12-06-01_Mely Kiyak

„Wo bleibt die Beobachtung der PI-news durch den Verfassungsschutz?“

„Wo bleibt die Beobachtung der PI-news durch den Verfassungsschutz?“

Die deutsche Kolumnistin Mely Kiyak ist in den letzten Monaten insbesondere durch ihre scharfsinnigen Kommentare zu den NSU-Ereignissen und ihre Recherchen zur rechtspopulistischen Online-Szene in das Visier dieser Szene geraten. Mit der Bild am 26. Mai schloss sich ein Blatt der Springer-Presse der rechten Hetzjagd an. Mely Kiyak steht nun seit über einer Woche verstärkt unter dem rassistischen Beschuss der rechtspopulistischen Internetseite PI-news und einem zunehmend aggressiver werdenden Online-Umfeld rassistischer Internetforen.

„Jetzt wird man wohl sagen dürfen, dass sich die Springer-Presse zum Steigbügelhalter der rechtspopulistischen Online-Szene macht. Es ist ein Skandal, dass die Bild die Hetzjagd auf die renommierte Journalistin Mely Kiyak, die in rassistischen Internetforen betrieben wird, als Seite 2-Meldung aufgreift. Das ist ein Lehrstück dafür, wie Rassismus zur Normalität wird“, so Aziz Bozkurt, Landesvorsitzender der AG Migration und Vielfalt der Berliner SPD.

Bozkurt weiter: „Die Sensibilität für rassistisches Gedankengut darf nicht allein den migrantischen Communities überlassen bleiben. Hier ist endlich die Politik gefragt, geeignete Antworten auf eine wachsende und zunehmend aggressive rechte Szene zu finden. Sie bedrohen immer wieder Menschen und versuchen, sie mundtot zu machen. Mely Kiyak ist nicht die einzige, nicht die erste und wenn wir nichts tun, nicht die letzte Zielscheibe dieser rechten Hetzer. Wo bleibt die Beobachtung dieses Mobs durch den Verfassungsschutz?“