Innovationsforum Pflege

Innovationsforum Pflege

© Illustration: Esther Schaarhüls

 
 
30.11.2018

Innovationsforum: Pflege geht uns alle an!

30.11.2018, 18:00
Veranstalter: SPD Berlin

Unsere Zukunft: Modern und sozial

INNOVATIONSFORUM

Pflege geht uns alle an!

 

Pflege trifft nicht nur ältere Menschen, auch jüngere Menschen und sogar Kinder können bereits chronisch krank sein. Im Alter ist Pflege häufig unausweichlich.  Grundsätzlich geht es um ein würdevolles, aktives und gesundes Leben in Selbstbestimmung. Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten setzen sich für ein solches Leben in Berlin ein!

Ein Viertel aller Pflegebedürftigen wird ambulant, stationär oder in Wohngemeinschaften von professionellen Pflegekräften betreut. Drei Viertel der Pflege übernehmen Angehörige: Allein in Berlin kümmern sich 200.000 Menschen um die Pflege ihrer Familien. Davon sind 90% Frauen und sogar ca. 3.000 Kinder und Jugendliche. Wir wollen Ausbildung und Arbeitsbedingungen von Pflegekräften verbessern sowie pflegende Angehörige entlasten.

Pflege hatte lange Jahre auf der politischen Agenda keine Priorität. Experten und Mitglieder aus dem Fachausschuss Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz der Berliner SPD möchten das ändern und stellen ihr »Berliner Pflege-Manifest« zur Diskussion. Gutes Leben im Alter darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Die soziale Pflegeversicherung deckt als Teilversicherung nicht alle notwendigen Kosten. Gerade in Berlin ist bei einer kleinen Rente der Gang zum Sozialamt oft zwingend. Notwendige Verbesserungen in der Pflege müssen von der Solidargemeinschaft finanziert werden: Neue Finanzkonzepte wie z.B. die Pflegevollversicherung sind überfällig.

Kurzum: für bessere Qualität in der Pflege müssen Arbeitgeber, Gewerkschaften, Kassen, Zivilgesellschaft und der Staat gemeinsam handeln!

 

Einladungsflyer als PDF (PDF-Dokument, 222.3 KB)

 



PROGRAMM

 

Begrüßung:

Barbara König, Vorsitzende des Fachausschusses Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz der SPD Berlin und Staatssekretärin für Pflege und Gleichstellung

 

Zukunft der Pflege - Qualität, Beschäftigung, Sicherheit:

Michael Müller, Landesvorsitzender der SPD Berlin und  Regierender Bürgermeister von Berlin

 

Key Note: Das Pflege-Manifest der Berliner SPD:

Dilek Kolat, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung

 

 

DISKUSSION IN 2 x 5 PANELS

 

PANEL A.1:Ausbildungsoffensive für Berlin!

Gute Pflege braucht gute Ausbildung. Wie können mehr Plätze geschaffen werden? Welche Chancen und Risiken hat die generalistische Ausbildungsreform? Warum brauchen wir die Akademisierung?

IMPULS: Christine Vogler, Leiterin Wannsee-Schule und Vorsitzende Landesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe, Vorsitzende Landespflegerat Berlin

Steffen Krach, Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung

MODERATION: Andre Kindler, Vorstand Fachausschuss Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz der SPD Berlin

 

PANEL A.2: Mehr Qualität mit mehr Patientenschutz!

Pflege ist kein Job wie jeder andere: Gesundheit und sogar Leben hängen davon ab. Wie können Heime und Pflegedienste besser kontrolliert werden? Was schafft mehr Qualität?

 

IMPULS: Dr. Ilona Köster-Steinebach, Geschäftsführerin Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V.

MODERATION: Mechthild Rawert, Vorstand Fachausschuss Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz der SPD Berlin

 

 

PANEL A.3: Finanzierung der Pflege durch eine Vollversicherung?

Damit bessere Qualität in der Pflege nicht durch die Pflegebedürftigen bezahlt wird, müssen Eigenanteile begrenzt und neue Finanzierungsmodelle entwickelt werden. Ist die Vollversicherung das Modell der Zukunft?

IMPULS: Martin Matz, Gesamtvorstand Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e. V.

MODERATION: Annika Lange, Vorstand Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG)

 

 

PANEL A.4: Mehr Unterstützung für pflegende Angehörige!

200.000 Berlinerinnen und Berliner pflegen ihre An- gehörigen. Sie sind oft überlastet oder müssen ihren Beruf aufgeben. Jugendliche vernachlässigen die Schule. Wie können wir mehr Entlastung schaffen und die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf verbessern?

IMPULS: Gabriele Tammen-Parr, Pflege in Not – Diakonisches Werk Berlin Stadtmitte e. V.

MODERATION: Derya Karatas, Fachausschuss Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz der SPD Berlin

 

PANEL A.5: Berliner Pflege ist Vielfalt!

Pflegeeinrichtungen werden Heimat für Menschen mit Migrationshintergrund oder aus unserer LGBTI-Community. Das stellt Pflegekräfte vor neue Herausforderungen und bietet zugleich viele Chancen. Wie kann kultursensible Pflege gelingen?

IMPULS: Güllü Kuzu, stellvertretende Leiterin KomZen – Kompetenzzentrum Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe

 

MODERATION: Damaris Koch-Christen, Fachreferentin Altenhilfe, AWO-Landesverband Berlin e. V.

 

19.30 UHR: WECHSEL PANEL-BLOCK A > PANEL-BLOCK B

 

PANEL B.1: Menschen sind wichtiger als Maschinen: Pflegekräfte besser bezahlen!

Care-Berufe werden seit Jahrzehnten schlechter bezahlt als Industrie-Berufe. Wir wollen die Pflege durch höhere Vergütung und bessere Arbeitsbedingungen aufwerten. Wie gelingt das und wer finanziert es?

IMPULS: Meike Jäger, ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg, Leiterin des Fachbereichs »Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen«

Frank Ahrend, Mitglied Geschäftsleitung AOK Nordost, Ressort »Zentrale Services und Pflege«

MODERATION: André Lossin, Vorsitzender des Fachausschusses Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz der SPD Berlin

 

PANEL B.2: Interessenvertretung im Dreiklang: Gewerkschaften, Verbände, Kammer?

Pflegekräfte brauchen Unterstützung und wollen ihre Interessen bestmöglich vertreten. Kann – neben Gewerkschaften und Berufsverbänden – eine Pflegekammer die Lösung sein?

IMPULS: Prof. Dr. Wolfgang Schroeder, Fachgebietsleiter Gesellschaftswissenschaften Universität Kassel

Mechthild Rawert, Vorstand Fachausschuss Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz der SPD Berlin

MODERATION: Max Zilezinski, ehem. Bundesarbeitsgemeinschaft »Junge Pflege« im Deutschen Berufsverband Pflegeberufe

 

PANEL B.3: Pflege im Kiez – Netzwerke, Verbünde und sektorenübergreifende Versorgung

Krankenhäuser, Arztpraxen, Pflegeheime, Pflegestützpunkte – gemeinsam wirken alle an einer wohnortnahen Pflege mit. Welche Rahmenbedingungen brauchen sie? Wie kann die Teilhabe betroffener Patient*innen und Pflegebedürftiger gelingen?

IMPULS: Ülker Radziwill, Mitglied des Abgeordnetenhauses, Sprecherin der SPD-Fraktion für Soziales, Senioren, Pflege und Bürgerschaftliches Engagement

 

MODERATION: Dunja Schimmel, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Charlottenburg-Wilmersdorf

 

PANEL B.4: Pflege 4.0 – Digitalisierung zum Wohle der Menschen

Elektronische Patientenakte, technische Hilfen im Alltag oder Robotik: Digitale Lösungen müssen für und mit Pflegebedürftigen und Fachkräften entwickelt werden. Welche Bedarfe gibt es in Berlin?

IMPULS: Gerlinde Bendzuck, Vorsitzende der Landesvereinigung Selbsthilfe Berlin e. V.

MODERATION: Farina Trautmann, Fachausschuss Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz der SPD Berlin

 

PANEL B.5: Personalstandards erhöhen – Belastung senken

Höhere Personalstandards sind für viele Pflegekräfte Voraussetzung für bessere Arbeitsbedingungen. Wie werden sie errechnet, refinanziert und umgesetzt?

IMPULS: Franziska Rahmel, Geschäftsführerin Deutscher Berufsverband Pflegeberufe

MODERATION:

Boris Velter, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) und Staatssekretär für Gesundheit

 

20.15 UHR

Diskussion im Plenum

Forderungen an die Bundespolitik: Thesen aus den Panels

Prof. Dr. Karl Lauterbach, Mitglied des Deutschen Bundestages, stellvertretender Fraktionsvorsitzender

 

20.45 UHR

Empfang

Willy-Brandt-Haus
Wilhelmstr. 140
10963 Berlin
U6 Hallesches Tor U1, U3, U7 Möckernbrücke S1, S2, S25 Anhalter Bahnhof
 

Anmeldung

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Michael Müller 2018

© SPD Berlin | Foto: Carolin Weinkopf

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

bis zum Jahr 2035 wird es in Deutschland vier Millionen pflegebedürftige Menschen geben. Bereits heute fehlen einer ver.di-Erhebung zufolge deutschlandweit 80.000 Pflegekräfte, um gute Pflege zu gewährleisten. Was müssen wir tun, um den Beruf des Pflegers oder der

Pflegerin attraktiver zu machen? Wie kommen wir zu mehr qualifiziertem Personal?

Die SPD und die Gewerkschaften fordern deutlich bessere Arbeitsbedingungen, eine bessere Finanzierung, eine Aufwertung der Pflege und damit deutlich höhere Vergütungen und eine bessere Altersversorgung für die Pflegekräfte. Was sind die Herausforderungen dabei und wie können sie angegangen und finanziert werden?

Wie organisieren wir gute Pflege? Wie ermöglichen wir Partizipation und kultursensible Pflege? Wie können wir die Angehörigen bestmöglich unterstützen?

Mit diesen und weiteren Fragen möchten wir uns beim Innovationsforum Pflege der Berliner SPD auseinandersetzen. Ich freue mich darauf, mit Ihnen zu diskutieren.

 

Herzlich

Ihr

Michael Müller

 

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