Frauen in Verantwortung

Fotos aus Steglitz-Zehlendorf

Frauen in Verantwortung

Politik in Südende/Steglitz: öffentliche Diskussion vom 18.05.2010 zum Thema „Frauen in Verantwortung“ in Zusammenarbeit der SPD Steglitz-Südende und der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Steglitz-Zehlendorf

 

Am 18 Mai trafen sich im „Le Café“ über 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie SPD Mitglieder aus mehreren Bezirken. "Frauen in Verantwortung. Chancen und Herausforderungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft" Dieser Frage stellten sich auf Einladung der SPD Südende und Steglitz, Elisabeth Raether, Autorin, Larissa Laternser, Geschäftsführerin der Schlossturm GmbH, Barbara Loth, Bezirksstadträtin und stellv. SPD Landesvorsitzende und Ulrike Neumann, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus.

 

Rolf Wiegand, Vorsitzender der SPD Südende, begrüßte die Anwesenden mit dem Hinweis, dass die Gleichberechtigung von Mann und Frau bereits 1949 im Grundgesetz festgeschrieben wurde, dennoch seien die Wege bis heute lang und schwer gewesen. Direkt vom DGB Bundeskongress kommend, konnte Rolf Wiegand berichten, dass der Frauenanteil unter den Delegierten auf 43% gesteigert wurde, bei ver.di auf einen Zweidrittelanteil. Hier greift die Quote und stärkt die Frauen. Mit den Entwicklungen im LGG – Landesgleichstellungsgesetz und dem Berliner Betriebegesetz, auch im Personalvertretungsgesetz, wurden die Möglichkeiten der Frauen gestärkt. In der BSR gibt es nicht nur eine Vorstandsvorsitzende, sondern der Aufsichtsrat ist auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite paritätisch besetzt. Die Frage stellt sich also, wie wir die nächsten Schritte machen können.

 

Frau Raether gab ein Impulsreferat im Bezug auf ihr Buch „Neue deutsche Mädchen“. Hierauf folgte der Einstieg in die Podiumsdiskussion, moderiert von Marc Pappert, von Problemen wie Einstieg ins Arbeitsleben, die Verbindung von Kindern und Karriere sowie von Quoten auch im Bereich der Wirtschaft.

Neben Gemeinsamkeiten ergaben sich unterschiedliche Bewertungen der Quote. Die fest in der SPD verankerte Quote wurde auch in der Diskussion als notwendiges Instrument zur Schaffung von Räumen und Chancen gesehen. Unsere Gäste sahen und bewerteten das anders. Eine Generationenfrage?

Von beiden Seiten kam aber die Sorge, dass die Verbindung von Arbeit und Mutterschaft schwierig sei und ein Hindernis in der beruflichen Entwicklung darstelle. Das habe etwas mit persönlichen Entscheidungen für Kinderbetreuung, mit ablehnenden Betrieben und fehlender, qualitativer frühkindlicher Betreuung zu tun. In der Diskussion hat sich gezeigt, dass die SPD in Regierungsverantwortung mit der Schwerpunktsetzung, Bildung und der Ausweitung von Kinderbetreuung und Ganztagsschulen, der Einführung der Sekundarschule sich auf den Weg gemacht hat. Hier bedarf es einer besseren Informationspolitik der SPD. Das gilt auch für die Beratungs- und Informationsangebote für Betriebe und Arbeitgeber bei der Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle, auch mit dem Blick auf Teilzeitarbeit und ihr Möglichkeiten.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem Sektempfang und einem kleinen Imbiss, bei dem sich die Anwesenden noch in persönlichen Gesprächen weiter austauschten. (Bilder Jürgen Jänen)

 

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