Schmaus, Johann

Geschichte: Personen L-Z

Johann Schmaus

Johann Schmaus
 

geb. 05.12.1879 in München, gest. 21.06.1933 in Berlin-Köpenick

Johann Schmaus ist Opfer der Köpenicker Blutwoche. Im Zusammenhang mit dem Schusswechsel seines Sohnes Anton Schmaus mit der SA im Wohnhaus bei dessen Festnahme wurde Johann Schmaus bei seiner Verhaftung von der SA schwer misshandelt und im Schuppen seines Hauses aufgehängt (zur Vortäuschung eines Selbstmordes). Seine Ehefrau Katharina Schmaus und seine 13jährige Tochter Margaretha wurden von der SA in das Köpenicker Amtsgefängnis vorübergehend festgenommen und sie mussten den Misshandlungen beiwohnen und die Räume von den Spuren der Gewalttaten reinigen. Beide haben mit dem Sohn Johann jr. im Exil überlebt.

Johann Schmaus war Mitglied der SPD und des Reichsbanners. Für die SPD war der Mitglied im Reichswirtschaftsrat. Er war Gewerkschaftssekretär und hauptamtliches Vorstandsmitglied im Landarbeiterverband.

Gedenken an Johann Schmaus:

Am 31.7.1947 erfolgte die Umbenennung seiner Wohnstraße in Schmausstraße.

Gedenktafeln am Wohnhaus und am Essenplatz 1 erinnern an Johann Schmaus.

Ein Stolperstein in der Schmausstraße 2 erinnert seit dem 02.12.2013 an seine Ermordung.

 

Fotoquelle: VVN BdA Köpenick

 

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