15-01-14 AG MigV TS

Vorstellung der FES-Studie „Fragile Mitte - Feindselige Zustände“

Rechtsextremes Denken ist Ausdruck von Menschenfeindlichkeit. In welchem Ausmaß
rechtsextreme Einstellungen in der Bevölkerung verbreitet sind, zeigen regelmäßige repräsentative
Erhebungen, die von der Friedrich-Ebert-Stiftung seit 2006 in Auftrag gegeben werden. In
Kooperation mit dem Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität
Bielefeld entstand die neue FES-Mitte-Studie zu rechtsextremen Einstellungen in Deutschland.
Diese ist unter dem Titel "Fragile Mitte - Feindselige Zustände" im November 2014 im Dietz-Verlag
erschienen.
Das Bild, das sich aus den Zahlen 2014 ergibt, ist komplex: Insgesamt sind rechtsextreme und
menschenfeindliche Einstellungen in Deutschland gegenüber den Vorjahren deutlich
zurückgegangen. Allerdings sind die Zustimmungswerte auf Ebene einzelner Aussagen teilweise
nach wie vor sehr hoch. Einigen Facetten, wie der Abwertung von langzeitarbeitslosen und
asylsuchenden Menschen, stimmt fast die Hälfte der Deutschen zu. Es ist auch eine Verlagerung in
subtile Formen menschenfeindlichen und rechtsextremen Denkens zu beobachten. So ist bei der
Zustimmung zu Etabliertenvorrechten – also einer Distanzierung von Neuhinzugezogenen –
gegenläufig zum Gesamttrend ein Anstieg zu verzeichnen.
 
Über diese wichtige Studie und ihre vielschichtigen Ergebnisse wollen wir uns mit unserem Gast
Sebastian Serafin vom FES-Forum Berlin/Politischer Dialog - Projekt „Gegen Rechtsextremismus“
austauschen und freuen uns, Euch dazu zahlreich begrüßen zu dürfen.
Webseite zum FES-Projekt "Gegen Rechtsextremismus": http://www.fes-gegen-rechtsextremismus.de/
Kurzzusammenfassung der Studie: http://www.fes-gegen-rechtsextremismus.de/pdf_14/141120presse-handout.pdf (PDF-Dokument)

 
14.01.2015

Vorstellung der FES-Studie „Fragile Mitte - Feindselige Zustände“

14.01.2015, 19:30
Veranstalter: AG Migration und Vielfalt Tempelhof-Schöneberg
Kreisbüro der SPD Tempelhof-Schöneberg
Hauptstr. 100
10827 Berlin