Jugendmedienpreis "Das Rote Tuch"

Jugendmedienpreis

"Das Rote Tuch"

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"DAS ROTE TUCH" ist ein seit 1978 jährlich von der SPD Charlottenburg-Wilmersdorf mit Unterstützung des Berliner SPD-Landesverbandes gestifteter Jugendmedienpreis.

Mit dem Preis, der mit 2.500 Euro dotiert ist, werden Werke ausgezeichnet, in denen antidemokratische oder neofaschistische Tendenzen in unserer Gesellschaft kritisch dargestellt, demokratisches Handeln der jungen Generation, insbesondere auch gegenüber Minderheiten, gefördert und zur Immunisierung der Jugend gegen antidemokratische Bestrebungen in unserer Republik beigetragen wird. Die SPD Charlottenburg-Wilmersdorf setzt damit aus Sorge über die bei Teilen unserer Jugend festzustellende Tendenz zu Rechtsradikalismus und zur Ausländerfeindlichkeit die antifaschistische Tradition der deutschen Sozialdemokratie fort.
Vorschläge für die Auszeichnung können Autoren, Verlage, Sendeanstalten, gesellschaftliche Gruppen und Einzelpersonen machen, die die Zielsetzung des Preises unterstützen. Die vorgeschlagenen Werke sollen sich an Kinder, aber vor allem auch an Jugendliche wenden und für sie zugänglich sein. Ein bestimmtes Medium ist nicht vorgegeben. Buch, Film, Fernsehen, Hörfunk, Tonband, Tonkassette, Schallplatte, Ausstellungen etc. können Träger der Argumentation sein.

Warum stiftet die SPD DAS ROTE TUCH? Der Kreisvorsitzende Rudolf Kujath erklärte dazu in seiner Laudatio zur Preisverleihung von 1994: "Als einige Männer und Frauen aus der Charlottenburger SPD 1978 die Idee eines solchen Preises in die Tat umsetzten, hatten sie die Hoffnung, Erinnern und Wachhalten der nationalsozialistischen Greuel und einer menschenverachtenden Herrschaftsform würden dazu beitragen, junge Menschen so widerstandsfähig und abwehrbereit zu machen, daß Gewalt und Terror sich nicht wiederholten. Sie sahen sich leider getäuscht: zunehmende rechtsradikale Tendenzen und wachsende Gewaltbereitschaft gegenüber Minderheiten zwingen dazu, auch die Gegenwart in das Thema einzubeziehen. Der Jugendmedienpreis DAS ROTE TUCH ist unverändert sinnvoll und notwendig."

Kontakt: Das Rote Tuch, Siegrun Klemmer, (Sprecherin der Jury), Neidenburger Allee 4, 14055 Berlin, Fax:(+49)30-30113003, E-Mail: siegrun_klemmer@web.de

 

Liste der Preisträger

1978 Horst Burger
1979 Dorothea Stanic
1980 Usch Barthelemes-Weller und Werner Meyer
1981 Wolf Lindner
1982 Hans Frevert
1983 Autorinnen und Autoren der Arbeitsgruppe Pädagogisches Museum, Berlin
1984 Grips-Theater
1985 Lea Rosh für das Fernsehfeature "Das lustige Zigeunerleben", verliehen im Café Schalotte
1986 Gert Hoffmann für sein Buch "Veilchenfeld" (Luchterhand Verlag 1986), Verliehen im Café Schalotte
1987 Roberto Innocenti für das Kinderbuch "Rosa Weiss" (Alibaba Verlag F.a.M. 1986) verliehen ind er Wald-Grundschule, Charlottenburg
1988/89 Hark Bohm als regisseur des Films "Yasemin", Verliehen in der Filmbühne am Steinplatz
1990/91 Torsten Enders (Autor) und Hans Werner Honert (Regisseur) für den Film "Trutz" (DFF Filmproduktion 1988), verliehen in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
1992 Günter Saalmann für sein Buch "Mops eisenfaust" (Kinderbuchverlag 1992), verliehen in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
1993 Dr. Jean-Jerome Chico-Kaleu Muyemba für sein pädagogisches Konzept zum Abbau von Ängsten und Vorurteilen gegenüber fremden Kulturen verliehen in der Erwin-v.-Witzleben-Schule, Charlottenburg
1994 Anja Tuckermann für ihr Buch "Muscha" (Erika Klopp-Verlag, München 1994), verliehen im Kinderliteratur-Haus LesArt, Mitte
1995 Kerstin Schicha und Frank Metzing für die Ausstellung "Wir suchen die Kinder von Lidice"
1996 Jo Hoestland und Johanna Kang
1997 Reinhardt Jung
1998 Reiner Engelmann und Urs M. Fiechtner Frei und gleich geboren - Ein Menschenrechte-Lesebuch, (Verlag Sauerländer, 1998)
1999 Ausstellungsprojekt „Blindes Vertrauen – Versteckt am Hackeschen Markt“ der Studiengänge Museumskunde und Kommunikationsdesign der FHTW Berlin
2000 Ida Voss
2001 Grips Theater
2002
2003
2004 Roberto Innocenti für die Illustrationen in "Erikas Geschichte" von Ruth Vander Zee

2007 Klaus Kordon für seine historischen Jugendbücher