Landesparteitag: Rede von Klaus Wowereit

Landesparteitag: Rede von Klaus Wowereit

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die Rede von Klaus Wowereit (MP3-Audio, 14 MB) (MP3)

Klaus Wowereit dankt für die Abschiedsgeschenke, die ihm die Berliner SPD macht: eine Weltkugel für den "Botschafter Berlins" und ein großformatiges Bild des Künstlers Rainer Fetting. In seiner Rede erinnert er an den "größten Moment in der jüngeren deutschen Geschichte", den 9. November. Für den Mauerfall hätten zuerst die Menschen gesorgt, nicht die Politik, so Wowereit. Er sei stolz darauf, dass die Berliner SPD die Einheit gestaltet habe. Er erinnerte an die Leistung von Tino Schwierzina und Christine Bergmann.

In den neunziger Jahren sei die SPD kleinerer Partner der CDU in der Regierung gewesen, viele hätten sich in dieser Situation eingerichtet. 2001 habe sich die SPD aus der "babylonischen Gefangenschaft" der CDU befreit. Das sei nicht einfach gewesen. Klaus Wowereit erinnerte daran, dass der Wechsel im Amt des Regierenden Bürgermeisters nur mit der Abwahl Eberhard Diepgens möglich gewesen sei, dazu seien damals die Stimmen der Linkspartei erforderlich gewesen. Dies sei auch für manche SPD-Abgeordnete schwierig gewesen.

Klaus Wowereit betonte die Notwendigkeit des Konsolidierungskurses und erinnerte an kontroverse Debatten in der Partei. Drei Wahlsiege wären nicht möglich gewesen, wenn die Partei nicht zusammengehalten hätte.

Politik im Jahre 2014 habe andere Fragen zu beantworten als 2001. Die Stadt stehe heute vor neuen Herausforderungen. "Es ist besser, dass Dynamik entsteht statt Stillstand."

Klaus Wowereit wies auf die sozialdemokratische Handschrift bei der Gestaltung der Stadt hin. Kennzeichen seien Solidarität, soziale Gerechtigkeit und innere Liberaltät gewesen. Fraktion und Partei rief er dazu auf, Debatten intern zu führen.

Die Entscheidung über die Nachfolge sei "stilbildend" gewesen, sagte Wowereit. Mit dem eindeutigen Votum der Partei im Rücken sei Michael Müller "gestärkt in die Arena getreten".

 
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