Gedenktage der Berliner SPD 2007

Gedenktage der Berliner SPD 2007

Eine Übersicht über Jubiläen und Gedenktage in Zusammenhang mit der Berliner SPD.

 

3.1.1857

vor 150 Jahren: Emma Ihrer, geb.  Rother, geboren im schlesischen Glatz als Tochter eines Schuhmachers. Sie heiratete den Apotheker Emanuel Ihrer. Emma Ihrer ist am 8.1.1911 in Berlin gestorben. Ihr Grab befindet sich in Berlin-Lichtenberg auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde (Gedenkstätte der Sozialisten), Gudrunstraße.

29.1.2002

Vor 5 Jahren: Siegfried Berger gestorben (*24.7.1918). Als Streikführer des Aufstandes vom 17. Juni wurde er von einem sowjetischen Militärtribunal zu sieben Jahren Arbeitslager verurteilt, 1996 als „Opfer politischer Repression” rehabilitiert; Berger gehörte im sächsischen Radeberg einer illegalen SPD-Gruppe an und trat offiziell der SPD-Neukölln in Westberlin bei. Gedenktafel am Wohnhaus im Römerweg 40 in Berlin-Karlshorst.

31.1.1957

Vor 50 Jahren: Otto Burgemeister gestorben (*27.5.1883); Bezirksbürgermeister Tempelhof, MdA, Stadtältester

5.2.1902

Vor 105 Jahren: Dr. Herbert Antoine langjähriger Vorsitzender der SPD in der Zehlendorfer Bezirksverordnetenversammlung geboren. Er erwarb sich Verdienste als Rundfunkbeauftragter des Senats und war Initiator und Direktor des Deutschen Rundfunkmuseums. Antoine starb am 6. Juni 1992.

9. 2.1907

Vor 100 Jahren: Friedrich Piefke in Rixdorf (Berlin) geboren; Mitgründer der "Berliner Stimme" und deren Verlagsleiter 1950-73; Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime; am 27.8.1988 in Ostrach (Baden-Württemberg) gestorben

15.2.1972

Vor 35 Jahren: Herbert Theis, Mitglied der Stadtverordnetenversammlung (1946-50) und des Abgeordnetenhauses von Berlin (1950-71) verstorben (*15.4.1906 Rixdorf).

20. 2.1907

Vor 100 Jahren: Ernst Schellenberg in Berlin geboren; MdB  1952-76; Pionier des Sozialstaates, Initiator der dynamischen Rente; am 6.6.1984 in Berlin gestorben

5.3.1992

Vor 15 Jahren: Harry Ristock gestorben. Geboren am 20.1.1928 in Seemen/Ostpreußen. Volksbildungsstadtrat in Charlottenburg; Senatsdirektor in der Schulverwaltung (1971-75); Bausenator (von 1975-81). Um die Aussöhnung von Polen und Deutschen bemüht.

9. 3.1927

Vor 80 Jahren: Klaus Dieter Arndt in Berlin geboren; Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium 1967-70; Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Berlin; am 29.01.1974 in Berlin gestorben

14. 3.1857

Vor 150 Jahren: Alwin Gerisch in Rautenkranz (Erzgebirge) geboren; SPD-Vorsitzender (neben Paul Singer) 1890-92, Kassierer 1892-1912, hauptamtlicher Sekretär des Parteivorstandes 1912-17; am 8.8.1922 in Berlin gestorben; dort auf dem Friedhof Baumschulenweg beigesetzt [?]

Wikipedia schreibt:

„Alwin Gerisch war Sohn eines Waldarbeiters. Er wurde 1857 in Rautenkranz/ Vogtland Ziegengasse Nr.45 (heute Alwin-Gerisch-Str.1) geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Rautenkranz absolvierte er von 1871 bis 1874 eine Lehre zum Maschinenschlosser in Auerbach/Vogtl..

Zu Beginn der 1880er Jahre kam Gerisch nach Berlin, wo er als Maschinenbauer arbeitete. Schon während seiner Lehrzeit hatte er erste Kontakte zur Gewerkschafts- und Arbeiterbewegung. Von 1885 bis 1892 war er Vorstandsmitglied und Kassenwart im Verband der Arbeiter in der Metallindustrie für den Raum Berlin.

Bereits zu Zeiten des Sozialistengesetzes engagierter Sozialdemokrat, wurde er nach der Gründung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands im Jahre 1890 gemeinsam mit Paul Singer Parteivorsitzender und übte diesen Posten bis 1892 aus. Auch nach 1892 blieb er im SPD-Vorstand (von 1892 bis 1912 als Kassierer und von 1912 bis 1917 als Sekretär im Parteivorstand). Seine umsichtige Finanzpolitik verschaffte ihm in der Partei großes Ansehen. Im Jahr 1917 schied er aus Krankheitsgründen aus dem Vorstand aus.

Im Jahr 1914 unterstützte Gerisch den Beschluss der SPD-Reichstagsfraktion zur Bewilligung der Kriegskredite, der als entscheidende Ursache für die Aufspaltung der deutschen Arbeiterbewegung gilt.

Gerisch war von 1894 bis 1898 und erneut von 1903 bis 1906 Mitglied der SPD-Fraktion im Reichstag. Danach war er von 1906 bis 1918 Mitglied der Gemeindevertretung der Landgemeinde Treptow. Er wohnte bis zu seinem Tod in Berlin-Baumschulenweg.

16.3.1927:

Vor 80 Jahren: Horst Korber in Stadtroda/Thüringen geboren (+2.7.1981); Präsident des Landessportbundes Berlin (1977 – 1981); Mitglied des Senats von Berlin (1967 – 1979); Korber führte 1963 für die westliche Seite erste erfolgreiche Passierscheingespräche nach dem Mauerbau, als man mit der Formel “über Amts- und Ortsbezeichnungen konnte keine Einigung erzielt werden” die Grenze wenigsten für West-Berliner etwas durchlässiger machte. Gedenktafel an der nach ihm benannten Sporthalle, Glockenturmstraße.

20.3.1937

Vor 70 Jahren: Michael Hirschberg gestorben (*25.3.1889); Lei­ter einer antifa­schisti­schen Wider­standsgruppe der SPD. Hirschberg wurde von den Nazis verfolgt, misshandelt und ermor­det, weil er Jude war, aktiver Sozialdemokrat und Führer beim Reichs­banner Sch­warz-Rot-Gold. Er wurde im November 1936 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt und erlag in der Haft den Miss­hand­lungen durch seine sadistischen Mörder.

24.3.1897

Vor 110 Jahren: Carlo Mierendorff in Großenhain/Sachsen geboren. (+4.12.1943 Leip­zig). Der Sozialdemokrat war SPD-Reichstagsabgeordneter und Widerstandskämp­fer gegen das NS-Regime sowie Mitglied des Kreisauer Kreises. Er wurde im KZ inhaftiert und starb nach seiner Frei­las­sung bei einem Bom­ben­an­griff auf Leip­zig.

29.3.1982

Vor 25 Jahren: Fritz Eberhard, Deckname im Widerstand gegen die NS-Diktatur, eigentlich Hellmut von Rauschenplat) in Berlin gestorben; Mitglied des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK); Mitglied des Parlamentarischen Rates, maßgeblich an der Formulierung der völkerrechtlichen und sozialpolitischen Artikel des Grundgesetzes beteiligt; erster Intendant des Süddeutschen Rundfunks (1949-58); am 2.10.1896 in Dresden geboren

31. 3.1947

Vor 60 Georg Ledebour in Bern gestorben; 1917 Mitgründer der USPD; MdR 1900-18 und 1920-24; 1933 Emigration in die Schweiz; am 7.3.1850 in Hannover geboren; in Berlin-Lichtenberg auf dem Zentralfriedhof beigesetzt [?]

2.4.1887

Vor 120 Jahren: Louise Schroeder in Hamburg geboren, gestorben am 4.6.1957 in Berlin; Bürgermeisterin (1946-47); Amtierende Oberbürgermeisterin (1947-48); Bürgermeisterin von West-Berlin (1949-51); Mitglied des Bundestages (1949-57); Ehrenbürgerin Berlins; Beigesetzt ist sie auf dem Ottenser Friedhof in Hamburg-Bah­ren­feld.

6.4.1992

Vor 15 Jahren: Dr. Hans Braselmann gestorben (*5.1.1934); Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und des Berliner Abgeordnetenhauses

10. 4.1907

Vor 100 Jahren: Ignaz Auer in Berlin gestorben; Organisator der sozialdemokratischen Partei unter dem Sozialistengesetz; am 19.4.1846 in Dommelstadl bei Passau geboren; in Berlin-Lichtenberg auf dem Zentralfriedhof (Gedenkstätte der Sozialisten) beigesetzt

12. 4.1992

Vor 15 Jahren: Martin Hirsch in Berlin gestorben; Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Juristen 1980-86, ab 1986 Ehrenvorsitzender; MdB 1961-71, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion 1966-71; am 6.1.1913 in Breslau geboren. Beigesetzt auf dem Dahlemer Friedhof an der St. Annen-Kirche.

19.4.1837

Vor 170 Jahren: Wilhelm Hasenclever in Berlin geboren (+3.7.1889); Weddinger Reichstags­abgeordneter; Mitbegründer der Sozialdemo­kratie; Gab ab 1876 zusammen mit Wil­helm Lieb­knecht den “Vorwärts" heraus und war 1869/70 Mit­glied des Nord­deutschen und 1874-88 Mit­glied des Deutschen Reichstags. Gedenktafel auf dem nach ihm benannten Platz, Oudenarder Straße, Ecke Seestra­ße.

1.5.1987

Vor 20 Jahren: Tod von Walther Georg Oschilewski (*22.07.1904); Schriftsetzer, Journalist, Publizist, Mitglied der Stadtverordnetenversammlung; leitete 21 Jahre lang die Sparten Kulturpolitik und Feuilleton des Berliner “Telegraf”. Er brauchte “das Schreiben wie die Luft zum Atmen” (Willy Brandt). Begraben auf dem Zentralfriedhof in Heraklion/Kreta.

2.5.1967

Vor 40 Jahren: Ernst Friedrich gestorben (*Breslau 25.2.1894); Schriftsteller, überzeugter Pazifist, Begründer des Antikriegsmuseums; 1933 zerstörte das Nazi-Regime das Museum und sperrte Ernst Friedrich ein, nach sieben Monaten Haft floh er über mehrere Länder nach Frankreich. Bis an sein Lebensende warnte er vor zukünftigen Kriegen. Auf seine Ideen berufen sich heute viele Menschen in der Welt.

2. 5.1977

Vor 30 Jahren: Dietrich Stobbe zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt (Amtszeit bis 15.1.1981)

11.5.1887

Vor 120 Jahren: Maria Jankowski in Ottmachau/Oberschlesien geboren (+Berlin-Köpenick 23.7.1946); Mitglied der SPD-Fraktion der Bezirksverversammlung Köpenick (1921 – 1933); im März 1933 wurde die bekannte und populäre Kommunalpolitikerin von SA-Angehörigen in deren Sturmlokal verschleppt und schwer misshandelt. Sie ging an die Öffentlichkeit und ließ die Spuren der erlittenen Torturen fotografieren. Damit erzielte sie internationales Aufsehen, musste aber untertauchen. Sie überlebte das “Dritte Reich” und war nach dessen Ende wieder in der SPD in Treptow aktiv. Gedenkstein in der Bahnhofstraße.

12.5.1877

Vor 125 Jahren: Johannes Stelling in Hamburg geboren (+Berlin 21.6.1933); seit 1920 MdR und Mitglied des Parteivorstands der SPD; von August 1919 bis Juli 1920 war er Innen­minister und von Januar 1921 bis März 1924 Mini­sterpräsident von Mecklen­burg-Schwe­rin; beim Reichs­banner Schwarz-Rot-Gold war er stellvertretender Vorsitzender und Vor­sitzen­der des Gaus Berlin-Brandenburg; am 21. Juni 1933 wurde er von der SA aus seinem Haus in Köpe­nick in das Amtsgericht Köpe­nick verschleppt und dort ermor­det, seine Leiche wurde in die Dahme geworfen und erst Anfang Juli 1933 gefunden.

17.5.1867

Vor 140 Jahren: Theodor Leipart in Neubrandenburg geboren (+Berlin-Zehlendorf 23.3.1947); Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes; Verhaftung durch Nationalsozialisten 1933; Grabstätte auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde, Gedenkstätte der Sozialisten.

24.5.1992

Vor 15 Jahren: Erstmals seit 1946 werden alle Bezirksverordnetenversammlungen in ganz Berlin neu gewählt. Die SPD wird mit 31,8% der abgegebenen Stimmen stärkste Partei.

28.5.1957

Vor 50 Jahren: Martin Wagner gestorben, (*Königsberg/Ostpreußen 5.11.1885); Stadt­bau­rat in Schö­neberg; Archi­tekt und Stadtplaner.

30.5.1927

Vor 80 Jahren: Tino Schwierzina in Königshütte/Oberschlesien geboren (+Berlin 29.12.2003). Als erster und letzter frei gewählter Ost-Berliner Oberbürgermeister regierte er die Halbstadt (Ost) 32 Wochen und zwei Tage (30.5.1990 - 11.1.1991) bis zur Amtsaufnahme der ersten wieder gesamtstädtischen Regierung. Bis Oktober 1995 als Vizepräsident des Abgeordnetenhauses tätig. Beigesetzt auf dem St. Hedwig-Friedhof, Weißensee, Smetanastraße 36-54.

2. 6.1967

Vor 40 Jahren: Der Student Benno Ohnesorg wird während einer Demonstration gegen den Schah von Persien in Berlin von einem Polizisten erschossen.

3.6.1972

Vor 35 Jahren: Das Viermächteabkommen über Berlin tritt in Kraft. Zwischen den Siegermächten USA, UdSSR, Frankreich und Großbritannien wurden Vereinbarungen zum Rechtsstatus der geteilten Stadt Berlin, dem Verhältnis West-Berlin zur BRD und dem Zugang zum Westteil der Stadt festgelegt.

4.6.1957

Vor 50 Jahren: Louise Schroeder in Berlin gestorben; amtierende Oberbürgermeisterin Berlins 1947/48, Bürgermeisterin und Stellvertreterin des Oberbürgermeisters 1946-51; MdR 1919-33; MdB seit 1949; am 2.4.1887 in Altona (Hamburg) geboren; auf dem Friedhof in Altona-Ottensen beigesetzt

11.6.1887

Vor 120 Jahren: Max Sievers in Berlin geboren (+Bran­den­burg-Görden 17.1.1944). Der Reichsvor­sitzende des Deutschen Frei­denker-Verbandes und gelernte kaufmännische Angestellte emigrierte im April 1933 nach Brüs­sel, im August dessel­ben Jahres wurde er aus Deutsch­land ausge­bürgert. 1939 ging er in die USA, kehrte aber noch einmal nach Belgien zurück, wo er vom deut­schen Ein­marsch über­rascht wurde. Ein Vi­sum für die Schweiz wurde ihm verwei­gert, er hielt sich bis zu seiner Ver­haftung am 3.6.1943 zusammen mit seiner belgi­schen Frau unter fal­schem Namen in Nord­frankreich ver­steckt. Der “Volks­ge­richts­hof" verurteil­te ihn wegen seiner politi­schen Akti­vitä­ten am 17.11.1943 zum Tode. Gedenktafel in der Gneisenaustraße 41 in Kreuzberg.

24. 6.1947

Vor 60 Jahren: Ernst Reuter zum Oberbürgermeister von Berlin gewählt (Amtsantritt durch sowjetisches Veto verhindert)

20. 7.1932

Vor 75 Jahren: Staatsstreich in Preußen: Die preußische Regierung (Ministerpräsident Otto Braun, Innenminister Carl Severing, beide SPD) wird durch Notverordnung des Reichspräsidenten abgesetzt und Preußen der kommissarischen Gewalt des Reichskanzlers Franz von Papen unterstellt. Über Berlin und Brandenburg wird der militärische Ausnahmezustand verhängt.

29.7.1877

Vor 130 Jahren: Carl Herz in Köthen geboren (+Haifa 14.9.1951); Bürgermei­ster in Kreuzberg; 1933 von den Nazis aus poli­tischen und "rassi­schen" Gründen aus dem Rathaus getrieben; Den geachteten Juri­sten und bedeu­tenden Sozialdemo­kraten Dr. Carl Herz ent­fernten die neuen Machthaber als einen der ersten Kommunalpoli­tiker aus dem Amt weil er unermüdlich für den Aufbau einer demokra­ti­schen Verwal­tung ar­beitete. Bronzeste­le mit aufgesetzter Portraitbüste in Kreuzberg, Yorckstraße 4-11 (vor dem Rathaus).

3.8.1967

Vor 40 Jahren: Paul Löbe in Bonn gestorben, geboren am 14.12.1875 in Liegnitz/Schlesien; Redak­teur der "Bres­lauer Volkswacht"; Reichs­tagspräsident; Alters­präsident des Deutschen Bundestages; Nach dem Verbot der SPD im Juni 1933 wurde Löbe für ein halbes Jahr inhaftiert. Am 23.8.1944 wurde er im Zusammenhang mit dem 20. Juli 1944 erneut verhaftet und in das KZ Groß-Rosen gebracht. 1948/49 war er Mitglied des Parla­men­tarischen Rates, später des Deutschen Bundestages. Die Ehrenbürgerwürde wurde ihm am 80. Geburtstag am 14.12.1955 verliehen. Begraben ist er auf dem Wald­friedhof Zeh­len­dorf, Pots­damer Chaus­see 75.

5.8.1957

Vor 50 Jahren: Richard Draemert in Berlin gestorben. 1918 erster Zehlendorfer Bezirksvorsitzender der SPD, von 1921 bis 1933 SPD-Stadtverordneter in Berlin und Bezirksverordneter in Zehlendorf, während der Nazi-Zeit mehrmals inhaftiert, 1946 bis 1954 für die SPD in der Bezirksverordnetenversammlung in Zehlendorf. Stadtältester von Berlin.

10.8.1927

Vor 80 Jahren: Gerd Löffler in Xaverhof, Kreis Lodz (Polen), geboren; Vorsitzender der Berliner SPD 1977-79; Schulsenator 1970-75, Wissenschaftssenator 1975-77; am 9.1.2004 in Berlin gestorben, beigesetzt auf dem Dahlemer Friedhof an der St. Annen-Kirche (Feld 6).

11.8.1882

Vor 125 Jahren: Lorenz Breunig geboren (+15.2.1945 KZ Sachsenhausen); Breunig war seit 1920 Sekretär des Hauptvorstandes des Deutschen Eisenbah­ner-Verbandes; 1920-24 Mitglied des Deutschen Reichs­tags. Er sammelte nach 1933 Geld für politische Gefangene und deren Familien und nahm Kontakt mit Gewerkschaftsvertretern im Ausland auf. Gleich zu Be­ginn des Zweiten Weltkriegs wurde er verhaftet und im KZ Sachsenhausen inhaf­tiert. Gedenktafel in Pankow, Miltenberger Weg 9.

20.8.1952

Vor 55 Jahren: Kurt Schumacher in Bonn gestorben; SPD-Parteivorsitzender (1946-52), SPD-Fraktionsvorsitzender im Deutschen Bundestag (1949-52); geboren am 13.10.1895 in Culm/Westpreußen.

24.08.1907

Vor 100 Jahren: Die Sozialistische Jugend-Internationale (International Union of Socialist Youth) wird in Stuttgart gegründet; Zusammenschluss von 143 sozialdemokratischen und sozialistischen Jugendorganisationen aus mehr als 100 Nationen; Mitglieder aus Deutschland sind die Jusos und die Falken

25.8.1882

Vor 125 Jahren: Albert Horlitz geboren (+24.12.1972); gelernter Kunsttischler; SPD-Mitglied seit 1.1.1900; Stadt- und Bezirksverordneter; Stadtrat und Bezirksbürgermeister von Charlottenburg; MdA; Stadtältester

30.8.1957

Vor 50 Jahren: Tod von Otto Suhr (*17.8.1894); 1946 Wahl zum Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, 1951 erster Präsident des Abgeordnetenhauses, 1955-57 Regierender Bürgermeister von Berlin; Gedenkstein in Kreuzberg, Oranienstraße, Ecke Alexandrinenstraße; beigesetzt auf dem Waldfriedhof Zehlendorf, Potsdamer Chaussee 75.

4.9.1992:

Vor 15 Jahren: Helmut Schleusener verstorben, geboren am 07.02.1925; mehr als 20 Jahre Bezirksstadtrat in Spandau

10.9.1927

Vor 80 Jahren: Gerhard Jahn wird in Kassel geboren; Parlamentarischer Staatssekretär im Auswärtigen Amt (1967-69); 1969 war er mit Johann Baptist Gradl und Anderen an der Gründung des Wissenschaftszentrums Berlin beteiligt; Bundesminister der Justiz (1969-74); gestorben am 20.10.1998 in Marburg;

12.9.1872:

Vor 135 Jahren: Heinrich Schulz wird geboren (+Berlin 4.9.1932); Reichstagsabgeordneter (1912-18, 1920-30); Mitglied der Weimarer Nationalversammlung (1919/20); Schulz gilt als der Wegbereiter der Stenografie in Form der „Deutschen Einheitskurzschrift“ (DEK)

3.10.1957

Vor 50 Jahren:  Willy Brandt wird vom Berliner Abgeordnetenhaus mit 86 zu 10 Stimmen zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt. (Amtszeit bis zu seiner Ernennung als Außenminister am 1.12.1966).

6.10.1907:

Vor 100 Jahren: Willy Kressmann geboren (+13.1.1986); Bezirksbürgermeister von Kreuzberg (1949-1962, “Texas-Willy")

 

 

8.10.1992

Vor 15 Jahren: Tod von Willy Brandt, geboren am 18.12.1913 in Lübeck; von 1949-1957, 1961, 1967-1992 SPD-Bundestagsmitglied; 1950 war er Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses; 1955 Abgeordnetenhauspräsident; Regierender Bürgermeister von Berlin (1957-66); Bundesratspräsident (1957-58); Von 1958-63 ist er Vorsitzender der Berliner SPD und Bundesvorsitzender der SPD (1964-87); 1969 wird er zum Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt; Bestätigung im Amt 1972; 1971 Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis; 1987 Wahl zum SPD-Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit

19.10.1967

Vor 40 Jahren: Klaus Schütz zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt (Amtszeit bis 29.4.1977)

23.10.1977

Vor 30 Jahren: Tod von Ludwig Rosenberg (*Berlin 29.6.1903). 1924 wird er Mitglied der SPD, ein Jahr später des Gewerkschaftsbunds der Angestellten. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland 1946 widmete sich Rosenberg dem Gewerkschaftsaufbau und ist ab 1949 im Bundesvorstand des DGB, ab 1959 stellvertretender Bundesvorsitzender, 1963-1969 auch Präsident des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften (IBFG).

2.12.1867

Vor 140 Jahren: Carl Leid geboren (+16.1.1935); Bezirks­bürger­mei­ster im Wedding von 1921 bis zu seiner zwangs­wei­sen Entfer­nung aus dem Amt durch die Nationalso­ziali­sten am 15.3.1933. In seiner Amtszeit ver­suchte er durch die Anlage neuer Grünanlagen, Maßnahmen im kom­munalen Woh­nungsbau und Verbes­serungen im Ge­sundheits- und Schulwesen, die Lebensbedin­gungen im Bezirk zu verbessern.

 

 

16.12.1992

Vor 15 Jahren: Jürgen Egert in Berlin gestorben; Vorsitzender der Berliner SPD 1985/86;  am 23.10.1941 in Berlin geboren. Beigesetzt ist er im Familiengrab auf dem Luisenfriedhof III, Fürstenbrunner Weg 65-67, Feld H, Reihe 12, Platz 35/36, nahe am Wegrand

18.12.1932

Vor 75 Jahren: Eduard Bernstein gestorben (* Berlin 6.1.1850), Sozialdemokrati­scher Theoreti­ker, Stadtverordneter und Stadtrat in Schöne­berg (1910-1920), Mitglied des Deutschen Reichstages (1902-1906, 1912-1918 und 1920); Der Be­gründer der “Revi­sio­nis­mus­theo­rie" ist begraben auf dem Friedhof Schöneberg am Innsbrucker Platz, Eisackstraße.

22.12.1927

Vor 80 Jahren: Hermann Molkenbuhr in Berlin gestorben; MdR 1890-1924, einer der dienstältesten Abgeordneten in der deutschen Parlamentsgeschichte, im Fraktionsvorstand 1907-24, Sozialexperte der SPD-Fraktion; Mitglied des SPD-Parteivorstandes seit 1904, Mitglied der Programmkommission 1890 und 1920-21; am 11.9.1851 in Wedel (Kr. Pinneberg) geboren. Grabstätte auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde, Gedenkstätte der Sozialisten.

Recherche: Holger Hübner, Conrad Ziesch, Ulrich Horb

 

Anregungen, Hinweise, Ergänzungen bitte an: Ulrich.Horb<at>spd.de