Landesparteitag: Rede von Walter Momper

Walter Momper
 

Walter Momper, Regierender Bürgermeister zur Zeit des Mauerfalls 1989, berichtete in seiner Rede von den Entwicklungen rund um den 9. November 1989 und die Arbeit im Senat. "Wir sind das glücklichste Volk der Welt", habe er damals gesagt, so Momper. "Und wir sind immer noch ein glückliches Volk."
Die Rede von Walter Momper zum Anhören (MP3-Audio, 9.3 MB) (MP3)

Der bedeutendste Beitrag der Sozialdemokratie zur deutschen Einheit sei die Gründung der SDP gewesen, sagte Walter Momper. Dies sei die "Heldentat" gewesen, die in die Geschichte eingegangen sei, von Martin Gutzeit und Markus Meckel vorbereitet.

Momper erinnerte an die Brisanz der Auseinandersetzung, als in Ost-Berlin 60.000 Menschen demonstrierten. Nur mit militärischen Mitteln wäre dem noch zu begegnen gewesen. Aber die Bereitschaftspolizei, so Momper, habe sich geweigert, scharfe Munition zu nehmen, die Betriebskampfgruppen waren gar nicht erst erschienen und auch die NVA habe erklärt, sie schieße nicht auf die eigenen Leute.

Momper beschrieb den Ablauf des 9. November. Am Abend der ZK-Pressekonferenz zur Reiseregelung, die eigentlich gar nicht so "unverzüglich" gedacht war, war er in der Abendschau und begrüßte die Regelung: "Das ist der Tag, auf den wir 28 Jahre gewartet haben." Kurz nach 23 Uhr war der Druck an der Bornholmer Straße so groß, dass die Grenze geöffnet wurde.

 
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