von Essen, Paul

Geschichte: Personen A-K

Paul von Essen

Paul von Essen
 

geb. 1.3.1886 in Allenstein/Ostpreußen (Polen), gest. 21.6.1933 Berlin-Köpenick

Paul von Essen ist Opfer der Köpenicker Blutwoche. Seine Verhaftung erfolgte in seiner Wohnung am 21.06.1933 vormittags. Er wurde von Köpenicker SA-Leuten grausam misshandelt (zuerst im SA-Lokal Seidler und dann im Amtsgerichtsgefängnis Köpenick) und ermordet. Als Mitglied des Reichsbanners versuchte er gegen den Papen-Staatsstreich 1932 und gegen die Hitler-Diktatur zu mobilisieren und war daher ein Angriffsziel der SA. Seine verstümmelte Leiche wurde im Juli in einem Sack in der Dahme schwimmend gefunden. Nach Aussagen der Familie wurde seine Urne nach der Trauerfeier von der SA im Krematorium Baumschulenweg aus der Grabstelle entwendet und vernichtet, ein Symbolgrab befindet sich im Ehrenfeld für Verfolgte des Nationalsozialismus auf dem Friedhof Baumschulenweg (neuer Teil).

Paul von Essen war Mitglied der SPD, des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold und Gewerkschaftssekretär im Metallarbeiterverband. Er war Maschinenschlosser, zog 1904 zunächst nach Danzig, 1905 weiter nach Berlin und 1919 in die Siedlung Elsengrund, bis 1932 war er beim AEG-KWO beschäftigt und dort Mitglied des Betriebsrates. Nach seiner Entlassung arbeitete er als Jagdhelfer bei der Wäscherei Landrock in Köpenick.

 

Gedenken an Paul von Essen:

Am 31.7.1947 erfolgte die Umbenennung seines Wohnplatzes in Essenplatz.

Gedenktafeln am Wohnhaus Essenplatz 9, am Essenplatz 1 und in der Wilhelminenhofstraße 76-77 erinnern an Paul von Essen.

Ein Stolperstein vor seinem Wohnhaus Essenplatz 9 erinnert seit dem 02.12.2013 an seine Ermordung..


Bildquelle: VVN BDA Köpenick http://bda-koepenick.de/verfolgte/Paul%20von%20Essen

 

 

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