13-02-06 7. Februar: Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt ruft auf zum Gedenken an Hatun Sürücü

7. Februar: Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt ruft auf zum Gedenken an Hatun Sürücü

7. Februar: Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt ruft auf zum Gedenken an Hatun Sürücü

Unter dem Motto „Unvergessen, ungesühnt!“ wird die Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt der Berliner SPD am Donnerstag, 7. Februar 2013, an der Gedenkveranstaltung für Hatun Sürücü teilnehmen, die vor acht Jahren von einem ihrer Brüder mit drei Kopfschüssen auf offener Straße getötet wurde.

Die damals 23jährige Deutsche kurdischer Herkunft kümmerte sich als Alleinerziehende um ihren Sohn Can und stand kurz vor dem Abschluss einer Handwerksausbildung. Anlass für den sogenannten Ehrenmord war, dass Hatun Sürücü ein modernes, selbstbestimmtes Leben frei von Repressionen durch ihre Familie führen wollte.

Zusammen mit Aziz Bozkurt, dem Landesvorsitzenden der Berliner Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt, fordert Günther Schulze, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt Steglitz‐Zehlendorf: „Lasst uns weiter für ein Klima der Akzeptanz unterschiedlicher Lebensentwürfe kämpfen. Wir wollen, dass jedes Mädchen und jede Frau unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft ihr Leben frei gestalten kann. Nach ihren eigenen Vorstellungen und frei von Gewalt.“

Mit dem Appell: „Einen weiteren Fall Hatun Sürücü darf es in unserer Stadt nicht mehr geben“, rufen Bozkurt und Schulze gemeinsam zur Teilnahme an der Gedenkveranstaltung auf, die an dem Tage um 11:00 Uhr am damaligen Tatort an der Oberlandstraße/Ecke Oberlandgarten in Berlin‐Tempelhof stattfindet. Seit dem Jahre 2008 erinnert dort eine Gedenktafel auf einem Felsstein an das schreckliche Verbrechen.