FA I - Internationales

04.07.2018

Burma zwischen Militärherrschaft, Demokratisierung und Diskriminierung und Vertreibung der muslimischen Minderheit der Rohinngya

04.07.2018, 19:15 - 21:00
Veranstalter: FA I Internationales

Mittwoch, 4. Juli 2018

Kreisbüro der SPD-Tempelhof-Schöneberg, Hauptstraße 100, 10827 Berlin

(Achtung: Anderer Ort!) 19.15 – 21 Uhr

 

Schmerzhafte Erneuerung

Burma zwischen Militärherrschaft, Demokratisierung und Diskriminierung und Vertreibung der muslimischen Minderheit der Rohinngya

Liebe Genossinnen und Genossen, lieber Freundinnen und Freunde des FA I

Über Jahrzehnte bestand die Entwicklung von Burma/Myanmar seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts in der Meistererzählung des Widerstands der Demokratiebewegung unter der Führung der Tochter des Staatsgründers Aung San gegen ein repressives Militärregime. Eines Widerstands, der letztlich erfolgreich war und zumindest mit einer Machtteilung und der Aussicht auf eine vollständige Transformation des Regierungssystems in eine moderne Demokratie unter Führung der inzwischen als Staatsrätin mit der faktischen Führung der Regierung betraute „Ikone der Demokratiebewegung“.

Aung San Suu Kyi, Friedensnobelpreisträgerin von 1991 und 2014 nach dem entscheidenden Durchbruch des Demokratisierungsprozesses in Berlin auch mit dem Willy-Brandt-Preis ausgezeichnet, schien lange – auch wegen der persönlichen Tragik, die ihren politischen Weg begleitete wie dem 15 Jahre dauernden Hausarrest und der dauerhaften Trennung von ihrem im Ausland verstorbenen Ehemann – in einer Weise über jede Kritik erhaben, die vielleicht nur noch mit der Ikone des neuen demokratischen Südafrika, Nelson Mandela zu vergleichen war.

In der Gegenwart haben das Bild der Nobelpreisträgerin wie auch das Bild des gesamten Demokratisierungsprozesses selbst, den sie in ihrer Person verkörpert, starke Risse bekommen durch die erschreckenden Bilder von der gewaltsamen Unterdrückung und Vertreibung der muslimischen Minderheit der Rohingya. Die Staatsrätin erscheint hier in ihrem weitgehenden Schweigen zu diesen Vorgängen in einer Front mit der weiter von der alten Militärführung gesteuerten Armee, der gravierende Menschenrechtsverletzungen gegen die Rohingya zuzuschreiben sind und fanatisch-nationalistischen Mönchen, welche die in der Bevölkerung seit langem virulenten Ressentiments gegen die weder als offizielle Minderheit noch als Staatsbürger/Innen anerkannten Rohingyas befeuern.

Wie immer müssen  vor einer Konfliktlösung eine  Analyse der Konfliktursachen und eine differenzierte Beschreibung und Bewertung der Tatsachen stehen.

Mit Euch/Ihnen diskutieren im Podium:

Wolfgang Büttner, Politischer Referent im Deutschlandbüro von Human Rights Watch

Peter Kesselburg, Mitglied des FA I, Süd- und Südostasienexperte

Alexander Kullpok, Publizist, langjähriger Unterstützer des Demokratisierungsprozesses in Burma

 

Wir freuen uns auf Deine/Ihre Teilnahme. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Mit solidarischen Grüßen

Der Vorstand des FA I

Kreisbüro der SPD Tempelhof-Schöneberg
Hauptstr. 100
10827 Berlin
 

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