Landesparteitag am 9. Juni 2012: Wahl der StellvertreterInnen

Landesparteitag am 9. Juni 2012: Wahl der StellvertreterInnen

Um die vier Positionen der stellvertretenden Vorsitzenden bewarben sich sieben Kandidatinnen und Kandidaten.

 

Gegen 16.20 Uhr wird der Parteitag mit der Wahl der stellvertretenden Vorsitzenden fortgesetzt. Fritz Felgentreu stellt sich vor. Er sei Vertreter einer innerparteilichen Minderheit, er nehme mit seiner Kandidatur die ausgestreckte Hand der Linken an. Es solle zu einem echten Meinungsaustausch kommen. Felgentreu spricht sich einen produktiven innerparteilichen Streit aus.

Ahmet Iyidirli kandidiert, um seine Erfahrungen in der Integrationspolitik einzubringen, die er in den vergangenen 20 Jahren in den verschiedensten Gremien auf Bundes- und Landesebene gesammelt hat. Er spricht sich für eine fortschrittliche Integrationspolitik aus, die für eine gerechte Teilhabe an Bildung und Gesellschaft sorgt.

Barbara Loth, seit 2006 stellvertretende Landesvorsitzende, kandidiert erneut. Die ehemalige Richterin am Arbeitsgericht, Bezirksstadträtin und jetzige Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, will sich gegen Alters- und Kinderarmut engagieren, sie will die Daseinsvorsorge in öffentlicher Hand halten. Mit einer guten Frauenpolitik müsse das Vertrauen der Frauen zurückgewonnen werden.

Birgit Monteiro, gelernte Landmaschinen- und Traktorenschlosserin, hat als Lehrerin gearbeit und ist jetzt Geschäftsführerin eines gemeinnützigen Vereins.  Ihr  Angebot: viel ehrenamtliches Engagement. Sie will im Landesvorstand arbeitsmarkt- und sozialpolitische Akzente setzen. Ihr Vorschlag für künftige Landesvorstandswahlen: Für eine Kandidatur die Unterstützung von 20 Bürgerinnen und Bürgern einbringen.

Marc Schulte, seit 2006 Bezirksstadtrat, kandidiert erneut als stellvertretender Vorsitzender und will auch die Interessen der Bezirke einbringen. Er habe Lust, weiter tätig zu sein und wolle Schwerpunkte u.a. in der Mitgliederbeteiligung setzen. Die SPD brauche Impulse von außen.

Iris Spranger, seit acht Jahren stellvertretende Landesvorsitzende, will ihre Erfahrungen aus der Finanzpolitik, aber auch aus ihrer Arbeit als stellvertretende Bundesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt einbringen. Iris Spranger ist Vertreterin der Berliner Mitte. Sie stehe für klare Positionen, so setze sie sich bei der S-Bahn  für die Übernahme durch ein kommunales Unternehmen ein oder die Gesamtauschreibung.

Die meisten Probleme seien nicht ethnisch verursacht sondern durch Interessengegensätze in einem kapitalistischen System, so Philipp Steinberg, der ebenfalls für eine der vier Stellvertreterpositionen kandidiert. Er wirbt für eine Gesellschaft der Vielfalt. Die SPD müsse klare Kante bei den Fragen Rekommunalisierung und Wohnen zeigen. Steinberg will zudem Brücken zwischen den Gruppen in der SPD schlagen.

 
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