13 04 12 Ein erster Schritt zu mehr Chancengleichheit durch anonymisierte Bewerbungsverfahren

Ein erster Schritt zu mehr Chancengleichheit durch anonymisierte Bewerbungsverfahren

Ein erster Schritt zu mehr Chancengleichheit durch anonymisierte Bewerbungsverfahren

Am Donnerstag, dem 11. April 2013, hat der Integrationsausschuss im Abgeordnetenhaus ein Pilotprojekt zu anonymisierten Bewerbungsverfahren in der Berliner Verwaltung und den landeseigenen Betrieben beschlossen.

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt, Aziz Bozkurt, erklärt hierzu: „Stadt des Aufstiegs hieß das Papier, das Jan Stöß, Raed Saleh und Klaus Wowereit am Anfang des Jahres vorgestellt haben. Es freut uns sehr, dass - als ein Baustein sozialdemokratischer Aufstiegspolitik - mit den anonymisierten Bewerbungsverfahren ein erster Schritt zu mehr Chancengleichheit gegangen wird.“

Bozkurt fügt zum Pilotprojekt hinzu: „Leider ist der Schritt nicht so beherzt, wie wir ihn uns gewünscht haben. Zahlreiche Beispiele aus dem Ausland und jüngst in Nordrhein-Westfalen sind Beleg genug dafür, dass mit den anonymisierten Bewerbungsverfahren für benachteiligte Gruppen die Chancen auf ein Bewerbungsgespräch und im Anschluss auf einen Arbeitsplatz steigen. Ob Frauen in Männerdomänen, alte Menschen oder Menschen mit Migrationshintergrund: Anonymisierte Bewerbungsverfahren führen zu deutlich mehr Chancengleichheit, eine Voraussetzung für eine aktive Aufstiegspolitik. Deshalb gibt es keinen Bedarf für weitere Pilotprojekte. Was wir brauchen ist eine konsequente Umsetzung, die nun hoffentlich schnell an das Pilotprojekt anschließen wird.“