand hat sich in seiner Sitzung am 29. September einstimmig für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit den Parteien Bündnis 90/Die Grünen und der Linkspartei ausgesprochen. Es gehe jetzt um einen Neuanfang in der Berliner Politik, so der  SPD-Landesvorsitzende Michael Müller.

Zuvor hatte der Landesvorstand die Sondierungsgespräche  mit CDU, Linkspartei, Bündnis 90/Die Grünen und der FDP bewertet. "Die vertieften Sondierungsgespräche mit B90/G und der Linkspartei haben glaubwürdig eine gemeinsame Grundlage erkennen lassen, auf der die SPD partnerschaftlich eine einvernehmliche Ausrichtung der Landespolitik vornehmen kann", heißt es in der Begründung des Beschlusses. Das Leitbild einer solidarischen Stadt, die für alle Berlinerinnen und Berliner Lebensperspektiven und Teilhabechancen gewährleistet, sei für alle drei Parteien eine erkennbare Richtschnur in den Gesprächen gewesen.

Ebenfalls einstimmig wurde die SPD-Verhandlungskommission berufen. Ihr gehören an: Michael Müller, Andreas Geisel, Barbara Loth, Mark Rackles, Iris Spranger, Angelika Schöttler, Raed Saleh und Eva Högl. Ständiger Teilnehmer ist Matthias Kollatz-Ahnen. Zusätzlich werden eine Reihe von Arbeitsgruppen eingerichtet, in denen die Verhandlungen zu einzelnen Politikfeldern geführt werden.

 

Beschluss zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen (PDF-Dokument, 38.7 KB)

 

Arbeitslosigkeit ist weiter gesunken

 

Berlin hat im September 2016 die geringste Arbeitslosenquote seit dem Mauerfall erreicht. Nach Angaben der Arbeitsagentur sank die Quote von 9,7 auf 9,4 Prozent. Insgesamt waren 175.344 Arbeitslose gemeldet, das waren 4908 weniger als im Vormonat und 14.266 weniger als im September 2015. Damit lag die Quote um 1,0 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig waren deutlich mehr als 25.000 offene Stellen im Angebot. Damit hat sich der wirtschaftliche Aufschwung in Berlin weiter fortgesetzt.

Die Zahl der Arbeitsplätze steigt weiter. Im Juli waren 1.361.500 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 49.500 mehr als ein Jahr zuvor. Mit dieser Steigerung von 3,8 Prozent liegt Berlin erneut deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt, diesmal um 2,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gibt es 1.193 weniger Jugendliche ohne Beschäftigung. Die Zahl der Arbeitslosen von 15 bis unter 25 Jahren liegt im September bei 13.262.

„Die positive Entwicklung geht weiter", erklärte Arbeitssenatorin Dilek Kolat. "Der Berliner Arbeitsmarkt bietet beste Voraussetzungen für Langzeitarbeitslose und arbeitslose Jugendliche. Besonders freut es mich, dass die Jugendarbeitslosigkeit weiter zurückgeht – und zwar schneller als im Bundesdurchschnitt. Aber darauf ruhen wir uns nicht aus. Wir wollen jedem Jugendlichen ein Angebot machen. Dazu haben wir gemeinsam mit der Regionaldirektion für Arbeit und den Bezirken die Jugendberufsagentur gegründet. Sie wird in zwei Monaten in jedem Berliner Bezirk mit einer Außenstelle vertreten sein. Aber auch die Jugendberufsagentur kann keine Ausbildungsplätze schaffen. Das ist nach wie vor eine Aufgabe der Wirtschaft. Daher sind Unternehmen gut beraten, wenn sie Bewerberinnen und Bewerbern auch eine zweite und dritte Chance geben. Ein guter Schulabschluss ist nicht alles, es zählt auch die Persönlichkeit und die Motivation des Jugendlichen.“

 

 

Mechthild Rawert: Missbrauch bei Leiharbeit und Werkverträgen wird eingedämmt

Mechthild Rawert, Porträt 2009
 

Der Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen wird endlich stärker eingedämmt. Das hatte die SPD bereits in den Koalitionsverhandlungen durchgesetzt. Am 22. September 2016 hat nun der Deutsche Bundestag den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (Drs. 18/9232) in 1. Lesung beraten. "Bis dahin war es ein steiniger Weg", so die Berliner SPD-Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert. "Insbesondere die CSU hatte die Reformvorschläge von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles immer wieder blockiert."

Die Inhalte des Gesetzentwurfes: Künftig sollen LeiharbeitnehmerInnen grundsätzlich nur noch 18 Monate in einem Entleihbetrieb beschäftigt werden können und nach neun Monaten die gleiche Bezahlung wie die Stammbelegschaften erhalten. Ausnahmen sind nur dann möglich, wenn eine entsprechende Tarif- oder eine Betriebsvereinbarung vorliegt bzw. Branchenzuschlagstarife vereinbart worden sind.

"Die neuen gesetzlichen Regelungen helfen verantwortungsvoll handelnden Unternehmen", so Mechthild Rawert. "Er richtet sich gegen die schwarzen Schafe, die die bisherigen Regeln missbrauchen. Für die SPD-Bundestagsfraktion sind die Regelungen ein erster wichtiger Schritt zur Bekämpfung des Missbrauchs von Leiharbeit und Werkverträgen. Wir SozialdemokratInnen hätten gern weiterreichende Kriterien durchgesetzt, zum Beispiel Equal Pay früher als nach neun Monaten oder die Einführung einer Beweislastumkehr bei missbräuchlichen Werkverträgen. Das ist aber mit der CDU/CSU-Fraktion nicht machbar."

Derzeitige Leiharbeit und Werkverträge als Instrument der Spaltung von Belegschaften

ArbeitgeberInnen nutzen seit einigen Jahren Leiharbeit und Werkverträge verstärkt dazu, Belegschaften zu spalten und Lohndumping zu betreiben. Rund eine Million Menschen sind derzeit als LeiharbeitnehmerInnen beschäftigt. Sie erhalten oft weniger Lohn als die Stammbelegschaft, haben schlechtere Arbeitsbedingungen und weniger Rechte. Es gibt LeiharbeitnehmerInnen, die bis zu zehn Jahre in demselben Entleih- bzw. Einsatzbetrieb arbeiten. Zudem weichen ArbeitgeberInnen immer häufiger auf missbräuchliche Werkvertragskonstruktionen aus, um Leiharbeit zu umgehen und den eigenen Profit zu erhöhen.

SozialdemokratInnen melden sich zu Wort

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sagte während der 1. Lesung im Deutschen Bundestag: „Gute Arbeit und Zusammenhalt machen unser Land stark“. Deshalb, so Rawert, sei  es nicht hinnehmbar, wenn Arbeit durch missbräuchliche Leiharbeit und Werkverträge entwertet werde. "KollegInnen, die in Leiharbeit arbeiten, erwarten, dass wir sie schützen. Bessere Regelungen für Leiharbeit und Werkverträge sind notwendig – dafür ist der Gesetzentwurf ein guter Schritt. Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen werde künftig auch schärfer bestraft. Außerdem stärkt der Gesetzentwurf die Tarifbindung. Vor allem der Ausbeutung in der Fleischindustrie wird mit den neuen Regelungen ein Riegel vorgeschoben."

Leiharbeit und Werkverträge auf ihren Zweck zurückführen

Ziel ist es, Leiharbeit und Werkverträge wieder auf ihren eigentlichen Zweck zurückzuführen: Denn Leiharbeit ist ein flexibles Instrument für Unternehmen, um Auftragsspitzen abarbeiten und zeitlich begrenzte Personalengpässe z. B. durch längere Krankheit eines Beschäftigten überwinden zu können. Und Werkverträge sind dazu da, die Herstellung von Werken wie die Programmierung einer Software oder das Anstreichen von Büroräumen, die nicht vom Unternehmen selbst erbracht werden können, per Werkvertrag an ein anderes Unternehmen zu vergeben.

Equal Pay durchsetzen

Der Gesetzentwurf sieht im Kern vor, dass LeiharbeitnehmerInnen künftig nach neun Monaten für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn erhalten müssen wie die Stammbelegschaft - auch Equal Pay genannt. Zudem soll eine Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten gelten. Wird diese überschritten, muss die LeiharbeitnehmerIn in ein Normalarbeitsverhältnis im Einsatzbetrieb übernommen werden. Damit soll dem dauerhaften Einsatz von Leiharbeitskräften entgegengewirkt werden. Bei der Höchstüberlassungsdauer und Equal Pay werden zwei Überlassungen an denselben Entleihbetrieb zusammengerechnet, wenn die Unterbrechungen nicht länger als drei Monate dauern.

Vom gleichen Lohn nach neun Monaten kann nur abgewichen werden, wenn ein Branchenzuschlagstarif besteht. Dieser muss bereits nach sechs Wochen eine stufenweise Lohnerhöhung vorsehen, und spätestens nach 15 Monaten muss ein Lohn erreicht werden, der mit dem tarifvertraglichen Arbeitsentgelt eines vergleichbaren Arbeitnehmers in der Einsatzbranche übereinstimmt. Auch für die Höchstüberlassungsdauer gilt: Es kann nur auf Grundlage von Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen von den 18 Monaten abgewichen werden.

LeiharbeitnehmerInnen dürfen nicht als StreikbrecherInnen in Unternehmen eingesetzt werden

Der Werkvertragseinsatz wird durch Stärkung der Informationsrechte von BetriebsrätInnen transparenter. BetriebsrätInnen müssen über die vertragliche Gestaltung des Einsatzes von Fremdpersonal informiert werden. Außerdem können Scheinwerkverträge künftig nicht mehr durch eine so genannte Vorratsverleiherlaubnis nachträglich legitimiert werden.

 

Swen Schulz: Haushalt für Bildung und Forschung mit neuen Akzenten

 

Mehr Geld für Alphabetisierung, sozial- und geisteswissenschaftliche Forschung und Gesundheitsforschung, sowie die Forschungsmuseen. Das hat der Haushaltsausschuss in dieser Woche entschieden. Darüber hinaus hat er eine neue Förderrunde für zwei zusätzliche islamische Zentren beschlossen. "Der Haushalt 2017 für Bildung und Forschung ist ein starker Rekordhaushalt", erklärte Swen Schulz, Hauptberichterstatter im Haushaltsausschuss für Bildung und Forschung. "In den großen, wichtigen Bereichen wie BAföG, Aufstiegs-BAföG, Hochschulpakt, Exzellenzstrategie oder Pakt für Forschung und Innovation mussten wir im parlamentarischen Verfahren nichts ändern. Trotzdem haben wir einige Akzente gesetzt. Für die Alphabetisierung und Grundbildung sehen wir zusätzliche 2 Millionen Euro vor, um Angebote für Familien machen zu können. Das ist eine deutliche Steigerung um über 10 Prozent auf 21,5 Millionen."

Die Geistes- und Sozialwissenschaften erhalten 2,5 Millionen Euro mehr für Forschungsprojekte in den Bereichen Migration, Frieden sowie die sogenannten "kleinen Fächer", darüber hinaus wird die Digitalisierung des Kulturerbes unterstützt. "Darüber hinaus stellen wir 3 Millionen Euro zur Verfügung um eine neue Förderrunde zur Einrichtung von zwei zusätzlichen islamischen Zentren an Universitäten zu starten", so Swen Schulz. "Die bestehenden islamischen Zentren sind positiv evaluiert worden und wir sind sicher, dass dieser Weg fortgesetzt und ausgeweitet werden muss um islamische Religionspädagogen und Gelehrte in Deutschland auf dem Boden des Grundgesetzes auszubilden und die akademische Debatte über den Islam in Deutschland zu fördern. Die Geistes- und Sozialwissenschaften kommen damit insgesamt auf über 90 Millionen Euro Förderung im nächsten Jahr."

In der Gesundheitsforschung sieht die Koalition den Bedarf für 4 zusätzliche Millionen auf dann über 260 Millionen Euro. Mit den zusätzlichen Mitteln soll die nationale Wirkstoffinitiative finanziert werden. Tausende Menschen sterben jährlich in Deutschland aufgrund von Krankenhaus-Keimen und Antibiotika-Resistenzen, darum stärken wir die Forschung in diesem Bereich.

Schließlich erhalten die 8 Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft 5 Millionen Euro für einen Aktionsplan zur verbesserten Vermittlung von Wissen in die Gesellschaft. Mit 3 Millionen Euro unterstützen wir den Forschungsplan für die Wirbellagerstätte "Bromacker", eine Kooperation der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha und des Museums für Naturkunde in Berlin.

 

Michael Müller verleiht Verdienstorden des Landes Berlin

Der 1. Oktober ist der Verfassungstag Berlins. An diesem Tag verleiht der Regierende Bürgermeister den Berliner Landesorden an verdiente Bürgerinnen und Bürger der Stadt.
„Es ist der Tag“, so Michael Müller, „an dem wir Jahr für Jahr Menschen ehren, die sich um unsere Stadt verdient gemacht haben. Menschen, die frei nach Kennedy nicht fragen, was der Staat für sie tut, sondern sich selbst fragen, was sie für das Gemeinwesen tun können – und es dann auch machen. Es sind Menschen, die nicht nur an ihre eigenen Interessen denken, sondern sich auch für andere engagieren. Auf sie kommt es gerade in Zeiten wie diesen an, da der gesellschaftliche Zusammenhalt Fliehkräften ausgesetzt ist. Die Persönlichkeiten, die wir heute mit dem Landesorden ehren, stehen beispielhaft für ein tolerantes und weltoffenes, für ein freies und solidarisches Berlin. Sie zeigen, was unsere Gesellschaft ausmacht: Empathie und Engagement. Es sind Menschen, die in größeren Zusammenhängen denken und sich nicht gleich von Gegenwind entmutigen lassen – aufrechte Persönlichkeiten, Vorbilder, Schrittmacher einer engagierten Stadtgesellschaft. Es sind Menschen, die all jene Lügen strafen, die sagen: Es hat ja doch alles keinen Sinn. Sie geben uns Hoffnung und vermitteln Zuversicht, indem sie zeigen, dass man sehr wohl – mit eigenem Engagement und indem man sich mit anderen verbündet – etwas verändern und Gutes bewirken kann. Sie sind die Mutmacher unserer Stadt.“
Eine der Ausgezeichneten ist Mo Asumang, Fernsehmoderatorin, Schauspielerin, Sängerin, Synchronsprecherin und Regisseurin. Eine Neonazi-Band rief zum Mord an ihr und anderen Prominenten auf. Das war der der Beginn, sich in Film- und Buchprojekten mit ihrer Identität auseinanderzusetzen. Sie sprach mit Neonazis, reiste nach Ghana, der Heimat Ihres Vaters. Michael Müller in seiner Laudatio: „Die filmische Selbstbefragung in dem Film ‚Roots Germania‘ und ihr mutiger Blick auf die Neonazi-Szene, den sie mit dem vielfach preisgekrönten Dokumentarfilm ‚Die Arier‘ und zuletzt mit dem Buch ‚Mo und die Arier: Allein unter Rassisten und Neonazis‘ wagte, nahmen ihr nicht nur die eigene Angst vor rassistischer Hetze. Mo Asumang ermutigt auch andere, sich für eine freie, weltoffene und tolerante Gesellschaft ohne Rassismus und Gewalt einzusetzen. Sie unterstützt Projekte gegen Rassismus, Ausgrenzung und Gewalt. Besonders überzeugend ist Mo Asumangs Engagement, weil sie von ihren eigenen Erfahrungen spricht und zeigt, dass man Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nicht hilflos ausgeliefert ist, sondern mit Mut und Aufklärung entgegentreten kann.“

Auch Lea Rosh, die gemeinsam mit dem Historiker Eberhard Jäckel den Bau des Denkmals für die ermordeten Juden Europas angeregt und erfolgreich durchgesetzt hat, wurde ausgezeichnet. „Wenn man ihren Lebensweg betrachtet,“ so Michael Müller in seiner Laudatio, „dann merkt man, dass sich ihre Energie tiefen Überzeugungen verdankt. Sie war die erste Frau, die im Fernsehen ein Politmagazin moderierte. Und sie hat Themen angefasst, die sie für wichtig hielt, mit denen man aber nicht unbedingt die Karriere förderte. So hat sich Lea Rosh früh schon für die Aufarbeitung des Nationalsozialismus engagiert. Sie nannte in ihren Fernseharbeiten die Täter beim Namen und ergriff entschieden Partei für die Opfer – für Juden, Zwangsarbeiter, für Sinti und Roma. Dafür hat sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten.“ Nun auch den Berliner Landesorden.

 

Führung über den Waldfriedhof

Grab von Willy Brandt
 

Am 8. Oktober, dem Todestag Willy Brandts, findet wieder eine Führung über den Zehlendorfer Waldfriedhof  statt. Mathilde Kannenberg und Holger Hübner  führen zu den Gräbern bekannter SozialdemokratInnen, darunter Willy Brandt, Rut Brandt und Otto Suhr.   
Sonnabend, 8. Oktober 2016, um 12.00 Uhr
Treffpunkt: Waldfriedhof Zehlendorf, Eingang Potsdamer Chaussee 75-77, 14129 Berlin

Anmeldung bitte bei Mathilde Kannenberg, Tel 803 8773, oder per E-Mail.

 

ASF Tempelhof-Schöneberg: Decades of Change - Gemeinsamer Besuch der Ausstellung

Die ASF Tempelhof-Schöneberg lädt ein zu einem gemeinsamen Besuch der Ausstellung Decades of Change im Museum The Kennedys am 12. Oktober.

Inspiriert von der in den 1950er-Jahren in den USA entflammten Bürgerrechtsbewegung begannen sich in den 1960er Jahren junge Frauen in Amerika und Europa zusammenzuschließen, um lautstark gesellschaftliche Gleichberechtigung einzufordern. Die Ausstellung zeichnet diese Entwicklung anhand von rund 60 Porträts weiblicher Ikonen der 1960er- und 1970er-Jahre nach und beleuchtet die vorherrschende Divergenz zwischen klassischer und moderner Rolle der Frau in der Gesellschaft.

Mittwoch, 12. Oktober 2016, um 16.45 Uhr
Treffpunkt: Eingang des Museum The Kennedys
Auguststraße 11-13, 10117 Berlin

Der Eigenanteil beträgt für alle teilnehmenden Frauen 2,50 EUR, weitere Kosten übernimmt die ASF.
 


 

 

August Bebel Institut: Soziale Regulierung der Wohnungs- und Bodenmärkte

In Zeiten wachsender Städte und deregulierter Finanzmärkte ist städtischer Boden als knappes Gut umkämpft. Kurzfristige Renditerwartungen dominieren zunehmend die Immobilienmärkte und setzen sich über ökologische und soziale Kriterien hinweg. Im Vorfeld der UN-Weltkonferenz Habitat III in Quito fordern städtische Sozialbewegungen eine soziale Regulierung der Märkte und der urbanen Bodennutzung.
Mit: Katalin Gennburg, Stadtforscherin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Abgeordnetenhaus von Berlin und
Klaus Teschner, Fachreferent für städtische Entwicklung, MISEREOR

Freitag, 7. Oktober 2016, von 19.00 bis 21.00 Uhr
August Bebel Institut, Müllerstraße 163, 13353 Berlin

Anmeldung erbeten per E-Mail.

 

August Bebel Institut: Ernährungssouveränität

Zukünftig werden 7 Mrd. Menschen in Städten leben. Wie kann sichergestellt werden, dass sie auf Dauer ausreichend und gesund ernährt sind? Brauchen wir hochtechnisierte Agrarfabriken und Lebensmittelimporte aus fernen Regionen oder können die Städte zum Großteil aus ihrem Umland mit nachhaltigen Anbaumethoden versorgt werden? Diese Frage stellt sich nicht nur für Metropolenregionen oder Städte in Afrika, Asien und Lateinamerika, sondern auch für Berlin.
Mit: Christine Pohl, Ernährungsrat Berlin und INKOTA und 
Klaus Teschner, Fachreferent städtische Entwicklung, MISEREOR
Samstag, 8. Oktober 2016, von 19.00 bis 21.00 Uhr
August Bebel Institut, Müllerstraße 163, 13353 Berlin

Anmeldung erbeten per E-Mail

 

August Bebel Institut: Gedenkstättenfahrt nach Dachau und München vom 17. bis 20. Nov.

Das August Bebel Institut setzt die Tradition der Gedenkstättenfahrten fort. Die nächste Fahrt führt vom 17. bis 20. November nach Dachau  und München.

Das übergreifende Thema der Gedenkstättenfahrt lautet „Rassismus in Geschichte und Gegenwart“. Der Besuch der Gedenkstätte KZ Dachau wird eingebunden in eine umfassende Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart des Rassismus. Thematisiert werden Verbindungen von Kolonialismus und Holocaust, es werden aktuelle Entwicklungen des Rechtsextremismus angesprochen. Zudem lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Theaterarbeit von Geflüchteten im Rahmen der Münchner Kammerspiele kennen.

Das Konzentrationslager Dachau, rund 20 Kilometer nordwestlich von München gelegen, war bereits am 22. März 1933 eingerichtet worden, drei Wochen nach dem Reichstagsbrand. Historiker gehen heute von etwa 41.500 Todesopfern aus. 1965 wurde die KZ-Gedenkstätte Dachau errichtet. Sie geht auf die Initiative und auf Pläne von überlebenden Häftlingen zurück,

Abfahrt am Donnerstag, 17. November 2016, 9.00 Uhr.
Ankunft in Berlin am Sonntag, 20. November 2016, 18 Uhr.

Leitung: Ingo Siebert, Geschäftsführer des August Bebel Instituts, und Reinhard Wenzel, Bildungsreferent des August Bebel Instituts.
Beitrag 170 €, ermäßigt 100 €, 60 € Einzelzimmerzuschlag. Anmeldung bis 4. November unter 4692 121 oder per Mail
anmeldung@august-bebel-institut.de

 

August Bebel Institut: Call for Papers / Aufruf zu Beiträgen: Möglichkeiten und Notwendigkeiten der Bildungsarbeit zu Völkermorden im Kontext einer Geschichte der Gewalt

Ein Jahrhundert der Gewalt, so wird das letzte Jahrhundert bezeichnet. Völkermorde gehören zur deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Den Genoziden an den europäischen Juden und Roma gingen der Völkermord an den Herero und Nama im heutigen Namibia (1904-1908) und die Beteiligung des Kaiserreichs am Genozid an den Armenier*innen, Assyrer*innen und Pontosgriech*innen im Osmanische Reich 1915/1916 voraus.

Das August Bebel Institut lädt ein zu Beiträgen in folgendem Themenspektrum:

            • (Rechts-) Geschichte und juristische, politische und diplomatische Bedeutung des Begriffs »Völkermord« im Kontext von Kolonialismus, der Freundschaft zwischen dem Osmanischen und Deutschen Reich und Nationalsozialismus.
            • Pädagogische Erfahrungen mit »Völkermord« als Thema in der politischen und zeitgeschichtlichen Bildung und Anregungen zur verstärkten Bildungsarbeit in diesem Bereich.
            • Politische Auseinandersetzungen in der Erinnerungskultur und -politik Berlins: Orte, Anlässe, künstlerische Formen und Formate, um dieser Völkermorde und des Widerstands der Opfer in einer Gesellschaft mit Menschen multinationaler Herkunft angemessen zu erinnern. 
            • Möglichkeiten, die Verwobenheit und die Beziehungen der Völkermorde im Kontext einer »Geschichte der Gewalt« zu thematisieren. 

Als Beitragsformate sind neben Vorträgen (max. 20 Minuten) auch Themen-Poster oder Ausstellungsmodule denkbar und willkommen. Die Vorträge werden in der Tagung mit Kommentaren von Expert*innen zusammengebracht.

Die Tagung richtet sich ausdrücklich an Interessierte sowohl innerhalb als auch jenseits von akademischer und institutionalisierter Forschung. Wer Ergebnisse seiner*ihrer Forschung bei der Tagung vorstellen möchte, ist herzlich eingeladen, bis 30. Oktober 2016 eine Kurzbeschreibung (max. 2.000 Zeichen) seines*ihres Vortrags, Poster-Themas oder Ausstellungsmoduls einzusenden. 
Über die Annahme deines Vorschlags informiert das August Bebel Institut bis zum 11. November 2016.
Kontakt: Reinhard Wenzel, Tel 030 – 4692 129, fax 030 – 4692 124, kontakt@august-bebel-institut.de www.august-bebel-institut.de

Call for Papers / Aufruf zu Beiträgen

Wie erinnern? / Nasıl hatırlıyoruz? Möglichkeiten und Notwendigkeiten der Bildungsarbeit zu Völkermorden im Kontext einer Geschichte der Gewalt
Tagung am Samstag,  3. Dezember 2016, 10.00 bis 18.00 Uhr in Berlin

 

Friedrich-Ebert-Stiftung: Die Umsetzung von Frauenrechten in Marokko - Geschlechtergleichheit im Islam?

Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt am 12. Oktober 2016 zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Die Umsetzung von Frauenrechten in Marokko: Geschlechtergleichheit im Islam“ ein. Über die Vereinbarkeit von Geschlechtergleichheit und Islam diskutieren:
Nouzha Skalli ist führende Aktivistin der marokkanischen Frauenbewegung und ehemalige Ministerin für Soziale Entwicklung, Familie und Solidarität.
Darüber hinaus ist sie Vorstandsmitglied der „Parti du Progrès et du Socialisme“ (PPS) und war fünf Jahre Parlamentsabgeordnete.
Dr. Asma Lamrabet ist Ärztin und einflussreiche Buchautorin. Als Leiterin des „Centre des Études Féminines en Islam“ in Rabat engagiert sie sich seit Langem für eine Neuinterpretation der Stellung der Frau im Islam.

Mittwoch, 12. Oktober 2016, von 18.00 bis 20.00 Uhr
Friedrich-Ebert-Stiftung, Konferenzsaal, Hiroshimastr. 28, 10785 Berlin

Weitere Informationen gibt es im Veranstaltungsflyer (PDF-Dokument). Anmeldung bitte bis zum 10. Oktober 2016 per E-Mai.

 

Du bekommst den Dienstagsbrief als Mitglied der Berliner SPD automatisch per Mail zugesandt. Wenn Du den Dienstagsbrief abbestellen möchtest, sende bitte eine E-Mail an dienstagsbrief@spd.de.

Termine, Fragen und Anregungen zum Dienstagsbrief bitte an roswitha.dybiona@spd.de.

Die Hotline der Berliner SPD 030 – 4692 222 oder spd@spd-berlin.de.

 

Termine

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