Siemensstandort Berlin erhalten

Siemens-Standorte in Berlin und Ost-Deutschland

Michael Müller: Auch Wirtschaft in der Pflicht für sozialen Frieden

Michael Müller

© SPD Berlin | Joachim Gern

 

Die SPD Berlin fordert von Siemens ein Bekenntnis zu den Standorten in Berlin und Ost-Deutschland. Der Landesvorsitzende Michael Müller:

„Es ist nicht hinnehmbar, dass immer wieder strukturschwache Regionen – zu denen leider noch immer die Bundesländer im Ostteil unseres Landes gehören – die ersten Opfer von Umstrukturierungen und Werksschließungen sein sollen. Das wichtige Engagement gerade von großen Unternehmen muss Teil unserer gemeinsamen Anstrengungen sein, die Innovationskraft und internationale Wettbewerbsfähigkeit in den Regionen Ost-Deutschlands gezielt zu fördern. Hier erwarte ich von der Wirtschaft mehr Pflichtbewusstsein für die gemeinsame Sache der gleichen Lebensbedingungen in Ost- und West-Deutschland. Denn unser Standortvorteil ist der soziale Frieden, für den es gerecht zugehen muss.“

Rund 870 Beschäftigte des Siemens-Konzerns in Berlin verlieren ihre Arbeit. Die Fertigung im Dynamowerk in Spandau wird geschlossen und beim Gasturbinenwerk in Moabit 300 Mitarbeiter entlassen.

Ein schwerer Schlag auch für den Industriestandort Berlin. Siemens erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Gewinn von mehr als sechs Milliarden Euro. Zudem schützt eine Vereinbarung zur Standort- und Beschäftigungssicherung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor betriebsbedingten Kündigungen.

Aus diesen Gründen werden wir die Entscheidung des Siemens-Vorstands nicht ohne Protest hinnehmen. Statt das Dynamowerk zu schließen, muss Siemens gemeinsam mit der Politik über einen Zukunftsplan für den Standort nachdenken.

Bereits am 11. November beschloss die SPD Berlin auf ihrem Landesparteitag: Wir fordern von Siemens ein Bekenntnis zu den Standorten in Berlin und Ost-Deutschland!

 

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