Gedenktage der Berliner SPD 2008

Geschichte

Gedenktage der Berliner SPD 2008

Eine Übersicht über Jubiläen und Gedenktage, die im Zusammenhang mit der Berliner SPD stehen - ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Weitere Hinweise nehmen wir gerne auf: ulrich.horb<at>spd.de

 

7.1.

1938 Franz Klühs in Berlin gestorben (*Neuenkirchen/Rügen 5.5.1877), ehem. stellv. Chefredakteur des Vorwärts, Grabstätte Heidefriedhof Mariendorf, Reißeckstraße 14, Feld K IV-172 (70 Jahre)

10.1.

1993 Günther Abendroth gestorben (*16.8.1920), stv. Frakt.vors. BVV Wilmersdorf, Bezirksbürgermeister von Keuzberg (1963-1975), MdA, Vors. d. Bundesvorstandes d. dt. Volksbühnenvereine, Stadtältester, Grabstätte: Friedhof Wilmersdorf, Berliner Str. 81-103, Abt. D 16 UW 23 (15 Jahre)

12.1.

Willy Brandt wird zum Vorsitzenden der Berliner SPD gewählt (50 Jahre)

17.1.

1988 DDR-Bürgerrechtler protestieren auf der Januardemonstration gegen die Inszenierung und Instrumentalisierung des Gedenkens an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch die SED und entrollen ein Plakat mit dem Luxemburg-Zitat „Die Freiheit ist immer nur die Freit des anders Denkenden“. Es kommt zu zahlreichen Festnahmen. (20 Jahre).

20.1.

1928 Harry Ristock in Seemen/Ostpreußen geboren (+Berlin 5.3.1992), MdA, Bausenator, „Anführer“ und Galionsfigur der Berliner Linken, 1968 fast aus der SPD geworfen wegen seines Engagements gegen den Vietnamkrieg. Anonyme Grabstätte: Friedhof "Am Fließtal", Waidmannsluster Damm 13 (80 Jahre)

28.1.

1883 Otto Ostrowski in Spremberg geboren (+Knokke/Belgien 19.6.1963) 1926 Wahl für zwölf Jahre zum Bezirksbürgermeister Prenzlauer Berg, 1933 entlassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg Bezirksbürgermeister von Wilmersdorf und nach den Oktoberwahlen 1946 Wahl am 5.12.1946 zum Oberbür-germeister von Berlin. Am 17.4.1947 Rücktritt nach erfolgreichem Misstrauensantrag seiner eigenen Fraktion wegen Kontakten zur SED. Friedhof Wilmersdorf, Berliner Straße 81-103, D I Fam.-St. 1-6. (125 Jahre)

30.1.

1933 Ernennung Hitlers zum Reichskanzler: Beginn der NS-Diktatur. (75 Jahre)

3.2.

1988 Ella Kay in Berlin gestorben (*Berlin 16.12.1895), Widerstandskämpferin, Stadtverordnete, Senatorin 1955-62, Stadtälteste, Grabstätte Parkfriedhof Neukölln, Buckower Damm 148, Abt. 105-414 (20 Jahre)

25.2.

1928 Herbert Grigers in Gleiwitz/Oberschlesien geboren (+Berlin 22..5.1983), 1970-1981 Bezirksbürgermeister von Reinickendorf (80 Jahre)

27.2.

1933 Letzte große Kundgebung der Berliner SPD im Sportpalast (75 Jahre)

27./28.2.

1933 Reichstagsbrand  (75 Jahre)

28.2.

1873 "Berliner Arbeiterfrauen- und Mädchenverein" von Pauline Staegemann u.a. gegründet; erste sozialdemokratische Frauenorganisation (vor 135 Jahren)

4.3.

1933 die letzte Ausgabe der SPD-Zeitung "Vorwärts" erscheint (75 Jahre)

8.3.

1983 Dr. Hans-Jochen Vogel zum Vorsitzenden der SPD- Bundestagsfraktion gewählt (25 Jahre)

11.3.

1883 Paul Levi in Hechingen geboren (+Berlin 9.2.1930). Rechtsanwalt und einer der profiliertesten Vertreter der Linken in Deutschland: SPD, Spartakusbund, Mitbegründer der KPD und deren Vorsitzender, 1921 Ausschluss aus der KPD, USPD, Rückkehr in die SPD. Reichstagsabgeordneter. Grabstätte Waldfriedhof Wilmersdorf (Stahnsdorf), Bahnhofstraße 2, Feld A, Familienstelle 25 (125 Jahre)

14.3.

1883 Karl Marx in London gestorben (*Trier 5.5.1818) (125 Jahre)

18.3.

1933 Hermann Clajus in Berlin gestorben (Selbstmord) (*Leisnig/Sachsen 17.2.1881), Stadtverordneter der USPD, später der SPD. „Vater“ und Direktor des Strandbads Wannsee, nahm sich das Leben, als er „von seiner drohenden Verschleppung erfuhr“. (Hans-Rainer Sandvoß) (75 Jahre)

18.3.

1848: Märzrevolution in Berlin (160 Jahre)

23.3.

1933 „Ermächtigungsgesetz“ / Otto-Wels-Rede im Reichstag (Sitzungsort Krolloper), SPD-Abgeordnete stimmten als einzige gegen das Gesetz (75 Jahre)

23.3.

1858 Adolph Hoffmann geboren, gest. 01. Dezember 1930, "Zehn-Gebote-Hoffmann", ab 1876 Mitglied der SPD (1920-21 KPD, 1921 Rückkehr zur SPD), Vorsitzender der Freireligiösen Gemeinde Berlin (1913-1926), 1920/24 Mitgl. d. Reichstags; 1908/21, 1926/30 MdL; 1900/21 Stadtverordneter Berlin. (150 Jahre)

30.3.

1983 Richard Timm (* 1.10.1892) verstorben, aktiv im Widerstand; Bezirksbürgermeister von Neukölln und Personaldirektor der BVG. (25 Jahre)

31.3.

1993 Prof. Dr. Werner Stein gestorben (*Berlin 14.12.1913) 1964-75 Senator für Wissenschaft und Kunst, Herausgeber des "Kulturfahrplan", Stadtältester, Grabstätte Friedhof Schmargendorf, Breite Straße Ecke Kirchstraße / Misdroyer Str. 51-53, Feld V-1-27 (15 Jahre)

1.4.

1933 Organisierter Judenboykott (75 Jahre)

8.4.

1908 Reichstag beschließt Gesetz über Versammlungs- und Vereinsfreiheit auch für Frauen (100 Jahre)

11.4.

1968 Attentat auf Rudi Dutschke (40 Jahre)

15.4.

1908 Richard Löwenthal in Berlin geboren (+Berlin 9.8.1991), 1926-1929 Mitglied der KPD, dann in der KPD-Opposition, ab 1933 aktiv im Widerstand in der Gruppe Neu Beginnen, nach 1945 Mitglied der SPD, Journalist, 1961 als Ordinarius für die Wissenschaft von der Politik und für Geschichte und Theorie der Auswärtigen Politik an das Otto-Suhr-Institut der FU Berlin berufen. stellvertretender Vorsitzender der SPD-Grundwertekommission, 1978 Ernst-Reuter-Plakette, 1983 Großes Bundesver-dienstkreuz mit Stern (100 Jahre)

24.4.

1983 Gerhard Schlegel in Berlin gestorben (*Breslau 9.11.1903) Von 1949 bis 1962 maßgeblich am politischen und administrativen Wiederaufbau Tiergartens beteiligt. Leistete wertvolle Mitarbeit in Ber-liner und deutschen Sportverbänden. Geschäftsleiter der BEHALA. Stadtältester. Grabstätte Urnen-friedhof Wedding, Seestraße 92-93, Abt. VIII-3-193 (25 Jahre)

26.4.

1988 Erwin Beck in Berlin gestorben (*Berlin 17.4.1911). Widerstandskämpfer, Stadtrat für Jugend in Kreuzberg, Ehrenvorsitzender der SPD-Kreuzberg, Präsident der Internationalen Liga für Men-schenrechte, Sektion Berlin (20 Jahre)

1.5.

1978 Adolf Dünnebacke (*29.7.1891), seit 1909 aktiv in der Sozialdemokratie, Bezirksbürgermeister v. Reinickendorf, Ernst-Reuter-Plakette (31.8.1960), Stadtältester (19.7.1961), Grabstätte: Städt. Frdh. Tegel, Am Nordgraben, Wilhelm-Blume-Allee 3, Abt. I, Reihe 1 (30 Jahre)

2.5.

1933: Überfall der SA auf Gewerkschaftshäuser und Verbot der freien Gewerkschaften (75 Jahre)

4.5.

1938 Carl von Ossietzky (*3.10.1889; „Die Weltbühne“, Friedensnobelpreisträger) stirbt in Berlin an den Folgen der erlittenen KZ-Haft. Grabstätte Städt. Friedhof Pankow IV, Buchholzer Straße 6-8, A 1-35 (70 Jahre)

5.5.

1818 Karl Marx in Trier geboren (+London 14.3.1883). Philosoph, politischer Journalist, Kritiker der bürgerlichen Gesellschaft und der klassischen Nationalökonomie, Verfasser u.a. des "Kommunisti-schen Manifests" (190 Jahre)

9.5.

1878 Wilhelm Ahrens geboren. Stadtrat, Verleger (Westkreuz-Verlag), Stadtältester, Grabstätte: Städt. Friedhof Heerstrasse, Trakehner Allee 1, II W 12, Nr. 23 (130 Jahre)

10.5.

1933 Nazistische Bücherverbrennung auf dem Opernplatz (heute Bebelplatz) (75 Jahre)

13.5

1888 Franz Künstler geboren, gestorben am 10.9.1942, Von 1924 bis 1933 war Franz Künstler Vorsitzender der SPD von Groß Berlin, 1933 wurde ernach dem Verbot der SPD verhaftet,  kam in das Gefängnis nach Spandau und dann in das KZ Sachsenhausen. Er wurde schwer misshandelt, gefoltert und 1934 aus der Haft entlassen 1942  starb er an den Folgen der Gefängnis- und KZ-Haft.

17.5.

1978 Armin T(heophil) Wegner in Rom gestorben (*[Wuppertal-]Elberfeld 16.10.1886) Schriftsteller, Lyriker und Journalist, der vor 1933 auch viel im „Vorwärts“ schrieb. Berichtete als Augenzeuge berichtete über den Völkermord an den Armeniern im Ersten Weltkrieg. In einem offenen Brief an Hitler protestierte er am 11. April 1933 gegen die Verfolgung der Juden. Inhaftiert in den KZ Oranienburg, Börgermoor und Lichtenburg. Seine Bücher wurden verbrannt. 1934 Flucht nach England. 1941-43 Lehrer für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Positano. (30 Jahre)

18.5.

1993 Heinrich Albertz in Bremen gestorben (*Breslau 22.1.1915). Pfarrer, Widerstandskämpfer, 1949-65 Bundesvorsitzender der AWO, Minister für Flüchtlingswesen und Soziales in Niedersachsen, Chef der Senatskanzlei in Berlin, Senator, Regierender Bürgermeister (1966-67), Grabstätte: Riens-berger Frdh. in Bremen. (15 Jahre)

21.5.

1883 Marie Schlei in Berlin gestorben (*Reetz/Neumark (Recz/Polen) 26.11.1919) Sozialpolitikerin, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Grabstätte: Kirchhof der Martin-Luther-Gemeinde, Tegel, Barnabasstraße 5-19, Abt. L 86/87) (25 Jahre)

22.5.

1983 Herbert Grigers gestorben (*Gleiwitz/Oberschlesien 25.2.1928), 1970-1981 Bezirksbürger-meister von Reinickendorf (25 Jahre)

11.6.

1878 Anna Aufhäuser (geb. Stein) in Berlin geboren (+Schwarzwald 19.10.1960). SPD-Mitglied seit 1904, jahrzehntelang inder AWO aktiv. Beigesetzt ist sie mit ihrem Mann Siegfried (Begründer der Angestelltengewerkschaften, Ehrenvorsitzender der DAG, SPD-MdR) auf dem jüdischen Friedhof in Freiburg im Breisgau, Elsässer Straße Ecke Rosbaumweg.

20.6.

1933  Clara Zetkin in Archangelskoje bei Moskau verstorben, Frauenrechtlerin, bis 1917 Sozialdemokratin, später Kommunistin (* 1857) (75 Jahre)

21.6.

1933 Beginn der „Köpenicker Blutwoche“, während der über 90 Menschen von SA-Angehörigen ermordet wurden, darunter Johannes Stelling (*Hamburg 12.5.1877 - +Berlin 21.6.1933, Friedhof Friedrichsfelde), seit 1920 MdR, Mitglied im PV. August 1919 - Juli 1920 Innenminister und Januar 1921 - März 1924 Minister-präsident von Mecklenburg-Schwerin. Stellvertretender Reichsvorsitzender und Vorsitzender des Gaus Berlin-Brandenburg des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold. Bestialisch umgebracht wurden u.a. die SPD-Mitglieder Richard Aßmann (*Berlin 16.12.1875 - tot aufgefunden 11.7.1933), Paul von Essen (*Allenstein/Ostpreußen 1.3.1886 - +Leichnam in einen Sack eingenäht am Dahmeufer gefunden 1.7.1933), Paul Pohle (*Berlin 4.11.1883 - +erhängt im Schmöckwitzer Forst aufgefunden 11.7.1933), Johann Schmaus (*München 5.12.1879 - +21.6.1933) (75 Jahre)

22.6.

1933 Verbot der SPD durch die NS-Machthaber (75 Jahre)

23.6.

1888 Paul Hertz,  Berliner Kommunalpolitiker, in Worms geboren. 1919 bis 1925 Stadtverordneter von Charlottenburg, 1920 USPD-Mitglied im Reichstag, ab 1922 Fraktionssekretär der SPD-Reichstagsfraktion, 1933   Mitglied des Exilvorstands der SPD,  1949 Rückkehr aus dem Exil in den USA, 1950 Leiter des Hauptamtes Banken und Versicherungen des Berliner Magistrats sowie Beauftragter für Finanz- und Wirtschaftsfragen. 1951-53 Senator für Marshall-Plan und Kreditwesen,  1953- 55 Bevollmächtigter für das Kreditwesen, von 1955 bis zu seinem Tod am 23. Oktober 1961 Senator für Wirtschaft und Finanzen.
(120 Jahre)

24.6.

1948 Die Sowjetunion beginnt mit der Sperrung der Zugangswege in die Berliner Westsektoren („Blo-ckade“) (60 Jahre)

27.6.

1908 Kurt Mattick in Berlin-Rummelsburg geboren (+Berlin 6.1.1986), MdB 1953-1980. 1926 SPD-Mitglied, nach 1945 persönlicher Referent von Otto Suhr und Mitarbeiter der SPD-Fraktion, von 1947 bis 1952 und von 1958 – 1963 stv. SPD-Landesvorsitzender. 1963 - 1968 SPD-Landesvorsitzender. Grabstätte: Waldfriedhof Zehlendorf, Potsdamer Chaussee 75, Abt. VI-W-144. (100 Jahre)

28.6.

1928 Unter Reichskanzler Hermann Müller-Franken wird eine Große Koalition gebildet (Bestand bis 27.3.1930). (Grabmal Müller-Frankens in der Gedenkstätte der Sozialisten, Friedrichsfelde) (80 Jahre)

21.7.

1983 Franz Meyer in Berlin gestorben (*Berlin-Friedrichshain 14.3.1906). Buchdrucker, Gewerkschafter, Sozialdemokrat. Leistete aktiven Widerstand gegen den Nationalsozilismus. Vorsitzender der SPD Kreuzberg, Stadtverordneter, Abgeordneter und Volksbildungsstadtrat. 1976 Stadtältester. Grabstätte: Friedhof Neukölln, Lilienthalstr. 7, Hecke R-U2-6  (25 Jahre)

27.8

1948 Die Sitzung der Berliner Stadtverordnetenversammlung wird von SED-Vertretern und Demonstranten gesprengt. Stadtverordnetenvorsteher Otto Suhr fordert die sowjetische Bestazungsmacht auf, eine Bannmeile durchszusetzen. (vor 60 Jahren)

27.8.

1988 Friedrich Piefke in Ostrach (Baden-Württemberg) gestorben (*Rixdorf 9.2.1907); Mitbegründer der "Berli-ner Stimme" und deren Verlagsleiter von 1950-1973; Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime (20 Jahre)

31.8.

1948 Freiheitskundgebung mit Ernst Reuter auf dem Platz der Republik („Ihr Völker der Welt“) (60 Jahre)

6.9.

1948 Erneut besetzen Demonstranten den Stadtverordnetensaal im sowjetischen Sektor. Stadtverordnetenvorsteher Otto Suhr eröffnet am Abend im Studentenhaus am Steinplatz im britischen Sektor eine Sitzung der Stadtverordnetenversammlung, der die SED-Vertreter fern bleiben. Politische Teilung Berlins.

9.9.

1948 Wolfgang Scheunemann, ein 15jähriger Falke, wurde im Verlaufe einer Kundgebung gegen die Spaltung der Stadt am Brandenburger Tor durch Schüsse sowjetischer Soldaten getötet. (vor 60 Jahren)

14.10.

1983 Barbara von Renthe gen. Fink gestorben (*Sachsen 25.9.1901) Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes  Landesverband Berlin e.V. 1966 – 1977. Ärztin und ehem. Senatsdirektorin. Grabstätte Friedhof Neukölln, Columbiadamm 122-158, Neue Ostmauer 8. (25 Jahre)

16.10.

1888 Gustav Klingelhöfer in Metz (Lothringen) geboren (+Berlin 16.1.1961). 1917 SPD-Mitglied, 1919 Beteiligung an der bayrischen Räterepublik. Der Volkswirt arbeitete von 1924-1933 als Wirt-schaftsredakteur beim „Vorwärts“. 1945 war er Leiter des Politischen Büros der SPD Berlin, von Juni 1945 bis zu seinem Austritt aus dem Zentralausschuss um Otto Grotewohl im März 1946 wirtschaftspolitischer Sekretär, dann Hauptsekretär. November 1946 Stadtrat für Wirtschaft, am 16.11.1948 vom stellvertretenden sowjetischen Stadtkommandanten nach Verlegung des Dienstsitzes in den Westteil Berlins seines Amtes enthoben. Mitglied der Stadtverordnetenversammlung bzw des Abgeordneten-hauses 1946–1950, MdB 1953–1957. Stadtältester (16.10.1958), Ernst-Reuter-Plakette (16.10.1960) Grabstätte: Waldfriedhof Zehlendorf, Potsdamer Chaussee 75, Abt. VI-W-199a-c. (120 Jahre)

17.10.

1993 Prof. Dr. Helmut Gollwitzer in Berlin gestorben (*Pappenheim/Bayern 29.12.1908), protestantischer Theologe und Widerstandskämpfer, Mentor der Studenten- und Friedensbewegung. Grabstätte: St. Annen Kirchhof, Königin-Luise-Str. 55 (15 Jahre)

17.10.

1938 Karl Kautsky (*Prag 16.10.1854) 84jährig im Exil in Amsterdam gestorben, sozialdemokratischer Theoretiker, bis 1917 Redakteur der "Neuen Zeit", Mitverfasser des Erfurter Programms von 1892. (70 Jahre)

18.10.

1968 Annedore Leber in Berlin gestorben (*Berlin 18.3.1904) Politikerin und Publizistin, unterstützte ihren Mann Julius Leber in seiner Widerstandsarbeit gegen den Nationalsozialismus. 1946 Mitbegrün-derin des“Telegraf“, bis 1967 Bezirksverordnete und MdA. Grabstätte Waldfriedhof Zehlendorf, Pots-damer Chaussee 75, Abt. 16 W 702. (40 Jahre)

21.10.

1878 Bismarck setzt das "Sozialistengesetz" durch, die SPD wird verboten, ihre MItglieder werden verfolgt (130 Jahre)

9.11.

1918 Proklamation der Republik durch Philipp Scheidemann (Novemberrevolution) und Bildung des Rats der Volksbeauftragten als Übergangsregierung durch SPD und USPD am 10.11. (90 Jahre)

9.11.

1938 Reichspogromnacht (70 Jahre)

12.11.

1918 Der Rat der Volksbeauftragten beschließt das Wahlrecht für Frauen (90 Jahre)

29.11.

1888 Einem Aufruf von Gustav Dietrich folgend gründen nach einem Arbeitsunfall sechs Berliner Zimmerleute im Haus Alte Jakobstraße 75 (Mitte) eine Erste-Hilfe-Gruppe, die Keimzelle des Arbei-ter-Samariter-Bundes (120 Jahre)

10.12.

1938 Vor 70 Jahren: Geburt von Armin Tschoepe in Berlin, verstorben am 16.5.2002 in Berlin, 1982 bis 1989 Leiter des Landessozialamts Hamburg. 1989 bis 1995 Staatssekretär für Soziales unter Senatorin Ingrid Stahmer (SPD)

14.12.

1928 Peter Mitzscherling in Löbau/Sachsen geboren (+27.12.1996). SPD-Mitglied seit 1962. Senatsdirektor für Arbeit 1974–1980, MdB seit 1980, März 1989-Januar 1991 Wirtschaftssenator.  (80 Jahre)

16.-21.12.

1918 Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte im Gebäude des Preußischen Landtags mit deutlichen Mehrheitsbeschluss (rd. 400 : 50) für Wahlen zur Nationalversammlung am 19. Januar 1919 (90 Jahre)

17.12.

1993 Ilse Reichel-Koß (geb. Pottgießer) in Berlin gestorben. (*Berlin 13.7.1925), Mitbegründerin der Falken, 1965-71 Bezirksstadträtin für Jugend und Sport in Reinickendorf, 1971-1981 Senatorin für Familie, Jugend und Sport. Anonyme Grabstätte: Friedhof "Am Fließtal", Waidmannsluster Damm 13 (15 Jahre)

 

 

 

 

 

 

 

Recherche: Holger Hübner, Ulrich Horb