AfB zur Inklusion

AfB: Inklusion schrittweise umsetzen

AfB: Inklusion schrittweise umsetzen

• Sommerfrühstück zum Thema Inklusion vom 21.8.2012:„Wir sind nicht behindert, wir werden behindert!“
 

Mit Mario Dobe hatte die AfB Berlin am 15.05.2013 einen ausgewiesenen Experten zum Thema Inklusion in das Abgeordnetenhaus eingeladen. Der Leiter der Projektgruppe „Inklusive Schule“ stellte den aktuellen Entwicklungsstand eines tragfähigen Konzepts der inklusiven Berliner Schule vor.

In den Vordergrund trat dabei der notwendige Paradigmenwechsel von der Integration zur Inklusion: „Integration beschränkt sich meist auf die räumliche Komponente der Zusammenarbeit, während wir bei der Inklusion von einem gemeinsamen Lernen zwischen Kindern mit Behinderungen und ihren Mitschülerinnen und Mitschülern ausgehen“, erklärte Mario Dobe. Weiter stellte er heraus, dass inklusive Bildung Teil eines durch die UN-Behindertenrechtskonvention garantierten Menschenrechts sei. Es umfasse den gesamten Bildungsbereich von der Kita bis zur Berufsausbildung oder dem Studium und schließe alle Schulformen ein.

Die AfB machte deutlich, die Inklusion sei eines der wichtigsten bildungspolitischen Vorhaben und sie unterstütze dieses uneingeschränkt. Allerdings könnte es zu Überforderungen der Schulen kommen, wenn inklusive Konzepte zu schnell und unvorbereitet umgesetzt werden sollten. Daher mahnte die AfB an, schrittweise Fortschritte zu machen: „Besonders die Fortbildung für Führungs- und Lehrkräfte steht im Mittelpunkt der Vorbereitungen“, machte die AfB-Vorsitzende Monika Buttgereit deutlich.

Als weitere „Baustellen“ identifizierten Herr Dobe und die AfB-Mitglieder den Umbaubedarf der Schulgebäude, die Schaffung von Fachnetzwerken und ein Konzept zur wissenschaftlichen Begleitung der Inklusionsbemühungen.